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Avatar TrudleR
TrudleR
#1 | 29. Mai 2011, 13:55
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Avatar Goldberg070
Goldberg070
#2 | 29. Mai 2011, 13:56
Wie Recht der gute Mann doch hat.
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Kuomo
#3 | 29. Mai 2011, 14:00
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TechF
#4 | 29. Mai 2011, 14:17
Gerade der Satz mit dem "Spiegel der Gesellschaft" hat mir sehr gefallen. An dieser Aussage gibt es aus meine Sicht nichts rütteln. Oft wird behauptet, dass gewalthaltige Spiele Gewalt auslösen aber gewalthaltige Spiele sind auch nur eine Konsequenz der Gewalt in unserer Gesellschaft und nicht primär ein Grund dafür. Das ein Pingpong-Effekt auftritt, dürfte eher höchst selten sein.
So oft wird über die Wirkung diskutiert statt über die Ursache oder die Wirkung wird mit jener vertauscht.
Eine ähnliche Situation ist mir auch erst letztens über den Weg gelaufen im Bezug auf Rüstungfirmen.
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Avatar SethSteiner
SethSteiner
#5 | 29. Mai 2011, 14:32
"Nein, in der Kunst muss tatsächlich alles erlaubt sein."

Genau das ist der Punkt und nein, weder Indizierung noch Beschlagnahmung darf es geben, beides ist sowohl wirkungslos als auch unmöglich in irgendeiner Weise rational zu begründen und damit automatisch obsolet. Letztendlich sprechen wir von Medien und Medien müssen alles dürfen, den Rest regelt der Markt ganz von allein, da braucht es keinen Staat der in irgendeiner Art und Weise eingreift und sei es nur durch Prüfbehörden die ohne wissenschaftliche Grundlage arbeiten und bewerten.
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Gelöschter User
#6 | 29. Mai 2011, 14:55
"Die staatliche Zensur von Videospielen in Deutschland, Australien und anderen Ländern ist eine zutiefst beunruhigende Tendenz."

Das sehe ich allerdings auch so. Zensur ist immer der schlechteste Weg mit einem "Problem" umzugehen, da es nicht gelöst wird, in dem man es totschweigt.
Es stellt sich allerdings die Frage, wo die Grenzen zwischen Kunst, Zensur und Verbrechen liegen. Ist es noch Kunst, wenn es volksverhetzend ist oder Minderheiten diskriminiert? Darf Kunst z. B. den Nationalsozialismus verherrlichen und ist es sinnvoll dies zu verbieten?
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Gelöschter User
#7 | 29. Mai 2011, 15:04
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Gelöschter User
#8 | 29. Mai 2011, 15:10
Zitat von Bruce will es:
Jedes kommerzielle Spiel ist "Unterhaltung" und kein einziges enthält "Denkanstössende" künstlerische Inhalte.

Das würde ich nicht allzu sehr verallgemeinern. Spiele, wie GTA, Mirror´s Edge oder Metal Gear Solid, sind kommerzielle Produkte, enthalten Denkanstöße und bieten durchaus künstlerische Inhalte. Allerdings sind das wirklich die Ausnahmen.
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Gelöschter User
#9 | 29. Mai 2011, 15:14
Zitat von Bruce will es:


Da halte ich dagegen dass die Spielindustrie reine kommerzielle Produkte entwickelt und bei so gut wie allen vermisse ich die "Kunst" dahinter. Jedes kommerzielle Spiel ist "Unterhaltung" und kein einziges enthält "Denkanstössende" künstlerische Inhalte.

Wenn man "von Spiegel vorhalten" sprechen möchte, dann kann noch so oft dem "Gore-Brutalo" Gamer der Spiegel vorgehalten werden. Kapieren wird er sowieso nichts was ihm da "gespiegelt" wird noch wird er daraus auch nur irgendwas gehaltvolles "lernen".
Ausser "Cooles Game, ein bisschen langweilig zu Schluss und die Texturen könnten nen Tick besser sein. Aber der Multiplayer ist spassig".

