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Star Trek: Into Darkness - Interview mit J.J. Abrams

»Ich war früher nie ein Star Trek Fan«

Bei der Deutschlandpremiere von Star Trek: Into Darkness in Berlin sprach der Regisseur J.J. Abrams mit uns über den Stress, darüber, warum er Spoiler hasst und verriet, dass er früher nie ein „Star Trek“ Fan war.

Von Anne Facompre |

Datum: 08.05.2013


Zum Thema » Star Trek Into Darkness - Filmkritik Verdrehte Geschichte Sie haben nun so viel mit "Star Trek" und "Star Wars" zu tun - haben Sie da überhaupt auch noch Zeit, sich um eigene Projekt zu kümmern, die keinem Franchise angehören?

Darüber mache ich mir auf jeden Fall auch so meine Gedanken. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich zu etwas "nein" sagen muss, nur weil es nicht von mir kommt. Das wäre ja Blödsinn. Wenn etwas toll ist, dann mache ich es gerne. Wie zum Beispiel bei den "Mission Impossible" und "Star Trek" Reihen. Als nächstes wollte ich eigentlich einen kleinen Film machen. Eine Mischung aus Drama, Romantik und Komödie. Aber dann kam "Star Wars" dazwischen. Ich hoffe aber weiterhin, diesen kleinen Film trotzdem noch machen zu können. Ich möchte definitiv nicht jemand sein, der nichts anderes tut, als über große Franchises zu wachen, die es schon vorher gab.

Star Trek: Into Darkness - Interview mit J.J. Abrams : Am Potsdamer Platz stellt J.J. Abrams den neuen Star Trek-Film höchstpersönlich vor. Am Potsdamer Platz stellt J.J. Abrams den neuen Star Trek-Film höchstpersönlich vor. Wie schaffen Sie es, sich von solch großen Filmen nicht stressen zu lassen?

Bis Sie das jetzt sagten, war ich überhaupt nicht gestresst (lacht). Nein, im Ernst, es gibt natürlich immer einen gewissen Druck. Ich erinnere mich noch an meine erste TV Serie, "Felicity", damals hingen überall Riesenplakate mit meinem Namen drauf und ich dachte nur "Um Gottes Willen, wenn das jetzt nicht funktioniert"... Und bei meinem ersten Film war ich auch gestresst. Jeder dachte, es würde ein Desaster werden, weil ich vom Fernsehen kam. Und bei dem ersten "Star Trek" Film gab es ebenfalls eine Menge Druck, weil es einfach so viele Fans gab. Ich war bei jedem meiner Projekte irgendwie gestresst. Aber ich finde es besser, wenn die Leute eine hohe Erwartungshaltung haben, die mich dann leicht unter Druck setzt, als wenn es ihnen völlig egal wäre. Ich fühle mich selber als Fan. Deswegen fühle mich geehrt, von "innen" beteiligt sein zu dürfen. Die Freude über die Möglichkeit, dies zu tun, überwiegt die Ängste und den Stress.

Star Trek Into Darkness
Das Überleben ist immer wieder ein Spiel mit dem Feuer: Spock (Zachary Quinto) auf dem Planeten Nibiru.

Wann wussten Sie, das Benedict Cumberbatch Ihr Bösewicht wird?

Wir haben lange nach dem richtigen Schauspieler gesucht. Und dann sagte Damon Lindelhof zu mir, dass ich mir unbedingt "Sherlock" ansehen müsste. Das hatte ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht getan. Also schaute ich eine Folge und es hat mich echt umgehauen. Da wusste ich, dass er der Mann für uns ist. Dann hat er per Video vorgesprochen und ich habe es mir auf meinem iPhone angesehen (lacht). Er hat das toll gemacht. So gut, dass ich den ganzen Film mit dem iPhone hätte filmen können (lacht). Nein, aber er war wirklich gut. Es ist immer so öde, wenn ein Regisseur das über einen Schauspieler sagt, aber er war wirklich ehrgeizig und lustig und so intelligent. Ich glaube, man kann Sherlock gar nicht so gut spielen, wie er es tut, wenn man nicht wirklich schlau wäre.

