Intel Realsense-Headset : Intel könnte an einem Konkurrenzprodukt zu Microsoft Hololens arbeiten - oder an Komponenten dafür. Intel könnte an einem Konkurrenzprodukt zu Microsoft Hololens arbeiten - oder an Komponenten dafür.

Zum Thema Microsoft HoloLens ab 4999 € bei Amazon.de Laut einem Bericht des Wall Street Journal arbeitet Intel an einem eigenen Augmented-Reality-Headset auf Basis der eigenen Realsense-3D-Technik. Diese Technik kommt aktuell in Kameras zum Einsatz, die beispielsweise unter Windows 10 für die Gesichtserkennung und einfaches Einloggen per Windows Hello verwendet werden können.

Laut dem Bericht hat Intel in der letzten Zeit mindestens fünf Unternehmen übernommen, die im Bereich der Augmented Reality zuständig sind, zuletzt Recon Instruments, die Brillen für Sportler herstellen, die Informationen wie Karten oder Entfernungen auf einem kleinen Display nahe dem rechten Auge darstellen. Insgesamt soll Intel laut Analysten für diese Übernahmen zwischen 300 und 500 Millionen US-Dollar ausgegeben haben, auch wenn es keine offiziellen Zahlen dazu gibt.

Die Intel Realsense-Technik kann dazu genutzt werden, Gesten des Nutzers zu erkennen, aber auch externe Gegenstände und deren Entfernung genau zu vermessen. Während der CES hatte Intel zusammen mit dem Startup IonVR ein Smartphone-basiertes Headset mit Realsense vorgeführt. Eine Quelle des Wall Street Journal behauptet sogar, dass Intel auch mit Microsoft bei Hololens zusammenarbeitet, doch eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht.

Der bei Intel für die Realsense-Technik zuständige Manager Achin Bhowmik lehnte gegenüber der Zeitung einen Kommentar zu dem angeblichen Eigenprojekt ab, erklärte aber, dass Intel traditionell Prototypen mit eigener Technik herstelle, um mögliche Kunden »durch das komplette Erlebnis« zu überzeugen. Danach könne man den interessierten Kunden entsprechende Komponenten verkaufen. Es ist also durchaus denkbar, dass Intel manchen Kunden eine eigene Hololens-ähnliche Brille vorführt, um dann die entsprechenden Chips verkaufen zu können, aber nicht selbst als Hersteller einer Datenbrille aktiv werden möchte.

Quelle: Wall Street Journal