Mehr wird auch bei einem "künstlerisch wertvollen" Produkt nicht an dessen "Gore-Brutalo" Verstand haften bleiben.


Und die Film-Industrie entwickelt natürlich keine Kommerzeillen Produkte, nein, warum auch?

Und für die Dummheit des "Gore-Brutalo gamers" Kann dann ja auch die Industrie nix. Im Prinzip hast du mit deiner Aussage ja schon Recht, aber du verallgemeinerst schon sehr Stark. Es gibt durchaus Spiele die Denkanstöße geben (Wollen). z.b. Homefront wollte dies bezwecken.
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Gelöschter User
#10 | 29. Mai 2011, 15:21
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Hybris
#11 | 29. Mai 2011, 15:24
Zitat von Bruce will es:

Da halte ich dagegen dass die Spielindustrie reine kommerzielle Produkte entwickelt und bei so gut wie allen vermisse ich die "Kunst" dahinter. Jedes kommerzielle Spiel ist "Unterhaltung" und kein einziges enthält "Denkanstössende" künstlerische Inhalte.


Da sitzt du einem weit verbreiteten Irrglauben auf. Weder "Kunst" und "Kommerz" noch "Unterhaltung" und "Denkanstoss" schließen sich gegenseitig aus.
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Gelöschter User
#12 | 29. Mai 2011, 15:40
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Gelöschter User
#13 | 29. Mai 2011, 16:08
Wieso "Entwicklung"? Eher "Zustand".
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mh0001
#14 | 29. Mai 2011, 16:11
Zitat von Bruce will es:


Sagen wir es mal so. In der Spielebranche vermisse ich die "Denkanstösse", unabhängig ob diese von inhalticher Bearbeitung bestroffen sind.


Und? Egal ob kommerziell, egal welche Zielgruppe und auch egal ob Denkanstöße oder nicht, ändert nichts daran, dass ein Spiel ganz gleich welcher Kategorie ein kreatives Erzeugnis ist, unabhängig davon ob da nur zu 100% die Gewinn- und Unterhaltungsabsicht dahintersteckte oder nicht.
Ich sehe ein reines Unterhaltungsprodukt ebenso als Kunst an wie ein Film der 3 Std. lang Denkanstöße liefert.
"Terminator" ist nicht weniger Kunst als ein Film wie "Das Leben der Anderen".
Und bei Postal fanden die Entwickler es einfach nur cool, ein Spiel zu machen, wo man mit den ungewöhnlichsten Alltagsgegenständen andere Leute um die Ecke bringen kann. Das man Postal auch gewaltfrei durchspielen kann, ist nichts weiter als ein Gag, der extra dafür geschaffen wurde, dass man das als Argument gegenüber Jugendschützern anführen kann :).
Wenn reine Unterhaltungsspiele in denen der Tod von Menschen gezeigt wird, verboten werden, haben auch nicht-Unterhaltungs-Filme kein Recht darauf, das zu tun, und umgekehrt. Zeigt man z.B. Hakenkreuze in einer Doku, sollte man sie auch in Call of Duty zeigen dürfen, beides ist als kreatives Schaffen ein vor dem Gesetz gleichwertiges Erzeugnis.
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Gelöschter User
#15 | 29. Mai 2011, 16:52
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Gelöschter User
#16 | 29. Mai 2011, 17:42
Was ich bis heute nicht verstehe Filme wie SAW werden gezeigt und sind geduldet aber bei Spielen jammert man rum.

Ich Persönlich gehöre zu der fraktion der SAW zu hart ist, auch wenn sich vieleicht der ein oder andere darüber Lustig machen würde, aber ich bin 28 und möchte sowas nicht sehen. Es geht mir dabei nicht um die Gewallt an sich, sondern das man das gefühl bekommt der "Täter" hat da einfach nur Spaß dran, gleiches gilt für andere Psycho Killer Filme in denen extreme Gewallt dargestellt wird.

