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Fidelity
#75 | 03. Mai 2013, 22:30
Ein schöner Artikel - hebt sich angenehm von den tagesaktuellen News ab.
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99guz87e
#74 | 10. Jan 2013, 16:24
Ein Beispiel für einen "guten" Politiker fällt mir sofort ein. In Hitman Blood Money dreht sich alles darum, dass sich die Amtierende Regierung (also mehrere und nicht nur einer) für das Legalisieren des Klonens einsetzt. Man muss unter anderem einen Senator und den Präsidenten der Vereinigten Staaten beschützen, indem man Attentäter ausschaltet, die versuchen eben jene umzubringen. Aus Gesprächen, die man während den Missionen vernimmt und aus den Zeitungsartikeln, die immer nach Missionen zu lesen sind, kann man sich gut ein Bild über die politische Lage zu diesem Thema machen. Die Politiker sind in diesem Fall also nicht korrupt oder gesellschaftlich destruktiv, sondern versuchen auf legalem weg ein Gesetz zu erlassen und einen Wahlkampf zu gewinnen. Natürlich muss es für ein Spiel wie Hitman einen skrupelosen und korrupten Widersacher geben, der auch ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen geht. Andernfalls hätte Mr. 47 ja kein Ziel.

Dennoch stimme ich dem Autor zu. Der Artikel war sehr angenehm zu lesen und eine der wenigen Ausnahmen unter den teils geistig verkommenen Texten, die man sonst so zu lesen bekommt.
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Moerp
#73 | 09. Jan 2013, 11:24
Zitat von Seatroll:
> Über den Autor
> Christian Schmidt, 34, [...] Er gehört zur ersten Generation,
> die mit Videospielen groß geworden ist, und lässt keine
> Gelegenheit aus, das der zweiten Generation aufs Brot zu schmieren.

34 - somit gehört er bereits zur 2. Generation und ist ein Wichtigtuer.


Falsch! Die ersten Spiele haben keine ganze Generation betroffen, sondern lediglich einzelne Ausnahmen in der Gesellschaft. Damit ist seine Aussage, dass es die erste Generation ist die damit aufgewachsen ist, korrekt.
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Moerp
#72 | 09. Jan 2013, 11:21
Ich bin auch auf ganzer Linie mit dem Autor.
Insbesondere auch mit dem letzten Absatz, wo er schreibt "Aber ich gräme mich einmal mehr über die ideelle Armut unseres Mediums, das so gerne künstlerische Relevanz besäße und doch so wenig zu sagen hat."

Die Behauptung "Spiele sind Kunst" ist in den letzten Monaten öfter von namenhaften Spieleherstellern gefallen. Auch von den Mass Effect Machern (wir erinnern uns sicher an die Unzufriedenheit mit dem ursprünglichen Ende). Aber genau darin liegt der Irrtum der Spieleindustrie. Ein Machwerk ist nach lange keine Kunst, nur weil es Farbe oder Prosa besitzt. Es muss auch eine klare Botschaft haben, die gerne auch viele Interpretationsmöglichkeiten zulassen darf. Dennoch muss sie nachvollziehbar und irgendwo logisch erscheinen. Einen moralischen, ethischen oder gesellschaftlichen "Anspruch" aufweisen.
Das fehlt jedoch den meisten Spielen. Und darum sind die meisten Spiele sicher auch keine Kunst. Dazu müsste man sich als Spielehersteller mehr mit Storyline und Kontroversen beschäftigen.
Ich bin gespannt wann die Spielewelt endlich erwachsen wird. Wie auch der Autor, bin ich Teil der ersten Generation, die mit Spielen erwachsen geworden ist. Nur die Spiele sind es leider meistens noch nicht.
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Seatroll
#71 | 24. Dez 2012, 11:02
> Über den Autor
> Christian Schmidt, 34, [...] Er gehört zur ersten Generation,
> die mit Videospielen groß geworden ist, und lässt keine
> Gelegenheit aus, das der zweiten Generation aufs Brot zu schmieren.

34 - somit gehört er bereits zur 2. Generation und ist ein Wichtigtuer.
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AllAccess
#70 | 24. Dez 2012, 01:49
Quatsch. Politiker sind _nachweislich_ korrupt. Nehmen wir unsere Parteien: CDU, die Pseudopartei CSU, SPD und die FDP sind/waren nachweislich korrupt. Merkel spielt die Außendienstmitarbeiterin der Rüstungsindustrie.

