Der Samsung Syncmaster P2770HD kann als vollwertiges Fernsehgerät fungieren. Er hat einen integrierten TV-Tuner und lässt sich neben HDMI, VGA und DVI auch via Komponente und Scart ansprechen. Der Hersteller gibt Reaktionszeiten von 5 ms an und dabei einen dynamischen Kontrast von 50.000:1. Mit einen Preis von etwa 300 Euro ist der P2770HD einer der günstigeren 27-Zöller. Im nachfolgenden Test erfahren Sie, inwieweit die Bildqualität des P2770HD zum Spielen geeignet ist.

Samsung Syncmaster P2770HD : Der Samsung Syncmaster P2770HD bietet unter anderem einen Digitaltuner für DVB-T und DVB-C. Der Samsung Syncmaster P2770HD bietet unter anderem einen Digitaltuner für DVB-T und DVB-C.

Spiele-Test

Die gemessene Reaktionszeit liegt mit 7,2 ms absolut im vertretbaren Rahmen. Auch die Interpolationsleistung des Bildschirms bei niedrigeren Auflösungen als der nativen 1920x1080 Bildpunkte finden wir durchweg befriedigend. Erst beim Spielen fiel uns eine leichte Schlierenbildung an den Kanten auf. Bei schnellen Bewegungen mit der Maus zieht der Monitor zudem leichte Schlieren, die je nach Situation deutlich erkennbar waren. Der P2770HD ist nicht 120-Hz-fähig und kann folglich auch keine 3D-Inhalte wiedergeben.

Um die bestmögliche Bildqualität zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen bei diesem Monitor den DVI-Anschluss zu verwenden. Um auch über ein HDMI-Kabel pixelgenaue Bilddarstellung zu bekommen, ist etwas Einstellungsarbeit nötig: Rufen Sie das Menü auf und navigieren zu dem Punkt »Quellen, HDMI« Hinter der völlig irreführenden Bezeichnung »Name bearb.« definieren Sie den »PC« als Bildquelle. Nur in dieser Konfiguration ist die Bildqualität optimal. Anderenfalls zeigt der Monitor die Bildinhalte von der Grafikkarte nicht Pixel für Pixel und dementsprechend matschig an.

Bildqualität

Der Samsung Syncmaster P2770HD liefert eine gute Bildqualität, wenn er auch einige Angaben des Herstellers nicht einhalten kann. Laut Datenblatt schafft er eine Helligkeit von 300 cd/m² – diesen Wert unterschreitet er aber im Testlabor und erreicht sogar nur verhältnismäßig geringe 223 cd/m². Damit lässt es sich zwar noch problemlos spielen, doch kann es vorkommen, dass der Monitor in sehr heller Umgebung etwas dunkel wirkt. Auch der gemessene Kontrast von 818:1 ist unterdurchschnittlich, während die Ausleuchtung mit knapp 90 % sehr gut ist. Da der Monitor wie die anderen Testkandidaten ein TN-Panel verwendet, sollten Sie möglichst gerade auf das Display blicken, weil bei einem weiten Blickwinkel Farbverfälschungen auftreten. Besonders nach oben hin tritt dieser Effekt schnell auf.

Ausstattung und Co.

Samsung Syncmaster P2770HD : Der Samsung Syncmaster P2770HD bietet eine Vielzahl an Anchlussmöglichkeiten. Der Samsung Syncmaster P2770HD bietet eine Vielzahl an Anchlussmöglichkeiten. Der Samsung Syncmaster P2770HD steht sehr wackelig auf seinem Standfuß. Aufgrund seines hohen Gewichts von über acht Kilogramm genügen schon kleinere Erschütterungen, um den 27-Zoll-Riesen gefährlich zum wackeln zu bringen. Um den Neigungswinkel des Bildschirms zu verstellen, müssen Sie beherzt vorgehen, denn das Gelenk ist sehr schwergängig. Auch die Menüführung krankt beim P2770HD, denn zum einen setzt Samsung bei diesem Modell auf einen berührungsempfindlichen Rahmen zur Steuerung, dessen »Tasten« teilweise nicht und oft zu spät reagieren. Um im Dunkeln Menüeinstellungen vorzunehmen, sind die Tasten rot illuminiert. Das Menü selbst ist recht groß geraten und bietet größenteils nachvollziehbare Kategorien. Die Navigation wird aber durch das »Verschlucken« von Eingaben und der Verzögerung zu einer ziemlich fummeligen Angelegenheit. Einfache Tasten hätten den Samsung deutlich benutzerfreundlicher gemacht.

Über die mitgelieferte Fernbedienung konnten wir den Monitor wesentlich besser bedienen. Als einer der ganz wenigen Monitore im Test bisher hat der Syncmaster P2770HD Anschlüsse für Scart und Komponente, über die Sie älteren Video-Signale einspeisen können. Zusätzlich hat Samsung bei diesem Modell einen Tuner für DVB-T, DVB-C und analoge Fernseh-Signale verbaut.