Aber ich bin Erwachsen und finde es ok wenn sich jemand sowas anschauen möchte, ich kann ja jederzeit den Film aus machen oder das Spiel.

Aber es ist ein grundsätzliches Problem das die Menschen ihre Persönliche Meinung immer anderen auf drücken wollen.
Meine Meinung ist das jeder Mensch sein recht darauf hat so glücklich zu werden wie er es für richtig hällt solange er anderen keinen Schaden damit zufügt und da fängt das ding an, die Politiker glauben das SAW unbedenklich ist aber eine Folter Szene in einem Spiel muss raus geschnitten werden.

Lächerliches Beispiel in WoW gibt es eine oder sogar mehrere Folter Szenen natürlich ist die gewallt Darstellung quasi nicht vorhanden, aber trotzdem fleht da ein Mensch um sein Leben und damit ist die Szene die gleiche, und da ist meine Meinung knall hart sowas gehört nicht in Kinder Hände, Erwachsene können sowas spielen kein ding, aber Kinder ...
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w00kieman
#17 | 29. Mai 2011, 18:44
Zitat von Bruce will es:

Solange die "Brutalo-Gamer" mit "es sind doch nur pixel" Argumentieren, solange werden Videospiele auch nur auf der Ebene des reinen Unterhaltungswrtes degradiert bleiben ohne künstlerische inhaltliche Relevanz. Erst wenn der "Gamer" die inhaltliche Nachricht weitab der "Pixel" des Spieles verstanden haben, nur dann könnten es Videospiele tatsächlich schaffen auch als "Kunst" anerkannt zu werden.


Da muss ich widersprechen. Nur weil ein Teile der Gamer-Gemeinde die "Kunst" die ein gewisses Spiel darstellt, nicht versteht, heißt es noch lange nicht, dass sie nicht Kunst ist.
Das wäre ja auch bei Gemälden so.
Nur weil einer sagt, dass sind nur Striche, heißt das nicht automatisch, dass es keine Kunst mehr ist.
Oder einer meiner Helden, Helge Schneider. Nur weil manche seinen Humor nicht verstehen, heißt es doch noch lange nicht, dass er nicht witzig bzw. Künstlerisch ist oder?
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xenix1
#18 | 29. Mai 2011, 19:21
Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.

Zitat von :Johann Nestroy

Wenn Menschen nicht selber Entscheiden dürfen was sie anspricht oder abstößt, ist dies eine Vorgesetzte Moral Meinung, fern jeder freien Entwicklung von Gesellschaften. Manchmal bewegen wir uns dann wieder in Richtung Monarchie.
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Gelöschter User
#19 | 29. Mai 2011, 20:02
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mh0001
#20 | 29. Mai 2011, 20:55
Zitat von Bruce will es:

Sollte Freiheit und Demokratie irgendwann mal wirklich gefährdet sein, so werden gerade die "Gamer" die letzten sein, auf deren Verteidigung man zählen kann. Denen ist es wurscht wer sie bevormundet; Hauptsache das Pixelblut ist ok und das gerade eben errungene Achievement wird registriert.


Sry, aber den Staat hat es nicht zu interessieren, was ich wo wann und wie an Gewaltmedien konsumiere. Ein Erwachsener darf tun, sehen und hören was er will, solange er damit nicht unmittelbar die Freiheit und Unversehrtheit eines anderen Menschen beeinträchtigt.
Das und nichts anderes ist meine Argumentationsgrundlage.
Alles Einschränkende was darüber hinausgeht, ist Bevormundung und jeder der das fordert ein Verbrecher an der Freiheit jedes Einzelnen.