Politiker korrupt? NEIN, völlig absurd!
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zombiezaphod
#69 | 24. Dez 2012, 00:42
Es wundert mich kaum, dass kein Medium so herablassend auf Politik schaut wie Computerspiele. Schließlich schaut die Politik ja auch auf kein Medium so herablassend wie auf Computerspiele.
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Beasthoven
#68 | 23. Dez 2012, 16:22
Naja... wenn man sich mit der politischen Alltagsrealität beschäftigt, dann ist diese nun mal korrupt, durchtrieben, intrigant.
Meine Ziele dürfen gerne "moralisch" einwandfrei sein (wenn es das gibt), aber für ihre Durchsetzung bedarf es schon "ein wenig" mehr.
Hinzu kommt das Problem, dass ich mit den besten Vorsetzen für die Menschheit die Atombombe erfinden kann und mit den miesesten und egoistischsten tausende Menschen retten. Vorsatz und tatsächlicher Effekt.
Ausserdem ist das politische Spiel eines das eigene Regeln hat und wie heisst es so schön: "Wenn du mit dem Teufel tanzt, veränderst Du weder den Teufel noch den Tanz... er verändert Dich,"
Ausserdem erreicht die Ohnmacht unseres politischen Systems einen Höhepunkt nach dem nächsten gegenüber sogenannter Wirtschaftlicher "Realitäten" die scheinbar Naturgesetzen gleichkommen. Das Mächtigste Poltikum ist doch heute kaum noch die Demokratie oder die Diktatur, es ist die Aktiengesellschaft.
Jetzt hab ich mich thematisch aber ganz schön gehen lassen...
tatsächlich waren mir die in dem Artikel herausgestellten Fakten auch noch nicht aufgefallen und ich finde ihn sehr gut.
Trotzdem kann ich (als politisch ehemals sehr interessierter Mensch) die Verdrossenheit durchaus nachvollziehen, denn es ist auch meine eigene.
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Kidmonster
#67 | 22. Dez 2012, 23:53
Es ist dermaßend bezeichnend wie die meisten Gamestar.de Kommentatoren, hier unter diesem Artikel, haargenau die dichotome Weltsicht die ihnen ihre Spiele propagieren übernehmen. Und dann merken sie selbst nach der Lektüre des ausgezeichneten Artikels nicht einmal was das für ein Licht auf sie wirft. So unfassbar dämlich ...

Nur Zurückgebliebene, Kinder und bildungsferne Schichten argumentieren gegenüber der Politik so, wie es hier allzu oft geschieht: Alle dumm, alle korrupt, alle faul. Man gibt sich gerne so dermaßen abgeklärt und wird dann doch mit einem jeden dieser Kommentare seiner beschränkten, schwarz-weißen Weltsicht überführt.
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YouriMemba
#66 | 22. Dez 2012, 14:51
Es gibt in der Tat wenige Spiele, die sich dieses Themas annehmen, aber es gibt sie. In Tropico besteht der Spielspass für mich darin, eine freie, offene und glückliche Gemeinschaft zu erreichen. Das bedeutet immer freie Wahlen ohne Manipulationen, hohe Löhne, geringe Gehaltsunterschiede, gute und günstige Wohnungen ohne elitäre Villen für die Akademiker (alle wohnen bei mir in den hochwetigen Wohnblocks), dann gibts z.B. auch kaum Kriminalität und so kann ich dann bei Polizei, Militär und Religion nach dem Motto verfahren: "so wenig wie möglich, so viel wie nötig". Trotzdem müssen hier auch Kompromisse gemacht werden, was die Komplexität politischer oder sozialer Entscheidungen simuliert. Z.B. kann ich nicht ausschließlich auf die lukrativen und hochwertigen Industrien setzen, weil dann die Umwelt kaputt geht und für Unzufriedenheit sorgt. Es ist nicht einfach ein kleines Utopia zu erschaffen, aber durchaus möglich, weshalb Tropico eines meiner Lieblingsspiele ist.
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TBF
#65 | 22. Dez 2012, 11:53
Zitat von alexKIDD:


Schuld ist der Euro und der kommt nun mal von Deutschland.


der euro kommt ganz sicher nicht von deutschland, sondern war der französische Preis der deutschen Wiedervereinigung, deren eigene Währung und Politik maßgeblich von der D-Mark und Bundesregierung abhängig geworden war. So wollte man wenigstens etwas Kontrolle über die Währung zurückerlangen. Zunächst hat Deutschland massiv unter dem Euro gelitten, da in der Euro-Peripherie zur Jahrtausendwende die Produktionsbedingungen für Firmen deutlich günstiger waren, was zu einem massiven Kapitalabfluss aus Deutschland geführt hatte und letztendlich in den Reformen der Schröder-Ära gipfelte. Aus dem genannten Kapital bildeten sich in Europa mehrere Blasen, sei es der spanische Bausektor, der irische Banken oder der griechische Schifffahrtssektor. Nachdem Deutschland seine arbeitsbedingungen nach unten angepasst hat, fließt das Kapital nun nach Deutschland zurück und die Blasen platzen reihenweise. Das ist aber nicht zwingend Deutschlands Schuld. Aber das gehört hier irgendwie auch nicht hin.
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Avatar cyra
cyra
#64 | 21. Dez 2012, 21:34
Tja, und um diesem entgegenzuwirken, beschmimpfen Politiker andere Politiker, die diese Vorurteile vlt aufheben könnten und starten Hetzkampagnen gegen diese weil sie sich zum Spielen bekennen. Nice!
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Avatar alexKIDD
alexKIDD
#63 | 21. Dez 2012, 21:25
Zitat von Darth Sidious:


Viel Wahrheit aber auch viel Unsinn in deinem Post.

Am Zustand Griechenlands ist nicht Deutschland schuld. Scchuld ist zum einen eine korrupte Griechische Regierung die mich mit falschen Zahlen in die Eu geschlichen hat.

