Creative Soundblaster Recon 3D

Soundkarten   |   Datum: 16.06.2012
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Creative Soundblaster Recon 3D im Test

Quad-Core-Soundkarte für Headset-Spieler

Mit der Soundblaster Recon 3D löst Creative die sieben Jahre alte X-Fi ab. Wir lauschen der Soundkarte und verraten, was die Soundblaster Recon 3D im Test leistet.

Von Florian Klein |

Datum: 16.06.2012


Zum Thema » Auzentech X-Fi Forte 7.1 im Test Exzellent klingende X-Fi » Creative X-Fi Titanium im Test Toller Spiele-Klang für PCI-Express Die bereits vor einigen Monaten vorgestellte und mittlerweile auch verfügbare Soundblaster Recon 3D-Serie löst die bereits 2005 vorgestellte Soundblaster X-Fi ab. Bisher sind vier Recon-3D-Modelle erhältlich.

Drei davon als interne PC-Soundkarten mit PCI-Express-1x-Anschluss: die Creative Soundblaster Recon 3D ab 65 Euro (Bulk-Version ohne Zubehör), die Soundblaster Recon 3D Fatal1ty Professional für etwa 125 Euro und die Recon 3D Fatal1ty Champion zu einem Preis von etwa 160 Euro. Dazu kommt noch eine USB-Variante namens Recon 3D USB (85 Euro). Wir testen die drei internen Recon-3D-Modelle, die sich nur in der Ausstattung und der Optik unterscheiden. So bringt die Recon 3D Fatal1ty Professional im Gegensatz zum Basismodell ein kleines Stereomikrofon mit, besitzt eine Metallabschirmung mit Sichtfenster und wird von zwei roten LEDs beleuchtet. Der Fatal1ty Champion-Variante wiederum liegt zusätzlich noch ein 5,25-Zoll-Fronteinschub mit Mikrofon- und Line-Eingang, Lautstärke- sowie Effektregler bei.

Anders als bei der X-Fi-Generation und angesichts der deutlichen Preisunterschiede etwas überraschend unterscheiden sich die drei Modelle klanglich nicht im Geringsten. Denn bei den Recon-3D-Karten steckt der wichtige Digital-Analog-Wandler direkt im Chip statt wie bislang separat auf der Platine – die Möglichkeit, Soundblaster-Karten mit besser klingenden Wandlern und Vorverstärkern auszustatten (siehe Auzentech X-Fi Forte 7.1 ), fällt damit bei der Recon-Serie weg.

Creative Soundblaster Recon 3D : Die Basisvariante Soundblaster Recon 3D besitzt keine Metallabschirmung, sondern nur eine blaue Plastikkappe über dem Soundchip. Anschlüsse und Klang sind aber identisch zu den teureren Varianten.

Recon 3D
Die Basisvariante Soundblaster Recon 3D besitzt keine Metallabschirmung, sondern nur eine blaue Plastikkappe über dem Soundchip. Anschlüsse und Klang sind aber identisch zu den teureren Varianten.

Technisch ein Rückschritt?

Überhaupt wirken die Soundblaster Recon 3D-Modelle im Test in vielerlei Hinsicht auf uns eher als ein Rückschritt gegenüber der X-Fi zu sein: So hat Creative den für Hobbymusiker interessanten Audioerstellungsmodus samt Midi-Synthesizer komplett gestrichen und der digitale Klangprozessor (»DSP«) ist nicht mehr frei programmierbar. Auch die für Musiker wichtigen ASIO-Treiber für möglichst latenzfreie Wiedergabe fehlen bei der Recon 3D.

Creative Soundblaster Recon 3D : Die USB-Variante der Recon 3D funktioniert an PC, Mac Playstation 3 und Xbox 360. Die USB-Variante der Recon 3D funktioniert an PC, Mac Playstation 3 und Xbox 360. Wer Spieleklang digital an ein 5.1-System übergeben will, muss zudem auf das DTS-Connect-Verfahren verzichten und Dolby Digital Life nutzen. Die X-Fi-Karten beherrschen noch beide Varianten, ebenso wie 7.1-Ausgabe, während sich die Recon 3D auf maximal 5.1 beschränkt und zudem die THX-Lautsprecherkonfiguration unter den Tisch fallen lässt.

