Oculus Rift : Oculus-Gründer Palmer Luckey steht im Mittelpunkt einer Klage von Total Recall Technologies. Oculus-Gründer Palmer Luckey steht im Mittelpunkt einer Klage von Total Recall Technologies.

Schon im Mai 2015 hatten Total Recall Technologies eine Klage gegen Oculus VR und dessen Gründer Palmer Luckey angekündigt. Laut den Angaben des Unternehmens habe Luckey im Jahr 2011 einen Auftrag erhalten, der die Entwicklung eines Prototyps eines Virtual-Reality-Headsets betraf. Luckey habe damals auch ein Stillschweige-Abkommen unterzeichnet, da alle Informationen, die Luckey erhalten habe, vertraulich gewesen seien. Der Prototyp sei am 23. August 2011 geliefert wurden und Luckey habe bis 2012 noch vertrauliches Feedback zur Verbesserung des Geräts erhalten.

Mit seiner Kickstarter-Kampagne für das VR-Headset Oculus Rift im Jahr 2012 habe Luckey demnach die abgeschlossenen Verträge gebrochen. Nun hat Richter William Alsup in San Francisco entschieden, dass die Klage gegen Palmer Luckey und Oculus VR wegen Vertragsbruchs zugelassen wird. Andere Vorwürfe wie Betrug oder zivilrechtliche Ansprüche lies Richter Alsup allerdings nicht zu. Inzwischen betrifft die Klage natürlich nicht nur Oculus VR, sondern auch Facebook, die das Unternehmen im Jahr 2014 für zwei Milliarden US-Dollar übernommen hatten.

Diese Übernahme ist laut einem Kommentar von Palmer Luckey zumindest seiner Ansicht nach auch der Grund für die Klage. Es handle sich um einen »dreisten Versuch, sich einen Anteil an der kürzlich erfolgten Milliarden-Übernahme von Oculus VR durch Facebook zu sichern.« Total Recall Technologies ist nicht das einzige Unternehmen, das nach der Übernahme Klagen gegen Oculus VR oder Mitarbeiter eingereicht hat. Auch Zenimax, der Mutterkonzern von id Software, klagt gegen Oculus VR und John McCarmack, weil dieser angeblich Technik von Zenimax für die Entwicklung des Oculus Rift verwendet haben soll. John McCarmack streitet dies ab.

Quelle: Reuters