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Android-Smartphones rooten

FAQ: Die wichtigsten Fragen beantwortet

Sie denken darüber nach, Ihr Android-Handy zu rooten? Wir beantworten die wichtigsten Fragen vorab und helfen Ihnen Vor- und Nachteile abzuwägen.

Von PCWelt.de |

Datum: 18.07.2011


Zum Thema » Welche Android-Oberfläche ist die beste? » Android-Rooting: So geht's » Android Market gegen Apple App Store Wenn Sie Ihr Android-Smartphone rooten - also quasi die Admin-Rechte des Geräts freischalten - entfesseln Sie damit das volle Potenzial des Handys: Verbesserungen in Geschwindigkeit, Akkulaufzeit und Anpassbarkeit sind nur ein paar der möglichen Vorteile. Gute Informationen zum Thema Rooting sind allerdings schwer zu beschaffen und auch viele Falsch-Informationen und -Tricks geistern im Netz umher. Wir beantworten deshalb im folgenden einige der größten Fragen rund ums Rooting und sagen Ihnen, worauf Sie bei einer solchen Aktion unbedingt achten sollten.

Lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?

Das ist natürlich Ansichtssache, viele beantworten diese Frage jedoch mit einem blitzschnellen Ja. Oft werden die Smartphones nach einem Root schneller, als sie es jemals waren, der Akku hält deutlich länger durch und man erhält Zugriff auf zahlreiche neue und coole Funktionen. Sein Android-Gerät zu rooten ist eigentlich ein ziemlich schneller Prozess, die Komplexität der Aktion hängt jedoch stark von Ihrer Situation ab. Sobald Sie Ihr Smartphone gerootet haben, können Sie damit beginnen, Apps zu installieren, die die neuen Funktionen des Geräts ausnutzen.

Ist es nicht furchtbar schwierig, mein Smartphone zu rooten?

Ja und nein. Das hängt ganz davon ab, welches Handymodell Sie besitzen. Bei vielen Geräten wie dem Nexus One, dem Motorola Defy und dem Evo 4G ist ein Root sehr einfach: Sie laden einfach eine App wie zum Beispiel Simple Root, Universal 1-Click oder Z4root herunter, die Ihr Smartphone garantiert sicher mit nur einem Klick rooten. Diese Apps sind zwar nicht länger im Android Market erhältlich, Sie können sie dennoch online finden, herunterladen und auf einer SD-Karte installieren.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die verschiedenen Programme auf vielen, nicht aber auf allen Geräten lauffähig sind. Z4root zum Beispiel funktioniert auf den meisten Android-Smartphones, mit Ausnahme von HTC-Modellen wie beispielsweise dem HTC Desire S . Andere Rooting-Apps funktionieren nur bis Android 2.2 (Froyo), nicht mehr mit neueren Builds. Rooting ist also abhängig vom Gerät und der OS-Version - kontrollieren Sie also unbedingt im Vorfeld, ob die von Ihnen gewählte App ihr Modell und Ihre Betriebssystem-Version unterstützt.

Kann man Smartphone beim Rooten kaputt gehen?

Das sogenannte »Bricking« ist eines der am meisten diskutierten Probleme beim Rooting. Dabei geht es darum, dass beim Rooting etwas schiefläuft und es das einst funktionsfähige Smartphone in einen nutzlosen Briefbeschwerer oder Backstein (engl. »brick«) verwandelt. Zwar liegt ein solcher Fall beim Rooting-Prozess nicht grundsätzlich außerhalb des möglichen, aber allgemein kann man sagen, dass Android Smartphones ausgesprochen schwer kaputtzukriegen sind. Ja, sogar das Droid X, das als "nicht-rootfähiges Smartphone" angepriesen wurde, konnte mit Z4root sicher geknackt werden. Sollten sich Ihr Smartphone tatsächlich einmal in einer nicht enden wollenden Boot-Schleife befinden, müssen Sie unter Umständen das Gerät mit dem PC verbinden und den Code umschreiben. Sind Sie aber ein geduldiger Mensch und bereit, ein bisschen mehr Zeit ins Recherchieren und Lesen zu stecken, finden Sie fast immer einen Weg, das Smartphone in seinen Werkszustand zurückzusetzen.