Und obwohl Creative den Chip der Recon 3D vollmundig als Quad-Core-Soundprozessor bewirbt, scheinen sowohl Rechenleistung als auch Konfigurierbarkeit geringer als bei der X-Fi-Generation. So lässt die Recon 3D die EAX-Effekte jetzt per Software von der CPU berechnen, während eine X-Fi dafür noch Hardware-Beschleunigung bietet. Fairerweise ist das im Zeitalter der Multi-Core-CPUs aber kein merklicher Nachteil mehr, denn die Prozessoren bieten mittlerweile so viel Leistung, dass durch die EAX-Berechnung im Test kein spürbarer Performance-Nachteil mehr entsteht, ganz anders als noch zu Zeiten der Einkernprozessoren wie etwa dem Pentium 3 oder 4.

Creative Soundblaster Recon 3D : Der Soundcore 3D genannte Chip (Mitte) ist winzig, die (im Foto abgeschraubte) blaue Plastikappe dient nur zum Schutz und optischen Zwecken, eine Kühlfunktion besitzt sie nicht. Der Soundcore 3D genannte Chip (Mitte) ist winzig, die (im Foto abgeschraubte) blaue Plastikappe dient nur zum Schutz und optischen Zwecken, eine Kühlfunktion besitzt sie nicht.

Neues bei der Recon 3D

Nach all den Nachteilen und Einschränkungen der Recon 3D gegenüber den X-Fi-Vorgängern gibt es aber auch Positives zu berichten. So besitzen die Recon-3D-Karten zusätzlich zu den drei 3,5-mm-Klinkenausgängen für die analoge 5.1-Wiedergabe jetzt einen separaten Kopfhörerausgang, sodass sich Lautsprecher und Headset gleichzeitig anschließen lassen. Zwischen Headset-Ausgang und Lautsprechern wechseln Sie dabei per Treiber mit wenigen Mausklicks, und auch das nervige Umstecken entfällt.

Dazu kommen noch jeweils ein digitaler, optischer Aus- und Eingang sowie ein auf der Platine angebrachter Stecker für eventuell vorhandene Audio-Anschlüsse an der Front des PC-Gehäuses. Dass sich Creative bei der Recon-Serie speziell an Headset-Spieler gedacht hat, zeigt auch der eigens für Kopfhörer gedachte Vorverstärker, der selbst bei Studiokopfhörern mit großen Lautsprechern für ausreichend Lautstärke sorgt.

Treiber

Eine der größten Verbesserungen der Recon 3D ist unterm Strich auf jeden Fall der Treiber. War es bei der X-Fi noch relativ umständlich, zwischen den drei Modi (Spiel, Unterhaltung, Musikerstellung) umzuschalten und dann trotzdem viele Einstellungen wie etwa die Mikrofonempfindlichkeit über die Windows-Systemsteuerung anpassen zu müssen, so vereint der Recon-3D-Treiber alle für die Klangsteuerung relevanten Regler.

Ein Klick auf das (optionale) Symbol im Systray neben der Windows-Uhr und das übersichtliche Menü öffnet sich. Hier schalten Sie etwa zwischen Headset- und Lautsprechern um, definieren die Lautstärke einzelner Kanäle, regeln die Mikrofonempfindlichkeit oder die Trennfrequenz für den Bass, was besonders bei 2.1- und 5.1-Anlagen hilfreich ist. Dazu lassen sich alle Einstellungen in Profilen speichern beziehungsweise leicht aus dem Internet laden und importieren.

Unter »THX Trustudio Pro« regeln Sie die Intensität der Raumklangsimulation und der »Crystalizer«-Funktion, die vor allem flachen MP3s subjektiv hörbar mehr Dynamik verschafft. »Smart Volume« passt die die Lautstärke verschiedener Klangquellen automatisch an und »Dialog Plus« sorgt für besser Sprachverständlichkeit in Filmen und Zwischensequenzen.

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Avatar YouFail
YouFail
#1 | 16. Jun 2012, 01:11
Merke keinen Unterschied zwischen Onboard und speziellen Soundkarten, aber jedem sein Hobby :D
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Avatar Magicnorris
Magicnorris
#2 | 16. Jun 2012, 01:28
Zitat von YouFail:
Merke keinen Unterschied zwischen Onboard und speziellen Soundkarten, aber jedem sein Hobby :D

