Mit einer Diagonale von 34 Zoll gehört der Monitor zu den größten, die es zum gegenwärtigen Zeitpunkt am Markt gibt. Ebenso betrifft dies das Format, da 21:9 Panels derzeit noch zu einer seltenen Gattung gehören. Die Auflösung besticht mit 3440x1440 Pixeln, man hat also im Vergleich zu einem konventionellen Full HD-Panel mehr als die doppelte Menge an Bildpunkten zur Verfügung. Was die Konnektivität betrifft, fährt das LG-Monstrum mit jeweils zwei Buchsen für HDMI, Thunderbolt 2.0, USB 3.0 (up/down), USB 2.0 und einem PC- Audio Input auf. Zur Verfügung stehen ebenfalls zwei Lautsprecher mit sieben Watt, Funktionen zur Höhen- sowie Neigungsverstellung und einer Vorbohrung mit Gewinde für Wandhalterungen im VESA Format - ein sehr nützliches Feature für all jene, denen eine Montage auf Wallmounts oder Schwenkarmen wichtig ist. Was Kontrast, Betrachtungswinkel, Ausleuchtung und Reaktionszeit angeht, besitzt der Monitor im Vergleich zu Mitstreitern in seiner Preisklasse ähnliche bzw. adäquate Werte.

Kontrast: statisch 1000:1 / Dynamisch 10.000.000:1, Betrachtungswinkel 178°, Ausleuchtung 320cd/m², Reaktionszeit 5 ms, Höhenverstellbarkeit nach 2 Stufen, Vorbereitung für VESA 100, Vertikaler Neigungswinkel 5° nach vorne bzw. 15° nach hinten, Gewicht 7,7 Kg;

Design und Verarbeitungsqualität

Was Verarbeitung und Qualität des Monitors angeht gibt es nichts zu mäkeln. Das Design ist zeitlos schick, trotz Verwendung von Plastik wirkt der Monitor alles andere als billig. Vor allem die verchromten Seitenteile, die vergleichsweise dünnen Ränder und der Standfuß runden das optische Bild ab. Letzterer ist aus Aluminium und im Übergang mit Acrylglas bestückt, was dem Monitor ein »schwebendes« Flair verleiht. Positiv ist auch zu beurteilen, dass nichts wackelt und er auch auf glatten Hochglanzoberflächen gut und sicher steht. Wer allerdings überhaupt auf einen Standfuß verzichten möchte, wird trotzdem seine Freude haben: LG hat an der Rückseite vorgebohrte Löcher mit Gewinde für den Einsatz von Halterungen mittels Vesa 100x100 bereitgestellt. So kann der Monitor fix an eine Wand oder an eine (schwenkbare) Halterung angebracht werden; - sehr praktisch und ein Feature, welches man sich von mehr Herstellern erwarten würde.

Vorderansicht

Audiowiedergabe - Was, wie bitte?

Im Gegensatz zu vielen anderen Monitoren am Markt besitzt der LG 34UM95-P die Möglichkeit zur Audiowiedergabe. Vergleicht man den Sound mit anderen Geräten, so kommt man zum Schluss, dass er sich ungefähr auf dem Niveau von Mittelklasselautsprechern eines Fernsehers befindet. Ein Feature, das mir in diesem Zusammenhang am Monitor fehlt ist die Möglichkeit, den Ton nach meinem Geschmack anzupassen. Zumindest eine grobe Lautstärkenanpassung zwischen Bass und Höhen wäre nett gewesen, da sich beim Herumtüfteln in einem Softwareequalizer doch noch etwas Spielraum finden ließe, v.a. was die Basswiedergabe angeht. Dies macht den Sound etwas runder und weniger grell. In diesem Zusammenhang ist jedoch anzumerken, dass man beim Spielen oder Filmeschauen wohl in jedem Fall auf eine externe Wiedergabelösung zurückgreifen würde, sei es auf Lautsprecher oder Kopfhörer.

Bei integrierten Soundlösungen in Monitoren steht für mich per se nicht die Audioqualität, sondern eher die Möglichkeit zum Videoschauen beim Surfen im Vordergrund, sprich: Auch wenn man vorrangig Kopfhörer verwendet, hat man so die Möglichkeit, sich mit Freunden, die zu Gast sind, ein paar lustige Videos anzusehen, ohne Boxen herankarren zu müssen. Durch den entsprechenden Ausgang am Monitor lassen sich auch Kopfhörer anschließen, was vor allem für jene Personen angenehm ist, die sonst mühsam unter ihren Schreibtisch kriechen müssten, um etwas anzustecken. Zu meiner großen Verwunderung gefiel mir der Sound über den Monitor besser als bei Anschluss der Kopfhörer über den Output des Mainboards (Asus Z87-A). Es reichte nicht nur die Lautstärke für weitaus lauteres Hören mit großen, geschlossenen Kopfhörern, sondern auch die Wiedergabe im Bassbereich war um einiges präsenter als am Mainboard. LG hätte für mich hier den Vogel abgeschossen, wenn noch ein optischer Audioausgang mit am Bord gewesen wäre, um einen AVR-Receiver oder ähnliches anzuschließen.