Oculus Rift im Panzer : Oculus Rift im Panzer - inspiriert von Videospielen wie Battlefield. Oculus Rift im Panzer - inspiriert von Videospielen wie Battlefield.

Die norwegische Armee testet das Virtual-Reality-Headset als Sichtgerät für Panzerfahrer. Dazu wurden an einem Panzer vier Kameras angebracht, die mit einem herkömmlichen PC im Fahrzeug in Verbindung stehen, an dem wiederum das Oculus Rift angeschlossen ist. Eine speziell entwickelte Software verarbeitet die Daten der Kameras so, dass für den Fahrer ein normaler Blickwinkel entsteht. Jede Seite besitzt dabei einen Blickwinkel von 185 Grad. Da die Kameras rund um den Panzer angebracht sind, wird so ein Rundumblick für den Fahrer berechnet, der es ihm erlaubt, so »durch« das Fahrzeug zu sehen, als sei es transparent.

In Spielen wie Battlefield hätten Gamer eine wesentlich bessere Sicht als in der Realität, doch mit der Software für Oculus Rift könne man Elemente hinzufügen, die man sonst nur aus Videospielen kennt. So könnte eine Karte eingeblendet oder wichtige Daten wie die Geschwindigkeit oder Neigung angezeigt werden. Ohne Oculus Rift sei man im Panzer nach dem Schließen aller Luken fast blind, mit dem VR-Headset sehe man so gut, als würde man aus der Luke herausschauen. Allerdings sei das für die Augen wegen des künstlichen Bildes anstrengender und ermüdend. Der Einsatz von Oculus Rift sei daher nur dann sinnvoll, wenn man eventuell unter Beschuss geraten könne, bei längeren Fahrten seien offene Luken angeraten.

Das Kamera-Set, das für den Test zum Einsatz kommt, hat gerade einmal 2.000 US-Dollar gekostet. Militärische Kameras kosten jedoch bis zu 100.000 US-Dollar, so der Bericht auf tu.no. Oculus Rift ist mit 350 US-Dollar sogar um den Faktor 100 günstiger als ähnliche Hardware für militärische Zwecke. Dank der Übernahme vom Oculus VR durch Facebook geht das norwegische Militär davon aus, dass der Fortschritt schnell voranschreitet und aus dem Test ein einsatzfähiges Konzept wird.