Ich muss sagen, dass es mir bei den Bildern, der Ankündigung und dem Artikel zu Star Citizen richtig unter den Fingern gebrannt hat. Doch was hat gebrannt und wieso?
Nun, das ist recht einfach: Ich habe einst, als ich meine Karriere als Viedospielfan begann, damals in grauer Vorzeit, ein SNES besessen. Damals hatte ich nicht viele Spiele dafür, vielleicht so vier oder fünf, aber eines hatte ich: WING COMMANDER!
Ich kann schon nicht mehr genau sagen, wie Häufig ich unter meinem Wing-Commander Standardrufzeichen "Blizzard*" die bösen, bösen Fellknäuel aus de Galaxie vertrieben habe. Ich habe dieses grauenhaft überestzte Stück Steinzeitgrafik geliebt, so sehr, dass ich mir, sobald ich einen Leistungsfähigeren Rechner hatte, auch die restlichen Teile organisierte- Durch bettelei bei Freunden, oder als Disketten/CD-Versionen in dem Gebrauchtwarenladen meiens Vertrauens/e-Bay. Ich bin immer noch der Meinung, dass Teil 3 die stimmigste Atmosphäre hatte, wenngleich die Steuerung mich damals, als siebtklässler, leicht überforderte.
Alelrdings blieb ich nicht nur dieser Serie treu: Ich kaufte mir Freespace, Freespace 2, das durch seinen latenten Rassismus unterhaltsame "Star Lancer" das mir vor allem duch sein ungewöhnliches "kalter Krieg im Weltraum Szenario" und mit abscheulichem Akzent sprechende Figuren in Erinnerung blieb. Oh und natürlich dadurch, dass das "beste Schiff" den Namen "Patriot" trug.
Die X-Saga hab ich auch hier noch im Original herumliegen, die mich besonders durch ihre Freiheit begeistern konnte. Man konnte als Händler herumreisen und ausknobeln wo man irgendwelche Ersatzteile besser verkaufen könnte, oder auf welchem Asteroiden man seine eben gekaufte Mine aussetzen soll- Oder man kauft sich einfach eine Polizeilizenz und nietet für Geld böse Alienmonsterviecher in Raumschlachten um. Ein wahrer Genuss!
Und dann erschien Freelancer, was mich seinerzeit einfach nur umhauen konnte. Nicht nur das die Grafik(für damalige Verhältnisse, damit meine ich aber die Verhältnisse meines popeligen 1GHz Rechners mit miserablen Grafikchip) unglaublich gut aussah, die Steuerung ging einfach von der Hand und erlaubte viele Spielereien. Letztendlich aber war auch hier wieder enorme Freiheit gegeben, selbst nach Abschluss der Hauptstory. Ich weiß noch wie ich nach dem Ende der Geschichte ewig herum flog, weil ich unbedingt der Held des Rheinlandes werden wollte und wie ich mit dem Taschenrechner neben dem Computer da saß um meinen Profit zu berechnen den diese Tour oder dieser Auftrag einbringen würde. Klar, heutzzutage ist sowohl das Spieldesign als auch die Grafik altbacken und schrecklich unkomfortabel, aber mir sind solche Details egal, ebenso wie die eher... plätschernde Geschichte ohne irgendwelche Twists. Okay, die freien Liberty Welten werden von bösen Deutschen angegriffen, hinter denen allerdings Aliens stehen, aber wen kümmert das schon? Immerhin umrkeisen böse Deutsche ja schon seit Jahrzehnten den Planeten mit iOhone-Betriebenen, fleigenden Utnertassen, also nix Neues.
Um so mehr brannte mir utner den Fingernägeln mal wieder ein solches Spiel zu spielen. Ich habe meinen uralten Spielstand immer noch und kram ihn dann und wann zusammen mit der CD raus um zu sehen, ob ich wirklich mit einer Tour zwischen Neu-Berlin und Neu-Tokio in einem Vollgerümpelten Transporter der Marke Buckelwal tatsächlich einen reinen Profit von ca 230.000 Credits einfahren kann- Nur um jedes Mal wieder fest zu stellen, dass ich mich verrechnet habe und es mehr ist. Und von meinem ganzen Geld kaufe ich mir dann doch nur wieder die Walküre, fliege durc den Raum und schau Mal so welche Fraktionen ich noch durch Aufträge hoch leveln könnte- Und selbst wenn ich keine Finde, motiviert michd as riesige All und vor allem die Abwechslungsreichen Systeme einfach nur hindurch zu fliegen und Fiesewichte zu jagen(etwa den vermalledeiten Bundschuh-Bund** oder die BAuernallianz die mir so manche Ladung abnehmen wollte).
