Stagnierende OLED-Entwicklung : OLED TV LG EM9700 OLED TV LG EM9700

Einem Bericht des Wirtschaftsportals Bloomberg zufolge, wollen die beiden südkoreanischen Unternehmen Samsung und LG ihre Konzentration zurück auf 4K-Displays lenken und OLED in Zukunft weniger Beachtung - und Entwicklungszuschüsse - schenken. Grund sei die stagnierende Entwicklung auf dem OLED-Sektor. Vor allem die Produktion großer OLED-Displays sei noch sehr fehleranfällig und damit teuer. Die Ausbeute funktionierender Panels ist aktuell offenbar viel zu gering um einen größeren Markt bedienen zu können.

Die Milliarden bereits investierter Dollar sehe Bloomberg als verloren an, da die beiden Elektronik-Giganten LG und Samsung in absehbarer Zeit den Massenmarkt mit OLED nicht bedienen können. So hat LG bislang erst ein OLED-Modell veröffentlicht - der EM9700 ist aber aktuell nur in Südkorea und zu einem Preis von umgerechnet etwa 7.800 US-Dollar verfügbar. Samsung ist bislang mit keinem eigenen OLED-Fernseher auf dem Markt vertreten.

Auch der koreanische Analyst Jeon Byung Ki urteilt ähnlich vernichtend wie Bloomberg: LG und Samsung hätten sich "verkalkuliert" und dabei die UHD-Fernseher zu sehr vernachlässigt. Als Gewinner könnte daher Sony aus dem Rennen hervorgehen: Die Japaner haben die Massenfertigung von 4K-Displays sehr gut im Griff und bieten von den bekannten Markenherstellern die niedrigsten Preise für UHD-Fernseher. Den 55 Zoll großen Bravia X9 gibt es bei Sony für 4.999 Euro, vergleichbare Preise können Samsung und LG noch nicht bieten.

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LG EM9700 OLED TV