Oculus Rift zum Selbstkostenpreis : Oculus Rift wird laut Analysten trotz Selbstkostenpreis über 350 US-Dollar kosten. Oculus Rift wird laut Analysten trotz Selbstkostenpreis über 350 US-Dollar kosten.

Der mögliche Preis des Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift ist in den vergangenen Monaten ständig gestiegen und hat sich von der ehemals genannten Untergrenze von 200 US-Dollar deutlich entfernt. Laut Oculus-Gründer Palmer Luckey müssen Interessenten nun mit einem Preis von über 350 US-Dollar rechnen. Diesen Preis haben Marktforscher von Credit Suisse als Grundlage für ihre Analyse genommen.

Sie gehen davon aus, dass Facebook als Besitzer von Oculus VR anfangs kein Interesse daran haben wird, mit der Hardware selbst Gewinne zu machen. Das neue Produkt dürfte so günstig wie möglich angeboten werden, um so für eine hohe Nachfrage zu sorgen. Der Preis von Oculus Rift wird demnach zunächst nur die Kosten decken und zum Start vielleicht sogar für Verluste für Facebook sorgen. Neu wäre diese Vorgehensweise nicht, die auch schon bei anderer Hardware wie Konsolen genutzt wurde, um für eine gute Installationsbasis zu sorgen. Für das Jahr 2016 erwarten die Marktforscher rund fünf Millionen Verkäufe des Oculus Rift.

Erst im Laufe der kommenden Jahre könnten dann erste Gewinne aus dem Verkauf des Virtual-Reality-Headsets eingefahren werden, frühestens aber im Jahr 2022 mit rund 50 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen beschränken sich komplett auf die Hardware. Oculus VR wird aber auch eigene Software und Spiele für Oculus Rift anbieten und mit vielen anderen Unternehmen in diesen Bereichen zusammenarbeiten.

Die so erzielten Einnahmen könnten dann die anfänglichen Verluste beim Verkauf des Virtual-Reality-Headsets zumindest teilweise ausgleichen oder sogar übertreffen. Allerdings wird Oculus Rift kein geschlossenes System sein, so dass neue Inhalte auch ohne Lizenzierung durch Oculus VR angeboten werden können.

Quelle: Barron‘s