Doch im Mittelpunkt dieser Exkursionen in die Kolonien von Freelancer steht nur eine Frage: Warum hat es nie einen zweiten Teil gegeben? Oder wenigstens einen Klon? Oder auch nur ein ähnliches Spiel? Vor allem warum Microsoft ein derart großartiges Spiel einfach so Stiefmütterlich versauern hat lassen, will mir nicht in den Kopf(aber es gibt zum Glück Community Patches und auch noch Fans).
Es erschien zwar jüngst auch die Wing Commander Saga, welche an und für sich nicht schlecht ist und auch mir viel Spaß gebracht hat, aber diese kann sich kaum mit der offenen Welt von Freelancer messen. Wenngleich es kein schlechtes Spiel ist und durch die Tatsache, dass es gratis zu haben ist, auch zu einer Pflichtanschaffung für alle Fans von Weltraumschlachten wird, die, wie ich, so lange hungern mussten.
Und in diese Daseinskrise schlägt Chris Roberts, unbesungener Held meiner KIndheit, mit den Bildern und der Ankündigung zu Star Citizen.
Endlich.
Endlich!
ENDLICH wieder Dogfights im offenen Weltraum!
Aber nicht nur das, sondern eine Welt die eine Strigente Geschichte webt, der man aber auch den Rücken kehren kann um einfach nur so durch die Galaxie zu fliegen und Dinge zu verkaufen. Und das alles in eienr Grafik, die auf den Bildern schon unglaublich gut aussieht und fast dafür sorgt, dass ich mein GameStar-Heft durchsabbere. Dazu sind da noch die Versprechungen die der gute Herr Roberts macht unglaublich Vielversprechend: Eine Online-Community die mit dauerhafter Nahrung versorgt wird, die völlige Freiheit zu tun und zu lassen was man will, neu nachgelieferte Inhalte für Lau, was beileibe in der Zeit von goldenen-Pferderüstungs-DLC's und Frechheiten wie dem Anchorage-DLC für Fallout 3, leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist- All das könnte Star Citizen zu einem der großartigsten Spiele machen, die, nicht nur auf diesem Gebiet sodnern meiner Meinung nach überhaupt, gemacht wurden. Und das in einer Gesellschaft wo die Spieleindustrie immer mehr zur Service-Wüste wird. Wo Spieler sich schon freuen können, wenn der Support innerhalb von 2 Stunden auf eine Mail reagiert und wo teilweise halbfertige Titel zum Vollpreis verkauft werden und dann erst durch DLC's (natürlich ebenfalls für Geld) mit den Inhalten versorgt werden, die sie schon von ANfang an hätten beinhalten müssen.
Doch es bleibt bei aller Vorfreude ein großes ABER übrig: Chris Roberts verspricht schon sehr viel für künftige Star Citizens. Ich habe mich seinerzeit auch auf C&C 2 gefreut und wrude herb enttäuscht, ebenso auch bei The Old Republic. Entwickler versprechen das blaue vom Himmel um Kunden zu gewinnen, deshalb versuche ich meine Vorfreude zu drosseln, auch wenn ich mich dem Crowdfunding für Star Citizen angeschlossen habe.
Womit wir gleich beim zweiten Aber wären: Noch fehlt für die Verwirklichung des Plans Geld, und zwar viel Geld.
Es wäre so Schade, wenn ein großartiges Spiel wie Freelancer keinen (inoffiziellen) Nachfolger bekommen würde. Oder wenn dieser so verkorkst wäre wie JA: Back in Action(Jagged Alliance 2) oder Dungeons(Dungeon Keeper 2).
Und solange ich mir darüber Gedanken mache, installier ich erneut Freelancer...
*Jegliche Ähnlichkeit mit einem berühmten Entwicklerstudio ist rein Zufällig. Hey, ich war etwa 11 oder 12 als ich auf die Idee für den Namen gekommen bin...
**Der Bundschuh- Ärgert deutsche Machteliten seit 1493!