Noch eine Ergänzung:
Ich betrachte die ganze Sache völlig unabhängig von meinen persönlichen Medienkonsum. Wer aber nun mal extreme Gewaltdarstellung konsumieren möchte, der soll das bitteschön tun dürfen. Oder wer gerne am PC unbedingt die Abscheulichsten Dinge tun will, der kann das von mir aus gerne tun, solange er es nur am PC tut (wobei er ja keinen reellen Menschen verletzt) ist mir das völlig egal und sollte es der Gesellschaft und dem Staat auch egal sein.
Ich sehe da auch keinen Bedarf irgendwie gegensteuern zu müssen. Wenn sich die Unterhaltungsmedien von der Nachfrage der Gesellschaft nunmal zu immer mehr Gewalt hin entwickeln, dann ist das die freie Entwicklung der Kultur und man sollte ihr auch den freien Lauf lassen. Mit welchem Recht meinen einige, dass man durch Verbote und Verordnungen gegen diesen Trend und damit gegen den Willen der Bürger gegenarbeiten muss?
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xenix1
#21 | 29. Mai 2011, 20:57
Zitat von Bruce will es:


Und was haben diese dedeutungsschwangeren Worte mit dem Thema Videospielen zu tun?
Keine Bange.. eine demokratische, freiheitliche Kultur wird ganz sicherlich nicht daran zugrunde gehen nur weil ein paar Blut- und Gewaltliebhaber keine künstlichen Pixelgestalten verstümmeln dürfen.

Im Rahmen von Meinungsfreiheit gibt es wesentlich wichtigeres als fehlendes Blut und Gedärm im Videospielen. Und das unsere ach so aufgeklärten und zensurkritischen Vollpsoten so viel von Demokratie und Meinungsfreiheit und der Wahrung dieser verstehen, merkt an wie Freiwillig sie Ihre persönlichen Daten auf dem Altar der Unterhaltung Opfern. Facebook ist super, Acountbindung zu Videospielen ist auch super, Steam ist Klasse, DRM will nur das beste für den Kunden, Cloud-Computing ist phantastisch..etc.... Aber dann den Staat kritiseren weil der Spieler sich bevormundet fühlt, wenn mal hier und da Blut und Gedärm in Hülle und Fülle in Unterhaltungsprodukten fehlt und das Spiel nur deswegen Scheisse ist.

Sorry, aber "die" haben für mich einfach nicht mehr alle beisammen und sind einer freiheitlsliebenden Demokratie unwürdig. Solche Menschen brauchen kein Brutal-Gore Produkte sondern vielmehr eine Starke Hand die sie führt und denen zur Not mal Verstand udn Vernunft "einprügelt".


Und wohin hat uns diese Hand bis jetzt geführt? In ein Elitären Staatsapperat des Neoliberalismus, wo wir durch ein Künstliches Mehrpartieinsystem abgelenkt und mit zuwenig "Virtuellen" Finanzmittel in unterschiedliche Meinungs Katogorien als Individium gedrängt werden, um uns dann in Darwinistischer Fütterjagd Gegenseitig zu "befeinden"?

Aber das ist ein anderes Thema, das an diesem aber trotzdem angrenzt.

Ich gebe dir völlig recht in Bezug auf die Gewaltzunahme in Computerspielen (ich persönlich habe die Gleiche Meinung wie du, ich brauche kein Splatter, erst recht nicht mit zunahme der KI und dem dadurch besseren Bezug zur Realität, ich bin schon älter und habe meine Erfahrungen gemacht).

Aber ohne Fehler zu machen lehrnt die Phyche des Menschen nicht dazu,
ohne eine Negativ Assoziation gespeichert zu haben, ist es nicht möglich dazu einen Standpukt zu vertretten, da es keine vorgefertigten gespeicherten Muster & Meinungen im Neuronalen Kortex gibt. Wir wissen nur durch unsere und unserer Vorfahren Fehler den Bezug zu den Worten: Ethik, Moral, Anstand und Sitte einzuordnen. Diese Worte und deren bedeutung gab es vor einigen Tausend Jahren noch nicht, es ist eine Entwicklung durch die Einsicht von gemachten Fehlern.

