Gamestar 06/2017
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017  |  Seitenumfang: 130 Seiten

Editorial

Wenn man schon länger am PC spielt, erinnert man sich gut an die Blütezeit der Weltkriegs-Shooter anfang der 2000er-Jahre. Medal of Honor, Call of Duty, Brothers in Arms und noch etliche »kleinere« Titel versuchten sich an der schwierigen Aufgabe, die schrecklichsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs spielbar darzustellen. »Versuchten« deshalb, weil es am Ende eben doch meistens auf »normale« Ego-Action hinauslief. Zwar sind die Gefechte (für damalige Verhältnisse) klasse inszeniert, erzählt wird dann aber doch die immer gleiche Geschichte vom amerikanischen Helden, der Europa glorreich von den Nazis befreit. Für Zwischentöne oder kleine, menschliche Geschichten ist in den Spielen dieser Ära kaum Platz. Kein Wunder, dass wir das Weltkriegs-Genre relativ schnell satt hatten und Spiele mit aktuelleren Szenarien wie Modern Warfare mit offenen Armen empfingen. Doch auch der Zukunftskrieg ist irgendwann mal ausgereizt, Activision Blizzard kehrt mit Call of Duty: WW2 zu den Wurzeln der Serie zurück. Und jetzt wird es spannend: Die Entwickler bei Sledgehammer Games versprechen nämlich für ihr Spiel eine Abkehr vom alten Schema. Klar, auch im neuen Call of Duty wird es brachial inszeniertes Geballer geben. Aber eben auch stille Szenen, in denen die Soldaten beider Seiten ihre humane Seite zeigen. Wir haben bei unserem Termin mit den Entwicklern über diese neue, schwierig zu meisternde Herangehensweise an Weltkriegs- Shooter gesprochen. Herausgekommen ist ein Artikel der sowohl die Fakten zum Spiel als auch viele Hintergrundinfos enthält, sozusagen eine Mischform aus Vorschau und Report. Lesen Sie doch unsere Titelstory auf Seite 22 und sagen Sie uns danach Ihre Meinung dazu. Zum Beispiel in unserer Mini-Umfrage (nur eine Frage, versprochen!) unter bit.ly/2pXz206

Die zweite Titelstory

Tatsächlich haben wir bei dieser GameStar-Ausgabe bis zuletzt gehadert: Machen wir nun Call of Duty: WW2 zum Titelthema? Oder vielleicht doch Mount & Blade 2: Bannerlord? Schließlich hatten wir weltexklusiv die Gelegenheit, direkt bei den Entwicklern in Ankara die Mittelaltersimulation anzuspielen. Unser fahrender Ritter Dimi kennt und mag bereits den Vorgänger, doch Bannerlord hat ihn noch mal neu für das Spielkonzept begeistert. Wie gut das riesige, nahezu komplett freie Rollenspiel inklusive Schlachten-Sandbox wird, lesen Sie ab Seite 36. Und wer durch Weltkriegs-Shooter und Ritterturniere erstmal die Nase voll von Geschichte hat, dem empfehlen wir die Tests zu Prey (Seite 48) oder The Surge (Seite 54), beide Spiele finden nämlich in der Zukunft statt. Und wer ganz, ganz weit in der Zeit reisen will, dem raten wir zu Warhammer 40.000: Dawn of War 3. Das ist obendrein eins der besten Echtzeit-Strategiespiele seit Langem. Egal ob Vergangenheit oder Zukunft, es gibt viel zu tun in diesem Spielefrühling 2017 – legen wir lieber mal los!

Viel Spaß beim Lesen und Spielen!
Markus Schwerdtel

 
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