SteamVR Performance Test : Der SteamVR Performance Test zeigt, ob der eigene PC schnell genug für die VR ist. Der SteamVR Performance Test zeigt, ob der eigene PC schnell genug für die VR ist.

Benchmarks zum Ermitteln der Leistungsfähigkeit des PCs gibt es viele. In früheren Zeiten zeigten 3DMark & Co dem Nutzer, ob sein Rechner sich tatsächlich für neue Spiele eignet oder ob eine der Komponenten lahmt. Mit der Zeit wurde aus diesen Benchmarks aber mehr und mehr Grafikdemos mit begrenztem Nutzen aufgrund fehlender Aussagekraft gegenüber realen Spielen. Mit dem bevorstehenden Start der PC-VR-Lösungen von Oculus und HTC/Valve scheint sich aber ein Benchmark-Comeback abzuzeichnen, getreu dem Motto: Ist der eigene PC schnell genug für VR?

Eben das soll der kostenlose SteamVR Performance Test zeigen, der auch ohne VR-Hardware läuft. Da Oculus Rift und Vive identische Bildauflösungen bieten und mit 90 FPS auch die gleichen Wiederholraten fordern, fallen die Leistungsanforderungen der beiden Kontrahenten recht ähnlich aus, was den SteamVR-Test auch für Oculus-Nutzer interessant macht.

Der VR-Benchmark lässt sich mittlerweile über den Steam-Store installieren, wer vor dem heutigen offiziellen Start die Anwendung nutzen wollte, musste sie noch per Direktlink in Steam installieren. Die 1,9 Gigabyte große Anwendung basiert auf einer bereits auf HTCs Vive-Demonstrationen gesehenen Anwendung, der Roboter-Reparaturwerkstatt aus Portal 2. Diese Demo beeindruckte bereits bei den Vorführungen der Vive und zeigt mit detailreichen VR-Szenen ein durchaus anspruchsvolles Szenario.

Um die fps möglichst über den mindestens angepeilten 90 Bildern pro Sekunde halten zu können, wird die Bildqualität dabei laut eines Blog-Eintrags von AMD über eine Technik namens »dynamic fidelty« dynamisch angepasst. Das kennt man bereits von Konsolen, die teilweise während des Spielablaufs die Auflösung zu Gunsten der fps reduzieren.

Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht, nach dem Start des Programms über die Steam-Rubrik »Tools« wird der etwa drei Minuten andauernde Benchmark direkt gestartet. Die Anwendung lief auf unserem Test-PC mit Core i7 4790K und Radeon R9 390X in einem Fenster mit einer Auflösung von 1056x588 Pixeln, was aber wahrscheinlich nicht der tatsächlich gerenderten Auflösung entspricht.

Nach dem Durchlauf des Benchmarks gibt das Programm Hinweise, ob der PC für VR geeignet ist oder welche Komponenten zu langsam arbeiten. Ob der Rechner auch USB 3.0 bietet, testet die App jedoch nicht, hier geht es nur um die reine Rechengeschwindigkeit von CPU und GPU. Mittels eines Punktewertes lassen sich Systeme untereinander vergleichen – in den Bereich von 10 oder mehr Punkten gelangen allerdings vorerst nur Highend-Systeme.

Multi-GPU-Nutzer bekommen jedoch keine spürbar höheren Punktezahlen zu sehen, laut Valve wird Multi-GPU bislang noch nicht unterstützt, da SLI und Crossfire von der Mehrzahl der aktuellen VR-Anwendungen noch nicht genutzt wird. Kein Wunder, arbeiten AMD und Nvidia erst noch an der Implementierung von auf VR optimierten Multi-GPU-Ansteuermöglichkeiten in die Grafiktreiber.

Die Mindestanforderungen für VR-Systeme liegen laut HTC und Valve bei einem Intel Core i5 4590 beziehungsweise AMD FX 8350, 4,0 GByte RAM und einer Nvidia Geforce GTX 970 oder AMD Radeon R9 390. Die Anforderungen von Oculus sehen ähnlich aus, allerdings fordert man dort 8,0 GByte Arbeitsspeicher.

SteamVR Performance Test : Unser Testsystem mit einer R9 390X und einem Core i7 4790K erhält vom Test erwartungsgemäß die Einschätzung »VR bereit«. Einstellungsmöglichkeiten bietet der Benchmark aktuell allerdings keine. Unser Testsystem mit einer R9 390X und einem Core i7 4790K erhält vom Test erwartungsgemäß die Einschätzung »VR bereit«. Einstellungsmöglichkeiten bietet der Benchmark aktuell allerdings keine.