Star Trek: Into Darkness - Interview mit J.J. Abrams : Regisseur J.J. Abrams lässt sich mit einem Fan fotografieren. Im Interview verrät er uns, warm er Spoiler so hasst. Regisseur J.J. Abrams lässt sich mit einem Fan fotografieren. Im Interview verrät er uns, warm er Spoiler so hasst. Ihre Projekte sind oftmals sehr in Geheimnisse gehüllt und nichts zu spoilern. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Genau darum geht es, es soll eben nichts verraten werden. Wenn ich Trailer sehe oder Artikel lese, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie den ganzen Film preisgeben und ich dann ins Kino gehe und das wirklich so ist, dann nervt mich das. Es gibt dann die Leute, die sagen, dass es Studien gibt, die besagen, dass die Menschen die Filme nur umso mehr sehen wollen, wenn sie wissen, was passiert, aber das glaube ich nun wirklich nicht! Es muss einen Anreiz geben um ins Kino zu gehen, aber es sollten Überraschungen bewahrt werden. Das ist immer ein bisschen schwierig, aber für mich geht es darum, den Respekt des Kinobesuchers gegenüber zu wahren. Ich will nicht, dass jemand ins Kino geht und eigentlich das Gefühl hat, den Film schon zu kennen.

Ist es nicht seltsam, dass es nicht mehr Kollegen gibt, die das genauso sehen?

Ich glaube, die gibt es durchaus. Ich hatte einfach großes Glück, mit Paramount zusammenzuarbeiten, denn sie haben mich wirklich darin unterstützt, "Star Trek" so zu vermarkten, dass es noch viele Überraschungen gab. Oftmals hat man als Filmemacher nicht dieses Glück. Dann muss man sich nach dem Studio richten, denen es vielleicht am wichtigsten ist, den Film zu verkaufen. Und dafür wird dann eben auch mal einiges verraten.

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Avatar Rock Lee
Rock Lee
#1 | 08. Mai 2013, 17:36
Kein Wunder, dass seine Filme so scheisse sind. Er weiss nicht was Star Trek ausmacht.
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Avatar teufler80
teufler80
#2 | 08. Mai 2013, 17:45
Naja der letzte Star Trek Film war auch nicht so schlecht, nur das Schiffsdesign war etwas merkwürdig fande ich auf jedenfall
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Avatar webskipper
webskipper
#3 | 08. Mai 2013, 17:50
Nicht nur das, kannte weder Cumberbatch noch hat er eine Folge von Sherlock gesehen:

2011

BAFTA TV Award[55]
Best Drama Series
Best Editing Fiction/Entertainment
Best Supporting Actor Martin Freeman
Prix Europa[56]
Best Episode of a Television Fiction Series or Serial of the Year 2011: Sherlock – A Study In Pink
Emmy-Nominierungen[57]
Outstanding Writing for a Miniseries, Movie or a Dramatic Special (für A Study In Pink)
Outstanding Single-Camera Picture Editing For A Miniseries Or A Movie (für A Study In Pink)
Outstanding Special Visual Effects For A Miniseries, Movie Or A Special (für A Study In Pink)
Outstanding Music Composition For A Miniseries, Movie Or A Special (Original Dramatic Score) (für A Study In Pink)


Unfassbar der Typ. Na wenigstens gibt er zu dass er kein Plan hat und Leute wie Damon Lindelhof ihm Tipps zutragen müssen.
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Avatar [HLB]Dropmaster
[HLB]Dropmaster
#4 | 08. Mai 2013, 18:05
Den Titel glaube ich sofort! Das erklärt auch die Filme *würg*. Mir bis heute unbegreiflich wieso man in die Zeit von Kirk gehen mußte. Das ist so als würde Disney jetzt die neuen Filme zwischen Star Wars Episode IV und V ansiedeln (natürlich auch mit Luke etc. aber ganz neuen Schauspielern).
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Avatar Kanuk
Kanuk
#5 | 08. Mai 2013, 18:07
@ Rock Lee,

Keiner der Star-Trek-Filme hat das gezeigt, was Star Trek ausmacht.