Dann nehme ich mal an, dass du nicht die entsprechenden Lautsprecher hast.
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Avatar xenix1
xenix1
#3 | 16. Jun 2012, 01:29
Geht mir ganz genau so, früher haben sie CPU ganz schön entlastet, heute fällt es mir gar nicht mehr auf.
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Avatar krucki
krucki
#4 | 16. Jun 2012, 01:57
Sehr enttäuschend was Creative da abliefert. Hatte eher an eine Verbesserung der X FI gedacht, na das war wohl nichts.
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Avatar Lumilicious
Lumilicious
#5 | 16. Jun 2012, 02:11
Zitat von Magicnorris:

Dann nehme ich mal an, dass du nicht die entsprechenden Lautsprecher hast.

bzw Kopfhörer. Ich höre schon einen enormen Unterschied zwischen einem Realtek Onboard-chip, einer normalen X-Fi Titanium und meiner Auzentech Bravura (die einen KHV, und auswechselbare OPAMPs hat).

Das ganze wird umso deutlicher, wenn man einen Hochohmigen Kopfhörer an einer kleinen Xfi/Onboard Karte betreibt - da diese keinen Kopfhörerverstärker haben, der zwingend Notwendig ist, wenn man gewisse Kopfhörer benutzt.

Anyways: die wichtigste Frage wird in dem Test nicht beantwortet, vor allem weil es damit in den letzten Jahren bei Creative Probleme gab. Wie sieht die Zuverlässigkeit der Treiber unter Windows 7 (und Vista, eventuell auch Win8) aus?

Bei meiner Bravura (nutzt die Creative XFI Treiber) und meiner Titanium (in nem anderen Rechner) passiert es sehr oft, dass mein Win7 die Karten überhaupt nicht mehr erkennt und ein Reboot nötig ist (oder ein "schnelles" deinstallieren über den Geräte Manager, was leider alle Einstellungen löscht). Öfter auch mehrere Reboots bis sie wieder erkannt wird.
Ich bin nicht der einzige mit dem Problem, es ist ja durchaus bekannt dass das wohl bei jeder X-Fi unter Win7/Vista ab und zu passiert.

Ist das bei den Recon Modellen immer noch der Fall? Wie lange wurden die Karten getestet?

Wegen diesem Scheiß überlege ich jetzt schon seit ein paar Monaten auf eine Xonar Essence STX von Asus umzusteigen, da die Treiber dort wohl besser laufen sollen.

Wäre mal interessant zu wissen, ob Creative das in den Griff bekommen hat.
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Avatar Kehool
Kehool
#6 | 16. Jun 2012, 02:19
Zitat von Magicnorris:

Dann nehme ich mal an, dass du nicht die entsprechenden Lautsprecher hast.


das entsprechende lautsprecher set bekommt man aber auch nicht unter 500€ insofern ist es für die meisten nutzer ziemlich egal

auf 200€ lautsprechern klingt onboard und dedizert so ziemlich gleich, vor allem wenn das spiel, oder die audiodatei nicht mehr hergibt
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Avatar Wasper
Wasper
#7 | 16. Jun 2012, 02:33
Zitat von Kehool:


das entsprechende lautsprecher set bekommt man aber auch nicht unter 500€ insofern ist es für die meisten nutzer ziemlich egal


Was ein Blödsinn. Wenn man keine Ahnung hat...
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Avatar jo0
jo0
#8 | 16. Jun 2012, 02:45
Zitat von YouFail:
Merke keinen Unterschied zwischen Onboard und speziellen Soundkarten, aber jedem sein Hobby :D


Den Klangunterschied zwischen einer Onboard Soundkarte und einer Externen hört meiner Meinung nach schon bei 20€ Headsets...

Muss aber auch sagen, dass ich schon länger keine Onboard Soundkarte mehr gehört habe.. Vielleicht sind die ja mittlerweile etwas besser geworden..
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Avatar KaiserBecks
KaiserBecks
#9 | 16. Jun 2012, 02:45
Man sollte zu einer X-Fi der Vorgaengergeneration greifen? Asus Karten sind sowohl fuer Spieler als auch fuer Musikliebhaber seit Jahren besser.
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Avatar Master T.W.
Master T.W.
#10 | 16. Jun 2012, 03:02
Onboard Chips hören sich doch wunderbar an... einen echten Unterschied höre ich auch nicht. Vielleicht wäre was zu bemerken, wenn ich auf Knopfdruck sekündlich hin- und herschalten könnte. So nutze ich meine Xonar D1 nur, um Musik auf die Boxen (KRK Rp5 G2 Rokit) zu bekommen, während der Rest über onboard aufs Headset geht.
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