Warum hier?
Mir ist klar dass dieses Thema eigentlich nicht hierher gehört aber trotzdem, es muss mal raus.
Zumal es sicher den einen oder anderen Rauchenden Gamer gibt.
Kein Raucher-Hasser
Also dieser Blog soll nicht etwa Raucher angreifen oder irgendwie eine Anti-Raucherkampagne werden.
Er soll nur zeigen was passiert wenn man nicht mehr die Kontrolle über sein eigenes Konsumverhalten hat.
Mir ist egal ob jemand Raucht oder nicht, das Passivrauchen unangenehm ist sollte auch klar sein.
Mein Ziel
Nachdem ich mir eine ziemlich starke Erkältung eingefangen habe will ich endlich mein Laster loswerden.
Nicht aus Gesundheitlichen Gründen, jeder der mir dieses Argument an den Kopf wirft macht es nur noch schlimmer :O
Hatte als Kind Jahrelang immer das Problem das ich dies nicht machen darf, das zu Gefährlich sei, habe einen Herzfehler bin aber Sportlicher als mancher Kerngesunder Gleichaltriger.
Irgendwann wurde ich diesbezüglich extrem Rebellisch, tat dann so ziemlich alles was dem Herz schadet, leider ist diese in der Pubertät entstandene Reaktion geblieben.
Da ich nicht aus Gesundheitlichen Gründen aufhören will tue ich es weil ich keinen Sinn resp. nutzen mehr in der Zigarette finde.
Als mein Kollege demonstrierte an sich mal die Abhängigkeit an dem Sargnagel.
Dazu benutzte er den Mindbreaker-Trick. Die Zigarette wird zwischen Teige- und Ringfinger eingeklemmt und man soll sie nun Loslassen. Das Ganze Funktioniert nur wenn man die Zigarette angezündet hat.
Das Resultat war erschreckend, 100% aller anwesenden Raucher brachten es nicht über sich die arme Hilflose Zigarette auf den Boden fallen zu lassen, die Nichtraucher hatten beim glimmenden Glimmstängel keine Probleme damit.
Trotz des Resultates dauerte es noch einige Zeit bis ich endlich diesen Entschluss fasste.
Der Beginn
Wieso begann ich eigentlich mit Rauchen?
Gute Frage mit einer Blöden Antwort.
Als ich meine erste Lehre kurz vor Beendigung stand, das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis hatte ich bereits und ich beendete nur noch die Vertragszeit, wurde der Projektleiter eines Grossprojekts Krank.
Er und ich bildeten das Team, unser Projekt war eine Auftragsarbeit, wir sollten sechs komplette Batterie-Recycling Linien Konstruieren, jede war ähnlich aber jede war in vielen Details anders.
Zu den Linienkomponenten gehörten Podeste, Zinkbrennöfen, Silos, Förderschnecken…
Tja nun war ich am Drücker, das gesamte Projekt war nun meine Aufgabe.
Stress am Arbeitsplatz war vorprogrammiert, besonders weil ich und mein Ex-Lehrmeister ausgewachsene Chaoten waren.
Der einzige Trost denn ich hatte war das ich Berufliches und Privates trennen kann, denn Arbeitsstress nahm ich wenigstens nicht nach Hause.
Anstelle von vier Wochen einsamer Wolf spielen, waren es nur zwei, meine zwei Wochen Ferien waren trotzdem futsch da ich nach der Rückker des Projektleiters tatkräftig mithelfen musste um die erste Prototypenlinie Fristgerecht zu Konstruieren.
Als ich aber meine Vertraglich erfühlt hatte ging ich.
Hatte noch zwei Wochen Zeit bis meine Zweitausbildung begann.
Obwohl ich Berufliches und Privates trennen kann, fehlte mir am ersten Ferienmontag der Berufsstress, was bei allen Ferienwochen zuvor nie der Fall war.
Die Berufliche Neuausrichtung, das Wissen das mein Stabiles Berufsumfeld weg ist führten dazu dass ich ziemlich unter Stressentzug litt.
Als ich dann eine Villiger St.Louis Sweet rumlag die ich Rauchen durfte war’s passiert.
Innert Sekunden kein Stress mehr, enormes Glücksgefühl und und und.
Habe zwar in der Lehre ab und wann einen Glimmstängel geraucht aber nur alle acht Monate einmal, diesmal wurde ich abhängig.
Reduzieren oder Crash-Stopp?
Habe schon von mehreren Methoden gehört die zum Ziel führen.
Eine ist der Sofort- oder Crash-Stopp. Diese Methode ist besonders in den ersten Tagen sehr hart da der Körper enorm nach Nikotin schreit, sollte diese Phase vorbei sein sagen viele sie wollen nicht mehr Rauchen.
Gesagt getan, dachte ich zumindest. Nach anderthalb Tagen war der Nikotin-Entzug zu gross und ich Rauchte wieder.
Die andere Methode basiert auf eine Konsumreduzierung.
Auch diese Methode versuchte ich, leider stellte ich fest dass sofort der Alltag wieder kam. Reduzieren ist trotz sehr starker Zigarillos, welche wegen ihrer Stärke das Nikotinverlangen hemmen, nicht möglich.
Was also tun? Eins ist sicher, ein Rauchstopp ist in allererster Linie eine reine Kopfsache.
Ein Crash-Stopp scheint unumgänglich, allerdings werde ich den versuch erst am Wochenende starten wenn die Alltagsroutine nicht mehr da ist
Das Problem mit dem lieben Alltag und der damit verbundenen Routine ist das man auch Automatisch aus Gewohnheit Raucht, was einen Stopp extrem erschwert.
Wie weiter und was ich daraus lernen kann
Da mich der Gesundheitsaspekt nicht Motivieren kann muss ein anderer Motivator her.
Denn habe ich nach längerem Überlegen auch gefunden.
Bisher habe ich fast alles was ich gemacht habe nur gemacht um mir, oder auch anderen, zu beweisen das ich das sehr wohl durchziehen kann.
Diesen Umstand werde ich mir hier zu Nutze machen.
Ist immerhin eine relativ grosse Herausforderung mit der Zigarette zu brechen.
Eins habe ich aber gelernt, man ist schneller abhängig als einem lieb ist und als man es selbst zugibt.
Werde also in Zukunft vorsichtiger sein, besonders wenn ich die Risiken kenne.