Zum Thema » Welche Android-Oberfläche ist die beste? » Android-Rooting: So geht's » Android Market gegen Apple App Store Wenn Sie Ihr Android-Smartphone rooten - also quasi die Admin-Rechte des Geräts freischalten - entfesseln Sie damit das volle Potenzial des Handys: Verbesserungen in Geschwindigkeit, Akkulaufzeit und Anpassbarkeit sind nur ein paar der möglichen Vorteile. Gute Informationen zum Thema Rooting sind allerdings schwer zu beschaffen und auch viele Falsch-Informationen und -Tricks geistern im Netz umher. Wir beantworten deshalb im folgenden einige der größten Fragen rund ums Rooting und sagen Ihnen, worauf Sie bei einer solchen Aktion unbedingt achten sollten.

Lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?

Das ist natürlich Ansichtssache, viele beantworten diese Frage jedoch mit einem blitzschnellen Ja. Oft werden die Smartphones nach einem Root schneller, als sie es jemals waren, der Akku hält deutlich länger durch und man erhält Zugriff auf zahlreiche neue und coole Funktionen. Sein Android-Gerät zu rooten ist eigentlich ein ziemlich schneller Prozess, die Komplexität der Aktion hängt jedoch stark von Ihrer Situation ab. Sobald Sie Ihr Smartphone gerootet haben, können Sie damit beginnen, Apps zu installieren, die die neuen Funktionen des Geräts ausnutzen.

Ist es nicht furchtbar schwierig, mein Smartphone zu rooten?

Ja und nein. Das hängt ganz davon ab, welches Handymodell Sie besitzen. Bei vielen Geräten wie dem Nexus One, dem Motorola Defy und dem Evo 4G ist ein Root sehr einfach: Sie laden einfach eine App wie zum Beispiel Simple Root, Universal 1-Click oder Z4root herunter, die Ihr Smartphone garantiert sicher mit nur einem Klick rooten. Diese Apps sind zwar nicht länger im Android Market erhältlich, Sie können sie dennoch online finden, herunterladen und auf einer SD-Karte installieren.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die verschiedenen Programme auf vielen, nicht aber auf allen Geräten lauffähig sind. Z4root zum Beispiel funktioniert auf den meisten Android-Smartphones, mit Ausnahme von HTC-Modellen wie beispielsweise dem HTC Desire S . Andere Rooting-Apps funktionieren nur bis Android 2.2 (Froyo), nicht mehr mit neueren Builds. Rooting ist also abhängig vom Gerät und der OS-Version - kontrollieren Sie also unbedingt im Vorfeld, ob die von Ihnen gewählte App ihr Modell und Ihre Betriebssystem-Version unterstützt.

Kann man Smartphone beim Rooten kaputt gehen?

Das sogenannte »Bricking« ist eines der am meisten diskutierten Probleme beim Rooting. Dabei geht es darum, dass beim Rooting etwas schiefläuft und es das einst funktionsfähige Smartphone in einen nutzlosen Briefbeschwerer oder Backstein (engl. »brick«) verwandelt. Zwar liegt ein solcher Fall beim Rooting-Prozess nicht grundsätzlich außerhalb des möglichen, aber allgemein kann man sagen, dass Android Smartphones ausgesprochen schwer kaputtzukriegen sind. Ja, sogar das Droid X, das als "nicht-rootfähiges Smartphone" angepriesen wurde, konnte mit Z4root sicher geknackt werden. Sollten sich Ihr Smartphone tatsächlich einmal in einer nicht enden wollenden Boot-Schleife befinden, müssen Sie unter Umständen das Gerät mit dem PC verbinden und den Code umschreiben. Sind Sie aber ein geduldiger Mensch und bereit, ein bisschen mehr Zeit ins Recherchieren und Lesen zu stecken, finden Sie fast immer einen Weg, das Smartphone in seinen Werkszustand zurückzusetzen.

Ein häufiger Fehler, der oft zum »Bricking« führt, ist ein Smartphone-Akku, der mitten im Rooting-Prozess schlapp macht. Dadurch installiert das Betriebssystem die gewünschte Software nur teilweise auf dem Smartphone - und das wiederum ist ganz schön knifflig zu reparieren. Achten Sie also darauf, dass Ihr Akku voll geladen ist oder sich das Smartphone am Ladekabel befindet, bevor Sie mit dem Rooting beginnen.