Microsoft revolutioniert sich mit Windows 8

Nach einer kleinen Testphase mit Windows Phone 7 ein Jahr zuvor stellt Microsoft mit Windows 8 seine gesamte Formen- und Farbsprache inklusive des seit fast 20 Jahren unveränderten Firmenlogos auf die umstrittene Kacheloberfläche um. Erstmals bietet Microsoft ein einheitliches Betriebssystem für alle Plattformen von Tablet und Smartphone bis zum PC.

Zum Thema » Tipps und Tricks zu Windows 8 Startmenü, Desktop booten, eigene Kacheln & Tastaturkürzel Diesen riskanten Schritt wagt Microsoft, um den Anschluss an Apple und Google bei mobilen Endgeräten nicht zu verlieren. Dazu gehört auch die Entwicklung eigener Tablets in Form des Microsoft Surface RT mit ARM-Prozessor und des Microsoft Surface Pro mit Core-i5-CPU, dass im Gegensatz zu allen anderen Tablets auch ganz normale Windows-Programme ausführen kann.

Hardware-Rückblick 2012 : Windows 8 lässt sich komplett per »Touch« bedienen. Das Startmenü musste nach 15 Jahren der Modern-UI weichen. Windows 8 lässt sich komplett per »Touch« bedienen. Das Startmenü musste nach 15 Jahren der Modern-UI weichen. Viel wurde über Windows 8 berichtet, viel Werbung gemacht und viel Kritik geübt. Auch durch die attraktive Preispolitik von Microsoft, in deren Zuge Upgrade-Versionen von Windows 8 weniger als 50 Dollar kosten, verkauft sich Windows 8 alles in allem ordentlich. Das minimalistische Kachel-Design, der Wegfall des Startmenüs und die Einführung der Modern-UI-Oberfläche kennzeichnen einen Bruch mit den traditionellen Windows-Systemen. Diese Anpassungen waren nötig, um die vollständige Bedienung per Touchscreen zu ermöglichen und sind gleichzeitig der größte Kritikpunkt vieler PC-Nutzer, die das neue Designkonzept zu umständlich finden.

Auch wenn die Änderungen zu den radikalsten der bisherigen Windows-Geschichte gehören, gab es ähnliche Kritik und Unsicherheit bei fast jeder der vergangenen Versionen. Nach etwas Eingewöhnungszeit zeigt sich jedoch, dass es unter der Haube mehr Neuerungen gibt als nur eine etwas andere Bedienung. Schnellere Datenübertragung, neue Sicherheits-Funktionen, verkürzte Startzeiten und eine allgemein beeindruckende Performance gehören zu den Vorteilen gegenüber Windows 7 .

» Microsoft Windows 8 im Test

Xbox Live
Mit Windows 8 führt Microsoft Games for Windows Live, den alten Spiele-Explorer und Xbox Live zusammen – auch auf dem PC gibt es nun nur noch Xbox Live. Hoffentlich geht damit eine bessere Pflege des Windows-Programms als bisher einher.

Starke DirectX-11.1-Grafikkarten

Nach Jahren des Stillstands bei der Fertigungstechnologie brachten die ersten 28-nm-Grafikkarten Radeon HD 7000 und Geforce GTX 600 nicht nur Unterstützung für DirectX 11.1, sondern vor allem eine erheblich bessere Energieeffizienz bei gleichzeitig deutlich höherer Leistung.

Ende 2011 eröffnet AMD die neue Grafikkarten-Generation mit der Radeon HD 7970 auf Basis der neuen Architektur »Graphics Core Next«. Im Vergleich zur früheren Generation liefert die HD 7970 in Spielen deutlich mehr Leistung und verbraucht dabei sogar weniger Strom als das Vorgängermodell Radeon HD 6970 in alter 40-nm-Bauweise.