Gerade Computerspiele haben die Chance dem Jungeren User auf Virtuellen Weg eine Prämisse vorzuzeigen die sie im zukünftigen Leben gut einsetzten können um Situationen besser bewerten zu können, ohne wirklichen schaden anrichten zu müssen.

Hier muß man aber deutlich von Vernachlässigung der Entwickler reden dieses nicht erkannt oder gefördert zu haben wollen. Wenn ich in einem COD nur denn Spielverlauf durch Töten vorantreibe, werden Falsche Interprätationen gesetzt. Hier ist die Darstellung der Wahrheiten schuld die durch eine "Polit Zensur" des Weltbildes das uns aufgedrückt wird vorrangetreibt. Wie du siehst stecken wir schon lange in einer Zensur das diesen Wahn nur bisjetzt vorantreibt, statt aus der Zensurlosen zustand selber entscheiden zu dürfen was ein Fehler ist und was nicht für unsere Kultur und eigene Entwicklung.

Hier sind jetzt die Entwickler gefragt, nicht die Zensur ansich.

Ps: Kleines Beispiel, seit dem ich Renn Simualtionen Fahre(ca.10 Jahre), habe ich überhaubt kein Interesse mehr in der Stadt zu Fahren geschweige den zu Rasen. Dafür suche ich mir eine echte Rennstrecke, fern abseits, wo ich für niemanden eine Gefahr Darstelle! Wie gesagt Simualtionen! diese sind versucht, immer Ehrlich zu sein, wie es nur geht.
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Avatar Forsti 13
Forsti 13
#22 | 29. Mai 2011, 21:05
@ Bruce will es

Ich bin mal so dreist und behaupte, dass jede Form von Kunst auf Kommerz abzielt. Denn Kunst ist nichts anderes als ein Produkt. Und wie jedes Produkt muss es verkauft werden, denn sonst bringt es dem Hersteller nichts.
Außerdem frage ich dich: Warum kann Kunst nicht ohne Denkanstoß und Aufklärung auskommen und einfach nur Unterhaltung sein? Wo ist z.B. bei der Mona Lisa der Denkanstoß? Wo ist der Denkanstoß bei Goethes Faust? Oder wo ist sie bei Der Marsch der Pinguine?
Ich finde Kunst kann auch einfach nur Unterhaltung sein und muss nicht immer sofort einen tieferen Sinn haben.

Und noch eine Frage: Warum sollten ausgerechnet die Gamer so isoliert sein, dass ihnen die Politischeumwelt egal ist? Ist das nicht viel eher ein extremes Vorurteil aller Spielegegner?
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Avatar Arssis
Arssis
#23 | 29. Mai 2011, 23:21
Zitat von xenix1:


Und wohin hat uns diese Hand bis jetzt geführt? In ein Elitären Staatsapperat des Neoliberalismus, wo wir durch ein Künstliches Mehrpartieinsystem abgelenkt und mit zuwenig "Virtuellen" Finanzmittel in unterschiedliche Meinungs Katogorien als Individium gedrängt werden, um uns dann in Darwinistischer Fütterjagd Gegenseitig zu "befeinden"?