Von der desolaten Griechischen Wirtschaft und der über alle Gesellschaftsschichten verteilten Korruption ganz abgesehen.


Schuld ist der Euro und der kommt nun mal von Deutschland.
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Avatar D3IMUDD4
D3IMUDD4
#62 | 21. Dez 2012, 18:58
Find ich gut dass ihr in letzter zeit solche Artikel schreibt :D Weiter so! :)
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Gun-D
#61 | 21. Dez 2012, 15:17
Ein guter Artikel, hat mich richtig gefesselt. Doch ich möchte noch ein Computerspiel aufzeigen, dass eine wesentlich differenzierte Ansicht über (demokratische) Politik gibt, auch wenn es sich nur um Science Fiction handelt: Die Rede ist von Mass Effect 1. Dieser Teil hat mich durch seine Intensive Atmosphäre, gerade was die Politik anbetraf richtig gefesselt. Jede Rasse hatte ihre eigene Art Politik zu machen. Auch wenn sie als zu langsam dargestellt wurde, muss ich doch sagen, dass man Mass Effect 1 als ein besseres Beispiel für Politik in Spielen betrachten kann, da erklärt wird, warum auf die Bedrohung so langsam reagiert wird.
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ParaDice
#60 | 21. Dez 2012, 14:56
Das sind nur die Großbaustellen, die mir spontan einfielen - die Liste ließe sich aber noch erheblich erweitern. Ich denke allerdings, sie genügt schon, um zu zeigen, dass die bisherige Darstellung in Spielen so abwegig nun auch wieder nicht ist. Warum sollte ein Spiel propagandistische Scheinwelten eines funktionierenden Systems schaffen, wenn jeder halbwegs wache Mensch dessen Ausfallerscheinungen Tag für Tag mitverfolgen kann? Wer sowas möchte, kann gern [url=http://onlinespiel.aufbruch.bayern.de/]Au fbruch Bayern[/url] spielen - das hat immerhin humoristischen Wert, wenn auch ungewollt. ;)
Statt positiver, weiß-blauer Polit-Propaganda arbeiten viele Spiele doch gerade mit dystopischen Elementen, d.h. der Negativ-Überspitzung realer Zustände, mit der Absicht, vor ihrem Eintreten zu warnen. Gerade das im Artikel anzitierte Bioshock ist ein exzellentes Beispiel hierfür: Das Spiel ist ein - wenn auch an vielen Stellen etwas wirrer und plumper - Kommentar auf Ayn Rands Roman "Atlas Shrugged". Wo Rands Roman jedoch den egozentrischen [i]laissez-faire[/i]-Kapitalismus als Ideal hinstellt, dreht Bioshock diese Botschaft um und zeichnet den Untergang einer Rand'schen kapitalistischen Idealwelt, die von ihrer eigenen neo-liberalen Wertelosigkeit zu Grunde gerichtet wird - sicher nicht ohne den ein oder anderen Blick auf die gerade aufkommende Finanzkrise.
Solchen Spielen pauschal einen Mangel an positiven oder demokratischen "Vorbildfiguren" zu unterstellen finde ich etwas schwach. Wer Dystopien (oder dystopischen Elementen) Pessimismus vorwirft, der hat - Entschuldigung - das Genre nicht verstanden.

Summa summarum liegt es in meinen Augen nicht an Spieleherstellern, Vorbildfiguren und -Verhaltensweisen zu schaffen, die wir in der Realität nicht oder nur selten haben. Der vorherrschende Modus in Spielen ist der der Kritik von Realität durch dystopische Überspitzung, und der ist in meinen Augen vollkommen legitim. Wenn der Parteienstaat der Bundesrepublik seine Legitimität behaupten möchte, dann hat er dies [i]selbst[/i] zu leisten, und zwar durch eben jenes vorbildliche Verhalten, das hier für Medienfiguren gefordert wird. Wie das geht, spricht der Artikel ja selbst an: Indem man aufhört - nach dem Vorbild unserer modernen Ökonomie - das "Ge-" aus dem Wort "Gemeinwohl" zu streichen.
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Avatar ParaDice
ParaDice
#59 | 21. Dez 2012, 14:55
Zitat von :
Nennen Sie ein Spiel, in dem ein Politiker eine Vorbildrolle einnimmt! Schwierig? Kein Wunder, denn Politik ist in Computerspielen entweder korrupt oder irrelevant – oder reaktionär.


Der Zyniker in mir flüstert: "...und damit bilden sie die Wirklichkeit ziemlich akkurat ab." Das Blöde ist: Er hat nicht nur Behauptungen, sondern auch einen großen Weihnachtssack an Belegen mit dabei. Der deutsche Parteienstaat hat sich auch in 2012 wieder Böcke geschossen, angesichts derer sich niemand über die wachsende Zahl an Leuten wunder muss, die diesem Zirkus den Rücken zuwenden.
Butter bei de Fische?