Abrams hat dafür gesorgt, dass Star Trek zumindest als Kinofilm überlebt und das in ordentlicher und spannender Qualität.

Das wahre Star Trek wird natürlich durch die Serien transportiert, das war schon immer so, die Filme waren im Vergleich zu den Serien-Highlights immer flach. Da hat Abrams nichts kaputt gemacht.
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Avatar BrokenCas
BrokenCas
#6 | 08. Mai 2013, 18:16
Zitat von Rock Lee:
Kein Wunder, dass seine Filme so scheisse sind. Er weiss nicht was Star Trek ausmacht.

Wo liegt eigentlich das große Problem? Das ganze findet wenigstens in einem alternativen Universum statt und hat somit nur indirekt Einfluss auf die ursprünglich Handlung. Ich muss an Geschichten denken bei dennen so etwas nicht der Fall war ... dort ist es bedauerlich.
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Avatar CMS
CMS
#7 | 08. Mai 2013, 18:34
Ich bin mit Star Trek groß geworden (TOS und TNG) und fand Abrams Streifen von 09 wirklich nett, klar es ist viel action getriebener als die vergangenen Filme und Series spricht aber eine neue Generation an. Das Cast ist wirklich klasse, Pine erinnert an einen besser schauspielernden Shatner, Pine füllt brav Nimoys Fußstapfen aus und Urban ist einfach wie Kellys Reinkarnation.

Das einzige das mich an dem neuen Streifen nervt ist der enorme Fokus um Cumberbatchs Kahn, klar der Schauspieler hat Fans ist aber nicht 'DER' Hauptcharakter. Er ist gut doch dieser Marketing Fokus um ihn geht mir auf die Nerven...
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Avatar Thuje
Thuje
#8 | 08. Mai 2013, 18:37
Zitat von Kanuk:
@ Rock Lee,

Keiner der Star-Trek-Filme hat das gezeigt, was Star Trek ausmacht.


Star Trek VI - Undiscovered Country ... über den Rest kann man sich meinetwegen streiten, speziell noch VIII, IV und II ... die neuen sind zwar gute Actionfilme ... erinnern mich aber leider mehr an "When Planets collapse ..." als an Star Trek
http://www.youtube.com/watch?v=hZguHLo-Yq0
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Avatar sl5581
sl5581
#9 | 08. Mai 2013, 18:39
Bin riesiger Star Trek Fan (seit der Originalserie)und hab mir Star Trek von JJ Abrahmas schon ca 5 mal angeschaut. Auf den neuen teil freu ich mich total. Ich liebe diese düstere Atmosphäre.

Endlich traut sich mal ein Regiseur das Franchise voranzutreiben, als wieder auf den Nostalgiezug aufzuspringen und einen Film wie vor 30 Jahren zu machen.
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Avatar teufler80
teufler80
#10 | 08. Mai 2013, 18:42
Zitat von sl5581:
Bin riesiger Star Trek Fan (seit der Originalserie)und hab mir Star Trek von JJ Abrahmas schon ca 5 mal angeschaut. Auf den neuen teil freu ich mich total. Ich liebe diese düstere Atmosphäre.

Endlich traut sich mal ein Regiseur das Franchise voranzutreiben, als wieder auf den Nostalgiezug aufzuspringen und einen Film wie vor 30 Jahren zu machen.


Wahre worte, schade nur das es zu viele Ignoranten gibt )= Ich gucke im moment immer Star Trek TNG und Voyanger auf Tele 5, aber dafür interessieren sich nicht mehr allzu viele leider gottes
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