IFA 2013 : IFA 2013 IFA 2013

Auch Full-HD-Fernseher taten sich in ihrer Anfangszeit schwer auf dem Markt. Hohe Preise, fehlende Inhalte - die Argumente sind einst wie heute gleich geblieben: Auch UHD-TV kämpft noch mit der Käufer-Akzeptanz. Laut Bitkom könnte sich das bald geben. Bis 2016 wird UHD laut Branchenverband im Massenmarkt ankommen, so eine gemeinsam mit der Unternehmensberatung Deloitte veröffentlichte Studie.

4K und 8K werden sich schneller verbreiten als FullHD, so Klaus Böhm von Deloitte. Bis zum Jahr 2016 sollen bis zu 13,7 Millionen UHD-Endgeräte verkauft werden. Ein Grund für die steigende Nutzer-Akzeptanz sollen vor allem auch sinkende Marktpreise sein. Chinesische Hersteller bieten schon jetzt erste UHD-Fernseher für unter 2.000 Euro an, Markenhersteller wie Toshiba ziehen ebenfalls nach.

Dank der finalen Spezifizierung von HDMI 2.0 steht nun auch eine akzeptierte und bekannte Schnittstelle für UHD-Auflösungen mit mehr als 30 Bildern pro Sekunde bereit. So lassen sich erstmals auch UHD-3D-Inhalte per HDMI flüssig übertragen. Alternative Schnittstellen wie DVI oder Displayport konnten sich bislang nicht durchsetzen.

Knifflig wird indes auch weiterhin die Versorgung der UHD-TV-Käufer mit Inhalten sein. Zwar produzieren bereits zahlreiche Hollywood-Studios in UHD-Auflösungen, es fehlt jedoch eine Möglichkeit, die Inhalte zum Zuschauer zu bekommen. Blu-ray ist aufgrund zu geringer Kapazitäten nur bedingt geeignet, Onlinedienste kämpfen vor allem in Deutschland mit mangelhafter Breitband-Versorgung. Immerhin gibt es gute Nachrichten von der Kompressions-Front: DivX 10 unterstützt den effizienten Codec H.265 und halbiert damit den Platzbedarf bei gleichbleibender Bildqualität gegenüber H.264.