[*] Das neue [b]Meldegesetz[/b], besser bekannt als das "57-Sekunden-Gesetz" - ein reines Lobbypapier, mal eben durchgewunken vor der Sommerpause (@korrupt) und erst nun, nach heftigsten Protesten (@reaktionär), zurückgenommen.
[*] [b]ACTA[/b], zustande gekommen auf Wegen, wie sie intransparenter und undemokratischer nicht sein könnten, ausgehandelt allein mit Industrievertretern und unter Ausschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen (@korrupt). Der Inhalt: bestenfalls dubios, schlimmstenfalls verheerend für bürgerliche Freiheiten im Netz. Zu überprüfen ist das nur anhand der Zusatzprotokolle, und die lagen Ewigkeiten unter Verschluss (oder sind es wohl auch noch). Wurde erst nach größeren Protesten auf Eis gelegt. (@reaktionär)
[*] die Fortwährende Weigerung der Bundesrepublik, die [b]UN-Konvention gegen Korruption[/b] zu ratifizieren (unter allerhand fadenscheinigen Ausflüchten). Mit dieser Weigerung befinden wir uns in der charmanten Gesellschaft von Nationen wie Myanmar, Sudan, Saudi-Arabien, Nordkorea und Syrien.
[*] [b]Betreuungsgeld[/b]: Wird nicht nur von Pädagogen und Soziologen, sondern auch von knapp drei Vierteln (!) der Deutschen als grober Schwachsinn abgelehnt, da es die ohnehin schon bis zum Bersten gespannte soziale Schere weiter aufstoßen wird. Dennoch drückt man es aus reinem Koalitionskalkül durch, damit Bayern-Horst es sich als Trophäe ans Filzhütchen stecken kann und endlich die Klappe hält.
[*] Der bereits beschlossene und eingeleitete [b]Atomausstieg[/b] wird erst als Wahlgeschenk Merkels Industriefreunden zum Fraß vorgeworfen - obgleich das [i]kein Mensch[/i] in diesem Land wollte! (@korrupt) Damit Merkel triumphal den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg verkünden kann, muss jedoch erst in Japan ein AKW in die Luft fliegen. (@reaktionär) Glücklicherweise hat der Großteil dieses Volkes ein so erbärmliches Gedächtnis, dass es ihr den Ritt auf der Welle grünen Pathos' glatt abkauft.
[*] Über Herrn [b]Wulff[/b] reden wir hier lieber gar nicht erst... Wie sagte Dieter Nuhr das gestern so schön im Jahresrückblick: "Zwischen Erstem Mann und letztem Depp liegen oft nur ein paar offene Rechnungen." (@korrupt)
[*] Frau Merkels ewiges "[b]Alternativlos[/b]" - immerhin Unwort des Jahres 2010 - spiegelt ziemlich genau das wider, was der Artikel zu Alleinentscheider-Figuren schreibt: Es wird stur ein einziger Weg verfolgt, und wenn 100 Milliarden es nicht tun, dann schippen wir die nächsten 100 drauf. Der Bundestag wird dazu gar nicht mehr befragt, sondern ein Blankoscheck in unbestimmte Höhe ausgestellt. Um diesen Unfug zu unterbinden, muss erst das BVerfG eingeschaltet werden, damit das älteste Recht des Parlaments - das Büdgetrecht - noch einmal höchstrichterlich bestätigt wird. (@irrelevant)
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Darth Sidious
#58 | 21. Dez 2012, 14:47
Zitat von alexKIDD:



okay und du glaubst den ganzen Schwachsin den uns die Regierung und deren schergen verkaufen will.
Es geht ja nicht nur um die Deutsche Politik, Stichwort Griechenland.
Griechenland ist das Paradebeispiel wie es alles den Bach runtergeht wenn es schief läuft, wobei dein SCHÖNES Deutschland die Hauptschuld trägt, das Griechenland baden geht. Und du verteidigst das ganze auch noch...schäm dich.

Mach die Augen auf! das leben ist kein Ponyhof, oder was meinst du wo dein soli hingeht? in die Tasche der Politiker. Die bekommen DEIN! Geld und dann doch nicht das tun was sie sollen oder versprachen.

Zb. die abgeordneten bekommen Geld dafür das sie zur abgeordneten Versammlung gehen, das doofe ist nur das mehr als die hälfte dort nicht erscheint, die aber trotzdem kassieren.
Und sowas findest du i.O.? Klasse du bist genau der Bürger den sich die Regierung wünscht, Gratulation.


Viel Wahrheit aber auch viel Unsinn in deinem Post.

Am Zustand Griechenlands ist nicht Deutschland schuld. Schuld ist zum einen eine korrupte Griechische Regierung die sich mit falschen Zahlen in die EU geschlichen hat.

Von der desolaten Griechischen Wirtschaft und der über alle Gesellschaftsschichten verteilten Korruption ganz abgesehen.

Schuld sind auch diejenigen EU Politiker die nachweislich davon wussten aber dass ganze nicht verhindert haben da sie " betrunken " sind von einer Vision der Vereinigten Staaten von Europa die aber eher eine Europäische Version der UDssR darstellt quasi die EUssR.

Die Frage des Sitzungsgelds ist ein Skandal betrifft aber das Europäische Parlament.

