Was, schon wieder ein Blog über Diablo 3? Fällt euch denn gar nichts mehr ein?
So oder so ähnlich könnte eine Einleitung zu dem nachfolgenden Text und auch irgendwie zu dem gesamten Spiel lauten.
Vor einiger Zeit schrieb ich, direkt nach einem gescheiterten Versuch mit Knaus ein LetsPlay Together zur Diablo 3 Open Beta zu machen, mir meinen Frust von der Seele und beschwerte mich ausgiebigst über das Spiel.
Nun habe ich die Verkaufsversion samt ein paar Patches auf Englisch und dem leichtesten Schwierigkeitsgrad durch und kann ein erstes Fazit abliefern. Um die Klicks möglichst zu maximieren kommt bestimmt auch noch eines nach einem Koop-durchlauf oder einem anderen Schwierigkeitsgrad ;)
Mein erstes Urteil war bekanntermaßen mehr als nur vernichtend. Diese Meinung hat sich zwar inzwischen sehr zum positiven geändert und auch sonst bin ich von dem Spiel sehr angetan, doch es gibt noch immer Dinge, die mich massivst ankotzen bzw vermieden hätten können. Das offensichtlichste Problem, und das spreche ich nicht an, nur um möglichst viele grüne Daumen, Likes und /oder retweets zu kassieren, ist der Zwang, ständig online zu sein. Sorgte er während der Beta und dem kurz darauf folgenden Release für massive Probleme, sorgt dieser Zwang inzwischen für sporadische Lags. Das stört mich bei meinem Standartcharakter eher weniger, bei einem Hardcore-Char würde es mich jedoch irgendwie weit mehr nerven.
Liebes Blizzard: Wenn ihr schon einen Onlinezwang bringt, dann sorgt auch bitte dafür, dass alles wirklich reibungslos funzt. Ansonsten geht es euch halt wie in Korea, wo ihr zu Recht abgemahnt wurdet.
Der andere Punkt, der mich stört, ist der große Fokus auf das Auktionshaus. Natürlich ist es schön, sich dort gegen Ingamewährung bessere Items zu kaufen und damit leichteres Spiel zu haben. Ich bin zum Beispiel bei Diablo in der Schattenwelt verreckt und nach einem preiswerten Einkauf über 25'000 Gold und daraus resultierenden 100 dps mehr, war der Kerl binnen drei Minuten tot.
Das heißt aber auch, dass ich anscheinend viel zu wenig guten Loot für meine Dämonenjägerin gefunden habe, während ich einen Barbar mit Items erschlagen könnte. Bisher fehlt mir noch der Beweis, aber was ich bereits gelesen habe, wird dieser Umstand in höheren Levels und vorallem auf Hölle oder Alptraum zu wahren Alptraum. Hier wurde es also enorm bei der Balance verkackt. Das muss bei über 10 Jahren Entwicklungszeit nun wirklich nicht sein.
Doch kommen wir endlich zu den Sachen, die Diablo 3 gut macht. Zwar wird die Story, außer in den Renderfilmen, die einfach nur genial sind, sehr müde präsentiert, ich sage nur Cains Tod und die Auferstehung Diablos, aber in sich ist die Handlung für ein Actionrollenspiel in Ordnung. Vor allem werden einem sehr viele Hintergrundinfos durch Tagebücher geliefert. Die Frage bleibt jedoch, wie die überall in die Welt gelangen.
Zudem ist das Trefferfeedback wirklich ausgezeichnet. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, nicht zu wissen, was gerade passiert. Daraus folgt natürlich, dass man erst recht noch bessere Ausrüstung haben will oder noch stärker werden will, nur um die Gegner noch besser auseinander nehmen zu können. Das mag für Außenstehende wahrscheinlich krank und gestört klingen, und ist es wahrscheinlich auch, aber ist gibt ein gutes Gefühl und das ist der Hauptmotivator eines jeden Rollenspiels.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich den Kaufpreis nicht bereut habe und mich sehr darauf freue, zusammen mit Knaus das gesamte Spiel und nicht nur Teile davon durchzuzocken.
http://maggus-desire.de/index.p hp/naviblog/blogsmaggus/473-dia blo-3-auf-normal-wurde-beendet