Microsoft Research : Der Chef-Forscher Rick Rashid demonstrierte das System in Tianjin, China, auf einer Veranstaltung von Microsoft Research. Die von ihm gesprochenen Worte wurden bei der Präsentation zunächst einfach nur erkannt und als Schrift auf dem Bildschirm ausgegeben.

Die Fehlerquote von einem falschen Wort in sieben oder acht Wörtnern liegt dabei laut Rashid deutlich niedriger als bei bisherigen Systemen und sei sogar der größte Fortschritt seit 1979.Mit mehr gewonnenen Daten soll die Fehlerquote aber weiter sinken.

Im zweiten Schritt wurde der erkannte Text zunächst Wort für Wort in Chinesisch übersetzt, was noch relativ einfach sei. Danach wurden die Wörter korrekt positioniert, um der chinesischen Sprache zu entsprechen, das sei ein sehr wichtiger Schritt. Durch die immer noch vorhandenen Fehler könne es zwar gelegentlich zu lustigen Resultaten kommen, doch die Technik sei jetzt schon sehr hilfreich.

Im dritten Schritt wurden Daten der Aussprache eines muttersprachlichen Chinesen mit Daten der Stimme von Rashid kombiniert. Der übersetzte Text wurde dann in Chinesisch mit der Stimme des Forschers ausgegeben. Die 2000 anwesenden chinesischen Studenten reagierten bei jedem Satz begeistert.

Während der Präsentation betont Rashid zwar immer wieder, dass die Resultate noch nicht perfekt sind, die Forscher hoffen aber, in ein paar Jahren mit solchen Systemen die Sprachbarrieren der Welt komplett zu durchbrechen. In einem Blogbeitrag, der auch ein Video der Vorführung enthält, schreibt der Microsoft-Forscher, dass es wohl nicht mehr bis zum 22. Jahrhundert dauern werde, bis es einen Star Trek-ähnlichen Universalübersetzer gibt.