Zu dem ganzen deutschen und Europäischen Wahnsinn kann ich nur die Serien " Die Deutschlandsafari " und die Europasafari " von Henryk Broder und Abdel Samad empfehlen. Einfach auf youtube zu finden.

Ich bin für ein Europa der Vaterländer und kein Europa der Bürokraten.

Passend zum Thema ganz aktuell:

http://www.welt.de/debatte/article11215726 0/Die-EU-loest-keine-Probleme-sie-ist-das-Prob lem.html
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alexKIDD
#57 | 21. Dez 2012, 14:23
Zitat von xunes:


Es traut sich keiner es zuzugeben? Ganz im Gegenteil, wie man hier an den Kommentaren sieht, gilt es doch schon längst als "cool" Politiker einfach mal pauschal "Scheisse" zu finden.

Es lebt sich halt auch so einfach wenn man die Schuld für Fehlentwicklungen komplett auf die Politik abschieben kann. Dass die Wirtschaft in Deutschland relativ gut läuft und der Lebensstandard hoch ist, da kann die Politik aber natürlich nichts dafür, das waren dann wir und vielleicht noch die klugen Wirtschaftsbosse ganz alleine...

Die Realität ist halt aber leider ein wenig komplexer, als es sich manch ein "Politiker sind alle doof"-Schreihals so vorstellt. Schlussendlich werden die Politiker wohl ein etwas verzerrtes Abbild der restlichen Gesellschaft sein, getrieben von verschiedenen, mehr oder weniger ehrenhaften Motiven, manchmal kompetent, manchmal überfordert, ganz wie wir es tagtäglich eben auch sind. Bloss kommen wir halt nicht in der Bild-Zeitung und Pro7, wenn wir schwarz ein paar Euro nebenbei verdienen, dem Sohnemann über Vitamin B einen Praktikumsplatz im Betrieb organisieren oder von der Firma bezahlte Seminare von den Steuern abziehen.

Die Politik hat halt zudem die Schwierigkeit, dass sie sich mit komplexen Problemen mit einer Unzahl unbekannter Variabeln auseinandersetzen muss, für die es meistens einfach keine einzelne optimale und "gute" Lösung gibt. Das Leben ist halt kein Bioware-Spiel (zum Glück!). Am Schluss kommt man es dann eben zu einem Kompromiss dessen genaue Auswirkungen weitgehend unbekannt sind und mit dem vieleicht keine Partei ganz zufrieden ist.

Aber Stammtischhelden und Internet-Weltenretter lösen solche Probleme natürlich mit links, surfen nebenbei ganz locker auf Youtube oder trinken ein Bier, wundern sich darüber wie doof die Politiker doch sind und schlafen anschliessend mit einem sanft überheblichen Lächeln den Schlaf der Gerechten.



okay und du glaubst den ganzen Schwachsin den uns die Regierung und deren schergen verkaufen will.
Es geht ja nicht nur um die Deutsche Politik, Stichwort Griechenland.
Griechenland ist das Paradebeispiel wie es alles den Bach runtergeht wenn es schief läuft, wobei dein 'SCHÖNES' Deutschland die Hauptschuld trägt, das Griechenland baden geht. Und du verteidigst das ganze auch noch...schäm dich.

Mach die Augen auf! das leben ist kein Ponyhof, oder was meinst du wo dein soli hingeht? in die Tasche der Politiker. Die bekommen DEIN! Geld und dann doch nicht das tun was sie sollen oder versprachen.

Zb. die abgeordneten bekommen Geld dafür das sie zur abgeordneten Versammlung gehen, das doofe ist nur das mehr als die hälfte dort nicht erscheint, die aber trotzdem kassieren.
Und sowas findest du i.O.? Klasse du bist genau der Bürger den sich die Regierung wünscht, Gratulation.
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JaBourne
#56 | 21. Dez 2012, 14:16
Eigentlich ist das ja sehr fair. In Computerspielen werden Politiker immer schlecht dargestellt und Politiker stellen Computerspiele immer schlecht dar.
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Darth Sidious
#55 | 21. Dez 2012, 12:58
Zitat von shi3it_3ali:
Guter Artikel.Stimme den Autor in einigen Punkten zu.



Aber mal ehrlich ein Spiel mit einem schwulen Politiker der für Frauenrechte kämpft wär doch auch nich das Gelbe vom Ei...



Eben!

Verzeihung aber dieser Artikel umgibt sich mit dem Mäntelchen des Intellektuellen aber füllt ihn nicht aus indem er konsequent die Mechanismen des Mediums ignoriert.

Natürlich ist die Darstellung von Politik und Politikern in Spielen schablonenhaft. Denn dies ist zum einen die allgemeine Darstellung in Medien. Zum anderen verkürzt und simplifiziert ein Spiel immer ! um den Spielfluss zu erhalten.

Möchte hier wirklich jemand Civilization oder Sim City spielen und für jede Entscheidung erst einmal den - in demokratischen Gesellschaften - relevanten Prozess durchspielen ?