Hardware-Rückblick 2012 : In dieser Generation ging der immer währende Wettlauf von AMD und Nvidia unentschieden aus. In dieser Generation ging der immer währende Wettlauf von AMD und Nvidia unentschieden aus. Nvidia zog erst im März 2012 mit der Nvidia Geforce GTX 680 nach. Die technische Grundlage bildet die »Kepler«-Architektur, die im Gegensatz zum Vorgänger »Fermi« besser auf Spiele ausgelegt ist. Die GTX-600-Karten rechnen meist etwas schneller, leiser und stromsparender als die eh schon leistungsstarken und energieeffizienten Radeon-HD-7000-Modelle, aber auch etwas teurer. Genau wie AMD verwendet auch Nvidia erstmals die 28-Nanometer-Bauweise, um den Verbrauch trotz höherer Spieleleistung zu senken.

Unterm Strich sind Radeon HD 7000 und Geforce GTX 600 durch ihre Leistung und Verbrauch die bislang besten Grafikkarten für Spieler. Allerdings musste Nvidia just eingestehen, dass die eigenen GTX-600-Platinen nicht alle Funktionen von DirectX 11.1 unterstützen, obwohl anfangs das Gegenteil behauptet wurde. So hat derzeit nur AMD vollständig DirectX-11.1-kompatible Hardware im Angebot, auch wenn sich die bei Nvidia fehlenden Funktionen auf die 2D-Beschleunigung der Windows 8 -Oberfläche beschränken, die sowieso schnell genug läuft.

» Kaufberatung: Die besten Grafikkarten für Spieler

Intel baut Vorsprung aus

Bereits seit Anfang 2011 regiert Intel mit seinen Prozessoren im gehobenen Preissegment. Die 2012 vorgestellten Ivy-Bridge-Vierkerner der 3000er-Baureihen von Core i5 und Core i7 vergrößern den Vorsprung auf AMD weiter.

Hardware-Rückblick 2012 : Die »Efeu-Brücke« wird 2013 von den »Haswell«-Prozessoren abgelöst. Die »Efeu-Brücke« wird 2013 von den »Haswell«-Prozessoren abgelöst. Intel bringt seine Prozessoren im sogenannten »Tick-Tock«-Rhythmus auf den Markt. Dabei steht »Tock« für eine neue Mikroarchitektur und ein »Tick« für kleinere Verbesserungen und eine neue Fertigungstechnologie. Das letzte »Tock« war die Anfang 2011 eingeführte und in 32 nm gefertigte »Sandy-Bridge«-Architektur, wozu unter anderem der Intel Core i7 2600K gehört.

Im April 2012 folgte dann das »Tick« und der Wechsel auf die nochmals stromsparendere 22-nm-Bauweise. Während die maximale Leistungsaufnahme der Sandy-Bridge-CPU Core i5 2600Kbei 95 Watt liegt, begnügt sich die Ivy-Bridge-Pedants wie der Core i7 3770K mit 77 Watt. Obwohl die Spieleleistung mit Ivy Bridge nur geringfügig steigt, hat Intel seinen Vorsprung auf AMDs im Vergleich klar langsamere und stromhungrigere Bulldozer-Prozessoren durch die insgesamt verbesserte Energieeffizienz noch weiter ausgebaut. 2013 dürfte der Unterschied eher noch größer werden: Mit den derzeit »Haswell« genannten Prozessoren steht bei Intel voraussichtlich im März oder April ein »Tock« mit neuer Mikroarchitektur an, AMD will dagegen 2013 keine verbesserten Bulldozer-Prozessoren auf den Markt bringen.

» Intel Core i7 3770K im Test

Intel 4004 (1971)
Der erste wirklich universelle Mikroprozessor war der Intel 4004, den die Ingenieure für das japanische Unternehmen Busicom entwickelten und sich die Rechte an dem Chip für nur 60.000 US-Dollar selbst sicherten. Busicom selbst ging in Konkurs, ohne je ein Produkt mit dem Intel 4004 auf den Markt gebracht zu haben.