Du führst deinen Kommentar zwar etwas wirr aus, aber ich denke wir sind im Punkt der (staatlichen) Zensur auf einer Seite. Warum du aber gleichzeitig auf dem Liberalismus herumhackst verstehe ich wirklich nicht. Wäre Deutschland wirklich liberal, würden sich diese Diskussionen über staatliche Zensur überhaupt nicht einmal im Ansatz ergeben - es würde die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen im Vordergrund stehen.
Viel kritischer sehe ich dieses Thema im Bezug auf Kinder. Man kann nicht erwarten, dass sich ein zehnjähriger ernsthaft mit der Zensur- und Gewaltdarstellungsfrage auseinander setzt. Er wird die Gewalt sehen und sie (so denke ich) völlig unkritisch aufnehmen. Doch hier ist es mit Sicherheit nicht die Aufgabe des Staates bzw. des Jugendschutzes für Prävention zu sorgen, sondern eine persönliche Entscheidung der Eltern.
Allerdings gibt es dieses Problem der "Nicht-Reflektion" auch bei vielen älteren und erwachsenen Spielern, aber auch hier darf jeder für sich selbst entscheiden, ob er pure, hirnlose Gewalt ohne nachzudenken konsumieren will oder nicht.
Und zur Frage ob Spiele Kunst sind:
Genau so viel und genau so wenig wie Filme und Bücher und Musik auch. Es gibt in allen Bereichen Produkte, die zum denken anregen, kritisch sind oder vom Menschen einfach nur als "schön" empfunden werden, genau so wie es Produkte gibt, die stupide und hirnlos sind (oder so erscheinden). Ich meine, es gibt so viele dumme Filme, die einfach nur Gewalt verherrlichen und genau so gibt es in der Musik Produkte, die erscheinen so überflüssig und blöde wie es nur sein kann. Doch auch diese dummen Dinge können Kunst sein und wer bitte sollte entscheiden was Kunst ist oder nicht außer dem Konsumenten? Wenn dieser das Produkt konsumieren möchte soll er das tun, dabei ist es im endeffekt sogar egal, ob es jetzt Kunst ist oder nicht. Hauptsache er entscheidet für sich und schadet niemand anderem damit.
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xenix1
#24 | 30. Mai 2011, 02:23
Wir sind uns im sinne schon einig in vielen Ansichten.

Nur gebe ich die Verantwortung, nicht nur den Eltern, sondern den Produzenten von solchen Produkten. Wenn eine Gewaltdarstellung stattfinden soll, dann sollte diese Erfahrung sehr viel realistischer dargestellt werden, als die heutigen, total überzogenen Titel.

Es sollten Erfahrungen geschaffen werden durch Virtuelle Welten, quasi ein Lernen durch das Gespielte. Die Aufmerksamkeit des Spielers darf nicht in einen Monotonen spielablauf enden. Denn dann kommt es zur "nicht-reflextion". Jungere Mitspieler sollten durch den Spielablauf und Spielmechanik alleine schon weniger Interesse zeigen wollen, wenn man Inhalte für Erwachsene auch so Behandelt und Inzeniert. (Erwachsene Dialoge mit Inhalt, Politik, Ethik, Moral, Bildung).

Kein COD, du bist der Unsterbliche Held der Welt Szenario zum Abchillen während man 500 Leute Killt bis zum Abspann. Kriegsszenarios sollten als Drama Inzeniert werden aber nicht Zensiert, da liegt der dreh und Anglepunkt indem wir uns Uneinigt sind. Stell dir vor es gibt keine Savegames mehr in Spielen mit Gewalt und du Trägst die Verantwortung für dein Virtuelles Leben oder ebend den Spielver & ablauf.

Spiele könnten von grundauf neu Designt werden um sich der Frage der Zensur entgültig zu Entledigen. (USK ausgenommen, die rede ist hier von Erwachsenen Personen)

Das Problem liegt in der Einheitlichen Stupiden Gewaltdarstellung ohne Konsequenzen dem Spiel oder Spieler gegenüber.

PS: beim Thema NeoLiberal denke ich an ein Sozial ungerechtes Marksystem. Der Stress der hinvon ausgeht ist meiner meinung der Grund der steigenden Verkäufe zu Gewaltfilmen und Computerspielen.
Daher ist es so als ob der Staat seine eigene Misswirtschaft der Ökonomie (und Aggresionen der Menschen)in Medien zu Zensieren versucht. Aufklären staat Zensieren, sag ich mal ;)

