AMD baut sein DirectX-11-Angebot kontinuierlich aus. Nach der Radeon HD 5870 (350 Euro) und der Radeon HD 5850 (250 Euro) hat AMD letzte Woche die Mittelklasse-Serie Radeon HD 5700
offiziell vorgestellt. Im Gegensatz zur Oberklasse Radeon HD 5800 sind die entsprechenden Grafikkarten momentan gut verfügbar. Die knapp 160 Euro teure Radeon HD 5770 haben wir bereits getestet - diese Karte rechnet in etwa so schnell wie die Geforce GTX 260-216 (150 Euro) und Radeon HD 4870 (120 Euro). Jetzt scheuchen wir die 130 Euro günstige Sapphire Radeon HD 5750 durch unseren Test-Parcours.

Die Radeon HD 5750

Radeon HD 5750 : Die Radeon HD 5750 hat zwei DVI-Anschlüsse und je einen HDMI- und einen Displayport-Ausgang. Die Radeon HD 5750 hat zwei DVI-Anschlüsse und je einen HDMI- und einen Displayport-Ausgang. Die voll DirectX-11-kompatible Radeon HD 5750 basiert auf dem RV870-Juniper-Grafikchip der HD 5770. Statt 160 Shader-Einheiten sind allerdings nur 144 freigeschaltet, die Zahl der Textureinheiten fällt damit von 40 auf 36. Den Chiptakt hat AMD von 850 auf 700 geringfügig gedrosselt. Die Verbindung zum 1,0 GByte großen GDDR5-Videospeicher ist weiter 128 Bit schmal, der Speichertakt liegt mit effektiv 4.600 statt 4.800 MHz kaum niedrigerer als bei der HD 5770. Zum Vergleich: Die wesentlich schnellere, aber auch teurere Radeon HD 5870 hat 320 Shader-Prozessoren, ein 256 Bit breites Speicher-Interface und Taktraten von 850/4.800 MHz.

Die für die Radeon-HD-5000-Serie typischen technischen Feinheiten beherrscht auch das bislang kleinste Modell: Mit der Mehrschirmtechnik Eyefinity können Sie auf Wunsch bis zu drei Monitore ansprechen und zu einem Arbeitsplatz zusammen fassen. Oder darauf spielen – wobei die Radeon HD 5750 das lediglich bei Auflösungen von 1280x1024 oder niedriger flüssig bewerkstelligen kann. Auch für die feine Supersampling-Kantenglättung fehlt ihr in aktuelleren Spielen der Atem. Der verbesserte anisotrope Texturfilter kostet dagegen nicht allzu viel Leistung.

Lautstärke & Stromverbrauch

Die Radeon HD 5770 liefert derzeit die höchste Spieleleistung pro Watt. Unser Testsystem verbraucht mit der HD 5750 nochmals etwas weniger Strom – nämlich 137 statt 149 Watt im Leerlauf unter Windows und 204 statt 212 Watt unter Volllast. Die ähnliche teure Radeon HD 4870 verbrät 168 beziehungsweise 268 Watt, die Geforce GTX 260-216 nur 153 Watt im Leerlauf, aber extreme 308 Watt im 3D-Betrieb (Angaben für das gesamte Testsystem).

Weil der Kühler für heutige Verhältnisse relativ wenig Hitze abführen muss, kann Sapphire einen praktisch lautlosen Lüfter verbauen. Sowohl im Leerlauf unter Windows wie unter Volllast ist der Ventilator nicht zu hören. Unterm Strich eignet sich die HD 5750 so auch für Wohnzimmer- oder generell Leisetreter-PCs.