Wenn ich in Sim City einen Flughafen baue muss ich also erst einmal den Bebaungsplan zur Hand nehmen, mich mit der politischen Opposition auseinandersetzen, Zugeständnisse machen, mit Nichtpolitischen Organisationen herumärgern ( Rettet den Feldhamster und den Nacktmull ! ), eine Ausschreibung für die Firmen machen etc . Und zwar bei jeder Entscheidung bzw. Handlung ?

Nein sicherlich nicht.

Der Autor begeht im Grunde jenen Fehler den all jene machen die GTA für seine Gesellschaftsdarstellung kritisieren. Es ist eine Persiflage, eine Vermengung von Real und bekannten Medienfiguren.

Und die in den meisten Fällen auch als solche erkannt werden.

Ich war selbst einmal Kommunalpolitiker und kenne von daher sowohl Realität als auch Vorurteil. Und ich sage beide treffen zu.
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Avatar shi3it_3ali
shi3it_3ali
#54 | 21. Dez 2012, 12:27
Guter Artikel.Stimme den Autor in einigen Punkten zu.

Zitat von GameStar:
sie sind im Gegenteil oft erschreckend reaktionär, in ihrem vieldiskutierten sexistischen Frauenbild zum Beispiel, in ihrer Prüderie und Homophobie. Und eben in ihrer antipolitischen Grundhaltung, die unterschwelliger ist und damit tückischer.


Aber mal ehrlich ein Spiel mit einem schwulen Politiker der für Frauenrechte kämpft wär doch auch nich das Gelbe vom Ei...
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ERRORrothe
#53 | 21. Dez 2012, 11:33
Zitat von mr.miesfies:

Klar, man könnte jeden Politiker als DLC nachliefern. [...]


Das ist auch genau das Problem. Wenn ich mir den Alltag anschaue sehe ich (leider!) keine Vorbilder in der (hohen) Politik. Die letzten politischen Vorbilder, die Deutschland hatte sind inzwischen alle im Ruhestand und die die noch aktiv sind, sitzen eher auf den unteren Ebenen wie den Komunen oder Ländern. Wie soll man mit so einer Basis ein positives, "glaubwürdiges" politisches Bild in einer digitalen Welt erzeugen? Am Ende ist es so wie Ende der 50er Jahre im Filmgeschäft - dort gab es ein Jahrzehnt lang nur "heile Welt Filme/Serien" und danach war man auch übersättigt. Es folgten Werke die sich mit Korruption, Einzelgängern und Drogen beschäftigten und wie sieht es heute aus? Wer wünscht sich denn heute ein "Heilewelt-Spiel?"

Sicher gibt es einen Mittelweg und auch wenn ich für einen solchen wäre, glaube ich nicht, dass sich die Spiele in naher Zukunft damit beschäftigen werden.
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lunatir
#52 | 21. Dez 2012, 10:59
Geht ja aber auch nicht darum darüber ein Spiel zumachen, sondern über die Darstellungsweise im Vergleich zu anderen Gruppen.

In eben meinetwegen einem Shooter wird wie im Artikel beschrieben die Politik als entweder etwas hinderliches oder gar als feindlich dargestellt, während zb ein millitärischer Haudrauf-Entscheidungsträger meistens eher der vertrauenswürdige nette Onkel ist.

Um mal ein anderes Bsp. aufzugreifen, merkt man das auch sehr gut an Mass Effect mit seinem Rat bzw als gegenüber dem Captain Anderson.
Und leider findet diese stereotype Betrachtungsweise in der Realität in ähnlicher Weise statt.
Deswegen mahnt der Artikel eben für differenzierte Betrachtungsweisen, eben auch im Medium Computerspiel.
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SolemnStatement
#51 | 21. Dez 2012, 10:33
der Schreibstiel von den Artikel ist schon echt toll, da gibts ma nix. Da versteht einer sein Handwerk! :)

Inhaltlich kann ich dem ganzen aber nur bedingt zustimmen.
Es ist natürlich vollkommen richtig, dass die Politik in Spielen kaum eine Rolle spielt und wenn dann immer nur negativ, aber ich könnte mir auch ehrlich gesagt nichts anderes vorstellen?

Wenn ich in einem Shooter z.B. bin erwarte ich den Befehl "Gehe zu ort xyz und tue dies und das" und fertig. Ich brauche keine Infos über die hundert vorhergehenden Sitzungen mit demokratischer Abstimmung die zu diesem Entschluss geführt hat -> irrelevant für meinen Charakter.

Genauso bei einem Strategie- oder Rollenspiel.
Von Sportspielen ganz zu schweigen. ^^

Das Einzige Genre wo sowas überhaupt auch nur ansatzweise Sinn machen würde, wäre eine Simulation wie das hier angesprochene Anno. Und auch da ham wa wieder das Problem, dass das hier dann zwar stilistisch passen würde, aber entweder 3/4 des Spiels einnehmen würde, oder aber so stark verkürzt wird, dass es auf "ja oder nein" hinausläuft und fertig.

Von daher:
stilistisch ein großartiger Artikel, auch die Beobachtungen sind vollkommen richtig, aber der Schlussfolgerung kann ich hier gar nich zustimmen. ^^
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lunatir
#50 | 21. Dez 2012, 09:51
Zitat von olaf313:
Das Parlament ist auch nur dann nicht zerstritten, wenns um Diätenerhöhung geht.