Ein häufiger Fehler, der oft zum »Bricking« führt, ist ein Smartphone-Akku, der mitten im Rooting-Prozess schlapp macht. Dadurch installiert das Betriebssystem die gewünschte Software nur teilweise auf dem Smartphone - und das wiederum ist ganz schön knifflig zu reparieren. Achten Sie also darauf, dass Ihr Akku voll geladen ist oder sich das Smartphone am Ladekabel befindet, bevor Sie mit dem Rooting beginnen.

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Avatar dj_sefil
dj_sefil
#1 | 18. Jul 2011, 16:44
kann man sich das rooten wie den jailbreak bei einem iPhone vorstellen ? oder ist es doch was komplett anderes ?
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Avatar treas1983
treas1983
#2 | 18. Jul 2011, 16:56
jo ist in etwa das gleiche
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#3 | 18. Jul 2011, 18:47
Zitat von dj_sefil:
kann man sich das rooten wie den jailbreak bei einem iPhone vorstellen ? oder ist es doch was komplett anderes ?


Eigentlich gibst du dir selbst nur mehr Rechte (root user) + benutzt dazu eine "Custom Firmware" und hast somit mehr Möglichkeiten zur Verfügung.

Ist beim Android aber nicht zwingend notwendig, da du dich nicht in einem Jail wie beim Iphone befindest. Die meisten die ich kenne jailbreaken ihr Iphone für gecrackte oder custom Apps und das entfällt beim Android (ist auch ohne root möglich).

Wenn du aber gerne an dem System rumspielst und bestimmte Apps benutzen möchtest (die ein root voraussetzen) dann ist es empfehlenswert. Das ist meine Sicht als Android-Benutzer, fragst du jemand anderen wird er dir vermutlich etwas anderes erzählen. Aber so hast du wenigstens schon einmal eine Meinung.
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Avatar Peperoncino
Peperoncino
#4 | 18. Jul 2011, 19:46
Zitat von treas1983:
jo ist in etwa das gleiche


Bei Apple ist es so, dass du ohne Jailbreak nur auf Software die von Apple genehmigt wurde zurückgreifen kannst. Ob durch einen Jailbreak auf ein iphone mit uneingeschränkten Rechten zugreifen kannst, das weiß ich nicht. Müsste eventuell jemand sagen der ein iphone hat.

Bei Android ist es so, dass es in den Einstellungen einen Menüpunkt "unsichere Quellen zulassen" gibt mit dem du alle sämtliche Software die es gibt auf dem Gerät installieren kannst. Einige Hersteller (uA HTC) haben zusätzlich Sicherheitsfeatures. Wenn ichs richtig verstanden habe, dann ist die Systempartition auf HTC-Geräten Schreibgeschützt. Den Schutz kann man nur aufheben, wenn man das Gerät gerootet hat. D.h. nur durchs rooten alleine hat man keinen Zugriff auf die Systempartition.
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Avatar flown
flown
#5 | 18. Jul 2011, 20:53
Ich verstehe sowas nicht, ebensowenig das Jailbreaken. Ich habe ein normales Smartphone, ich kann damit Telefonieren, Filmen, Surfen etc. und viele Apps gibt es auch noch gratis. Warum muss ich damit noch rumexperimentieren und es möglicherweise dabei crashen? (Die Möglichkeit besteht ja immerhin)
Von mir aus soll das jeder halten wie er möchte aber manchmal haben sich sogar die Hersteller was bei ihrer Software gedacht und vor allem: Leute! das ist ein Telefon! Damit muss man gar nicht die Welt retten können, es sollte nur lange zuverlässig erreichbar machen. Aber vlt. bin ich dafür auch einfach zu alt :D
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Avatar Peperoncino
Peperoncino
#6 | 18. Jul 2011, 21:37
Zitat von flown:
Ich verstehe sowas nicht, ebensowenig das Jailbreaken. Ich habe ein normales Smartphone, ich kann damit Telefonieren, Filmen, Surfen etc. und viele Apps gibt es auch noch gratis. Warum muss ich damit noch rumexperimentieren und es möglicherweise dabei crashen? (Die Möglichkeit besteht ja immerhin)
Von mir aus soll das jeder halten wie er möchte aber manchmal haben sich sogar die Hersteller was bei ihrer Software gedacht und vor allem: Leute! das ist ein Telefon! Damit muss man gar nicht die Welt retten können, es sollte nur lange zuverlässig erreichbar machen. Aber vlt. bin ich dafür auch einfach zu alt :D