Die "Starke Hand" ist Ursache und Resultat der besagten Computerspiele. Diese Bekämpfen die Ursachen aber nicht, nur das Resultat! Also sollten es Entwickler tun. Die Zensurlose Aufklärung führt das Virtuellen Resultat zur Realistischen Ursache! Die Verantwortung liegt beim Entwickler das die Ursachen erkennung in die richtige Richtung führt.
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Avatar Mirome
Mirome
#25 | 30. Mai 2011, 03:22
Zitat von xenix1:
Es sollten Erfahrungen geschaffen werden durch Virtuelle Welten, quasi ein Lernen durch das Gespielte. Die Aufmerksamkeit des Spielers darf nicht in einen Monotonen spielablauf enden. Denn dann kommt es zur "nicht-reflextion". Jungere Mitspieler sollten durch den Spielablauf und Spielmechanik alleine schon weniger Interesse zeigen wollen, wenn man Inhalte für Erwachsene auch so Behandelt und Inzeniert. (Erwachsene Dialoge mit Inhalt, Politik, Ethik, Moral, Bildung).


Das fänd ich richtig gut, wenn sich Spielehersteller das endlich mal trauen würden. Das Problem ist halt: Wer würde das spielen wollen? Ein CoD ist ja nicht deswegen so erfolgreich, weil man viel über den Sinn des Spiels nachdenken muss, sondern weil man das Hirn da abschalten kann, was man sicherlich auch ab und zu mal braucht. Genau so ist es ja auch bei Filmen, wo man auch einfach mal abschalten und sich berieseln lassen will.

Wie gesagt, ich würde es absolut begrüßen, wenn es für "ernstere" Spiele einen Markt gäbe. Es dürfte aber ne schwierige Balance werden zwischen Unterhaltung und dem Vermitteln eines ernsten Themas. Wenn sich ganz subtil aus dem Spielverlauf heraus ergeben würde, dann könnte man da wirklich etwas für sich selbst rausholen.
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xenix1
#26 | 30. Mai 2011, 04:02
Diesen Markt wird es in Zukunft geben, du mußt gestehen das Computerspiele recht Jung sind in der Unterhaltungselektronik und deren Benutzer "Mehrheitlich" auch. Wenn die Spieler Gemeinschaft nun aber Altert (wobei wir gerade sind) Öffnen sich auch neuere Märkte für neuere Altersgruppen. Computerspiele werden altern und Mitreifen, da bin ich überzeugt. Denn das haben sie von Anfang an getan, und es gibt keinen Grund diesen Trend rückläufig werden zu lassen. Alles wird Realer und Echter. Was nutzt uns Photorealismus mit Physeudo Handlungen.
(sci fi/fantasy sind ausnahmen)
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Avatar [WSF]Hawk
[WSF]Hawk
#27 | 30. Mai 2011, 09:34
Jugendschutz ja, Zensur nein, so einfach ist dat. Man muss schon drauf achten, dass wirklich junge Leute nicht zur besten Fernsehzeit alles mögliche sehen müssen. Bei Spielen und Filmen etc, die man Kauft ist, so finde ich, mit der Kennzeichnung und Kontrolle des Verkaufs an Erwachse alles getan, da muss man nicht jedes Spiel beschneiden oO macht bei Filmen auf DVD komischerweise auch keiner, warum auch.

Wie gut, dass es im Notfall Importe gibt...

edit: @ Call of Duty: auch solche Spiele muss es geben, siehe Actionfilme ;)
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Blitzechse
#28 | 30. Mai 2011, 09:43
Die entscheidende Frage ist doch: Warum hat Ledonne die Perspektive der Täter gewählt, anstatt die der Opfer. Deren Flucht aus der Reichweite der Irren hätte ebenfalls zum RPG getaugt. So verschiebt er bewusst die Perspektive zum Handeln der Täter. Das ist Fatal!
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Gelöschter User
#29 | 30. Mai 2011, 10:04
Zitat von Blitzechse:
Die entscheidende Frage ist doch: Warum hat Ledonne die Perspektive der Täter gewählt, anstatt die der Opfer. Deren Flucht aus der Reichweite der Irren hätte ebenfalls zum RPG getaugt. So verschiebt er bewusst die Perspektive zum Handeln der Täter. Das ist Fatal!