Absolut falsch.
Und eigentlich bespielhaft für diesen Artikel, denn du beweist damit genau jene stereotypen Ansichten.
Desweitern hast du anscheinend noch nie eine Abstimmung darüber gesehen.

Aber um das Gegenteil zu erläutern braucht man ja fast schon ein bißchen Mut, denn man muß dazu positv von Politikern sprechen, was ja allgemein verpönt ist.

Aber egal:
Die Linkspartei bzw davor schon die PDS (jaja, die ganz bösen angeblich nur umbenannten Kinderfresser) haben jede Diätenerhöhung abgelehnt.
Und auf den Vorwurf der anderen Parteien, dass sie es ja dann doch nehmen würden, haben sie die Entscheidung getroffen jene Diätenerhöhungen an soziale oder demokratiefördernde Einrichtungen zu spenden.

Viel wichtiger in dem Zusammenhang finde ich aber nicht das Gehalt eines Politikers, sondern vor allem von welchen Verbänden oder Unternehmen man sein Geld bezieht.
Denn so etwas kann tatsächlich politische Entscheidungen lenken, was ja ständig passiert.
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lunatir
#49 | 21. Dez 2012, 09:21
Guter Artikel!

Und man merkt leider in vielen Kommentaren gleich wieder, wie sich diese Naivität schon seit langem festgesetzt hat.
Nur die wenigsten beschäftigen sich seriös mit Politik, allenfalls mit typischen Medienberichten darüber.
Das ist zwar den meisten Leuten nicht zu verdenken, denn man hat ja auch noch genug andere Sorgen.
Aber dennoch führt es zu beängstigender Unkenntnis, wobei gerade jene Leute, die sich wie die Größten Anti-Politik-Rebellen vorkommen, eigentlich am meisten beeinflussbar sind.

Ich gebs hier mal unverhohlen zu:
Ich bin Links, wähle links und fühle mich davon vertreten, selbst wenn nur kleine Dinge erreicht werden würden und man ständig unter medialer und politischer Diffamierung leidet.
Aber dennoch würde ich politische Gegner niemals pauschal zu inkompetenten, korrupten Bestien erklären.

Um es auf den Punkt zu bringen:
Es gibt Politiker welche Spardiktate oder eben Aufbauprogramme für Griechenland fordern.
Es gibt Politiker welche Kriegen zustimmen oder ablehnen.
Es gibt Politiker welche statt Mittel-und Unterschicht lieber die Oberschicht zahlen lassen will.
Es gibt Politiker welche "Killer-Spiele" verbieten wollen, genauso wie es viele gibt die stattdessen endlich mal Medienkompetenz stärken wollen.
Es gäbe genügend weitere Beispiele, aber sei's drum.
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lunatir
#48 | 21. Dez 2012, 08:43
Zitat von Korvas:
Was mich auch noch aufregt ist, dass Minderheiten ziemlich bevorteilt werden und die Mehrheit sich beugen muss (und zahlen!).


Und mit deinen "Minderheiten" meinst du ganz sicher nicht unsere liebe Oberschicht, welche jahrelang steuerlich entlastet wurde und nichts für die Krisen zahlen muß.
Nein, du meinst damit ganz andere Minderheiten, und gibst deshalb ganz gut den rektionären Bürger wider, welcher als Politiker auch nicht anders wär.
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TheVG
#47 | 21. Dez 2012, 04:54
Toller Artikel, der auch mal ne Aussage besitzt, die Spielen sich nicht pauschal anbiedern.

Es ist nur traurig, dass Politiker in real genauso gesehen werden. "Reaktionär, sind nur bei Diätenerhöhung einer Meinung...." Euch allen wünsche ich mal 4 Wochen Praktikum im Bundestag. Da sieht die Realität ein wenig anders aus.

Ich finde es auch immer erstaunlich, wie Politiker für Dinge verantwortlich gemacht werden, wo man eigentlich in die Wirtschaft schielen müsste.
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Avatar Hans_W
Hans_W
#46 | 21. Dez 2012, 01:34
Zitat von xunes:
Schlussendlich werden die Politiker wohl ein [...] Abbild der restlichen Gesellschaft sein


Ja, das ist das eigentliche Problem. Eine Regierung ist schon so etwas wie die Elite des Volkes. Ist das nicht beängstigend? Man traut sich kaum zu fragen, wie miserabel erst der Rest sein muss, in Anbetracht seiner (zumindest tolerierten) Führung.
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Avatar xunes
xunes
#45 | 21. Dez 2012, 00:22
Zitat von alexKIDD:
färbt wohl von der Realität ab mit den Politikern, nur traut sich keiner es zu zugeben.


Es traut sich keiner es zuzugeben? Ganz im Gegenteil, wie man hier an den Kommentaren sieht, gilt es doch schon längst als "cool" Politiker einfach mal pauschal "Scheisse" zu finden.

Es lebt sich halt auch so einfach wenn man die Schuld für Fehlentwicklungen komplett auf die Politik abschieben kann. Dass die Wirtschaft in Deutschland relativ gut läuft und der Lebensstandard hoch ist, da kann die Politik aber natürlich nichts dafür, das waren dann wir und vielleicht noch die klugen Wirtschaftsbosse ganz alleine...