Vielleicht einfach, weil die mitgelieferte Software nicht dem entspricht was ich mir vorstelle. Es fängt schon einmal damit an, dass vom Hersteller und vom Provider diverse Anwendungen mit aufs Gerät kommen die sich a) in ihrer Funktion doppeln b) absolut nutzlos sind und c) einfach nicht gelöscht werden können, weil das Gerät ein Branding hat. Das artet teilweise so weit wie auf Komplett-PCs und Laptops aus.

Außerdem werden die optischen Gestaltungsmöglichkeiten von einzelnen Herstellern eingeschränkt. Zudem läuft auf meinem Gerät zumindest das HTC-Sense nicht ideal. Da ist es regelmäßig vorgekommen, dass ich Warteanimationen nach dem Schließen des Startmenüs oder gar Ruckler im Menü hatte. Das darf bei einem Oberklassegerät wie dem Desire Z einfach nicht passieren.

Aber das ist ja das tolle an Android. Wenn es dir nicht passt was der Hardwarehersteller drauß macht, dann kannst du es nach deinen Vorstellungen verändern. Oder auch nicht :)
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Avatar TANKCOM
TANKCOM
#7 | 18. Jul 2011, 22:53
Zitat von Peperoncino:


Bei Apple ist es so, dass du ohne Jailbreak nur auf Software die von Apple genehmigt wurde zurückgreifen kannst. Ob durch einen Jailbreak auf ein iphone mit uneingeschränkten Rechten zugreifen kannst, das weiß ich nicht. Müsste eventuell jemand sagen der ein iphone hat.

Bei Android ist es so, dass es in den Einstellungen einen Menüpunkt "unsichere Quellen zulassen" gibt mit dem du alle sämtliche Software die es gibt auf dem Gerät installieren kannst. Einige Hersteller (uA HTC) haben zusätzlich Sicherheitsfeatures. Wenn ichs richtig verstanden habe, dann ist die Systempartition auf HTC-Geräten Schreibgeschützt. Den Schutz kann man nur aufheben, wenn man das Gerät gerootet hat. D.h. nur durchs rooten alleine hat man keinen Zugriff auf die Systempartition.


Man kann nach dem Jailbreak auf sein iPhone voll zugreifen und über SSH das komplette dateisystem am pc einsehen und ändern.
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Avatar CageFighter
CageFighter
#8 | 18. Jul 2011, 23:44
Ich hab damals selber mein Desire HD gerootet und die Eingriffe die das ermöglicht gehen wirklich tief...sind aber für Normaluser überflüssig.

Android ist offen genug damit man schon von Haus aus so ziehmlich alles verändern kann.
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Avatar Raser6000
Raser6000
#9 | 18. Jul 2011, 23:59
Loooool und ganz am Ende steht: Dieser Artikel stammt von PCWelt.de
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Avatar Okolyth
Okolyth
#10 | 19. Jul 2011, 00:49
Zitat von Raser6000:
Loooool und ganz am Ende steht: Dieser Artikel stammt von PCWelt.de


Hmm, das steht schon unter der Überschrift. Aber wo ist da dein Problem?
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