Weil du das Thema nicht verstehst? Die Opfer waren alle 0815, die interessieren mal gar nicht. Die Frage ist eher, warum manche durchdrehen und Amok laufen.

Für mich hat sich die Frage schon erledigt, da ich die öffentlichen Schulen kenne. Wenn jemand jede Pause flüchten muss, um nicht in der Mülltonne zu landen, dann hat sich die Frage von alleine geklärt. Kids haben halt keinen Überblick über das Leben, sie sehen den "Ausgang" nicht und halten ihre Situation für permanent.

Lehrer versagen da völlig, da sie sich meist nicht an solche Gruppen ran trauen und einfach nur ihr Ding machen wollen. Die Einstellung sieht man auch auf der Straße. Wenn ich mir jetzt wen packen würde, um ihn zu verprügeln, würden erst mal 19 von 20 an mir vorbeilaufen.

Mir wollte mal in Kindszeiten eine Gruppe von 3 Türken das Fahrrad nach dem Abketten entreißen, mitten in der Fußgängerzone! Das haben garantiert 200 Leute gesehen, aber keiner wollte mal helfen. Erst als sie so einen Typen, der mit einer Weinflasche vorbeiging, angerempelt haben und das Ding zerbrach, sind sie getürmt.

Amokläufe gibt es, weil jeder in diesen und auch anderen Ländern, die Egomanen Taktik fährt. Da kommen schon mal Rachegefühle hoch - vor diesen Ego Zeiten, wären die Amokläufer wohl eher Selbstmörder. Selbstmörder+Rache = Amok.
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Avatar Mirome
Mirome
#30 | 30. Mai 2011, 12:32
Zitat von xenix1:
Diesen Markt wird es in Zukunft geben, du mußt gestehen das Computerspiele recht Jung sind in der Unterhaltungselektronik und deren Benutzer "Mehrheitlich" auch. Wenn die Spieler Gemeinschaft nun aber Altert (wobei wir gerade sind) Öffnen sich auch neuere Märkte für neuere Altersgruppen. Computerspiele werden altern und Mitreifen, da bin ich überzeugt. Denn das haben sie von Anfang an getan, und es gibt keinen Grund diesen Trend rückläufig werden zu lassen. Alles wird Realer und Echter. Was nutzt uns Photorealismus mit Physeudo Handlungen.


Ich hoffe, du hast Recht damit. Irgendeiner muss halt den Anfang machen und damit den Weg für weitere Projekte ebnen. Vielleicht kommt aus dem Indie-Bereich ja sowas, wer weiß? ^^
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Avatar Gelbwurst
Gelbwurst
#31 | 30. Mai 2011, 19:37
Zensur bringt absolut nix is einfach so und den Befürwortern anscheinend immer noch nicht klar.
Entweder die Spiele werden dann aus dem Ausland gekauft oder illegal gezogen.
Soviel dazu.
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Avatar Forsti 13
Forsti 13
#32 | 30. Mai 2011, 19:57
@Mirome

Zitat von Mirome:


Ich hoffe, du hast Recht damit. Irgendeiner muss halt den Anfang machen und damit den Weg für weitere Projekte ebnen. Vielleicht kommt aus dem Indie-Bereich ja sowas, wer weiß? ^^


Naja, und so ist es ja nun auch wieder nicht. Es gibt ja immer wieder Spiele die sehr ernsthafte Themen sehr gut behandeln oder Denkanstöße geben. Sie dir The Witcher 1+2 an. Da werden sehr viele Gesellschaftsprobleme behandelt. Und Dragon Age, dass sehr viele Denkanstöße bietet (z.B. die Herrscherfrage von Orzammar oder Ansicht über den Tod von Zevran).
Interessanterweise sind solche Dinge vor allem im Fantasybereich zu finden.
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