Die Realität ist halt aber leider ein wenig komplexer, als es sich manch ein "Politiker sind alle doof"-Schreihals so vorstellt. Schlussendlich werden die Politiker wohl ein etwas verzerrtes Abbild der restlichen Gesellschaft sein, getrieben von verschiedenen, mehr oder weniger ehrenhaften Motiven, manchmal kompetent, manchmal überfordert, ganz wie wir es tagtäglich eben auch sind. Bloss kommen wir halt nicht in der Bild-Zeitung und Pro7, wenn wir schwarz ein paar Euro nebenbei verdienen, dem Sohnemann über Vitamin B einen Praktikumsplatz im Betrieb organisieren oder von der Firma bezahlte Seminare von den Steuern abziehen.

Die Politik hat halt zudem die Schwierigkeit, dass sie sich mit komplexen Problemen mit einer Unzahl unbekannter Variabeln auseinandersetzen muss, für die es meistens einfach keine einzelne optimale und "gute" Lösung gibt. Das Leben ist halt kein Bioware-Spiel (zum Glück!). Am Schluss kommt man es dann eben zu einem Kompromiss dessen genaue Auswirkungen weitgehend unbekannt sind und mit dem vieleicht keine Partei ganz zufrieden ist.

Aber Stammtischhelden und Internet-Weltenretter lösen solche Probleme natürlich mit links, surfen nebenbei ganz locker auf Youtube oder trinken ein Bier, wundern sich darüber wie doof die Politiker doch sind und schlafen anschliessend mit einem sanft überheblichen Lächeln den Schlaf der Gerechten.
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Seine Majestät
#44 | 20. Dez 2012, 23:23
Überall flimmern Kriege auf den Schirmen, überall! Wo sind nur all die harmlosen Ottonormalbürger, die Lehrer, Bäcker oder GameStar-Redakteure? Wo die freundlichen Aliens, wo? Und wo sind die ehrenhaften Pizzabäcker in der Welt der Videospiele?

Der Artikel hat die intellektuelle Tiefe eines Plattfischs. Statt nachzudenken über die Beziehung zwischen Spielmechaniken und ihren Inhalten, etwa über die Verbindung von räumlicher Simulation und Gewalt, gefällt sich der Artikel in einer schlichten Moralpredigt. Von einem Magazin, das einen gewissen intellektuelle Anspruch erhebt, erwarte ich doch etwas mehr. Zumal es zu diesem Thema bereits einige bemerkenswerte Gedanken gibt:

http://www.youtube.com/watch?v=wSBn77_h_6Q

Das nenne ich einen Essay!
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rob81
#43 | 20. Dez 2012, 22:28
Kommt auch nie etwas pro-Bürger von der Politik. Immer bekommt man mehr Steuern, Gebühren und Restriktionen im Namen der Industrie aufgebrummt.

Für Leute die gewählt wurden um das Volk zu vertreten sollte man eigentlich das genaue Gegenteil erwarten. Nix mehr mit Hungerlohn und BaFöG Sätzen unter Hartz4 Niveau, von denen man auch noch die Hälfte zurückzahlen muss.

Keine Ahnung was die sich da zusammenreimen, aber immer weniger Leute haben Bock auf das System oder überstehen es ohne seelische Schäden. Doch anstatt das Problem mal bei der Wurzel zu packen, jagt man Killerspielen nach und haut sämtliche Einsparungen den Griechen in die Kasse :(
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merkaba
#42 | 20. Dez 2012, 21:56
"Doch woher kommt die einseitige Darstellung?"

DAS ist doch wohl ein WITZ, das kommt aus der Realität.
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alexKIDD
#41 | 20. Dez 2012, 21:50
färbt wohl von der Realität ab mit den Politikern, nur traut sich keiner es zu zugeben.
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DraKkZz
#40 | 20. Dez 2012, 21:17
Sehr schöner Artikel!

Gott, wie ich Herrn Schmidts Schreibstil vermisse. Gerne mehr davon!
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Aldaris85
#39 | 20. Dez 2012, 21:13
Zitat von Meraun:


Rede für dich selbst. In der Schweiz läuft das Gott sei Dank nicht so.

Das politische System der Schweiz ist in einigen Bereichen sehr viel volksnäher und ausgewogener, deswegen sind die Schweizer ja auch im Vergleich zu Bürgern vieler anderer Länder gut informiert über ihre Regierung. Sicherlich auch nicht perfekt, aber ich finde europaweit ein gutes Vorbild.
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HexeSandy
#38 | 20. Dez 2012, 20:43
Schön mal wieder was von Christian zu lesen . Und der Artikel ist wie von ihm gewohnt gelungen.
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Jabor08
#37 | 20. Dez 2012, 19:58
Ronald Sung aus Alpha Protocol ist meiner Meinung nach ein ziemlich gut/realistisch dargestellter Politiker.
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GhostWarrior
#36 | 20. Dez 2012, 19:16
Lang lebe der König!!!
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