Pain & Gain

Kinostart: 22. August 2013 | Heimkinostart: 20. Dezember 2013
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Filmkritik zu Pain & Gain

Mord, Muckis und der amerikanische Traum

In Michael Bays neuem Kinofilm streben Mark Wahlberg und Dwayne »The Rock« Johnson nach dem perfekten Körper und einem Leben in der Oberschicht Miamis. Auch, wenn das mit dem Gesetz nicht immer ganz konform geht. Mehr dazu in unserer Filmkritik.

Von Anne Facompre |

Datum: 22.08.2013


Zum Thema » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen » Making of zu Pain & Gain Die Sun Gym Gang League of Legends ab 99,00 € bei Amazon.de Mark Wahlberg (The Fighter, Contraband) scheint momentan überall zu sein. Und das Genre-übergreifend. Da wären Filme so unterschiedlich wie In meinem Himmel, Ted oder Date Night . Ganz nebenbei besitzt der Schauspieler auch noch das Diner Restaurant Wahlburgers in Massachusetts und produziert TV-Serien wie Entourage oder den Hugh-Jackman-Film Prisoners.

Aber im Herzen ist er wohl eindeutig der taffe Actionstar und so sieht in das Publikum immer noch am liebsten. Dafür ist Michael Bays Pain & Gain die perfekte Plattform. Hier können Wahlberg und Profi-Wrestler nicht nur ihre gestählten Körper zur Schau stellen, sondern entgegen jeder Erwartung auch noch einiges an Schauspielkunst zeigen. Pain & Gain ist also doch ein bisschen mehr als nur dumpfes Actionkino à la Transformers .

Die Story

Daniel Lugo (Mark Wahlberg) ist leidenschaftlicher Bodybuilder. Aber für ihn und seinen Kumpel Adrian Doorbal (Anthony Mackie) ist ein perfekter Körper nicht genug. Sie wollen das perfekte Leben, das ihre Kunden um Fitnessclub Sun Gym in Miami haben. Denn hier schuften sie jeden Tag und versuchen, den reichen Bürgern Miamis das Fett abzutrainieren. Bald hat Lugo die glorreiche Idee, einen seiner Kunden zu kidnappen und ihn dazu zu bringen, ihm sein gesamtes Vermögen zu überschreiben.

Ein Opfer ist schnell gefunden: der Geschäftsmann Viktor Kershaw (Tony Shalhoub). Mit der Unterstützung von Adrian und dem frisch aus dem Knast entlassenen Paul Doyle (Dwayne Johnson) entführt und foltert er Kershaw solange, bis dieser tatsächlich unterschreibt. Um ihre Spuren zu beseitigen, beschließen die schweren Jungs, ihr Opfer zu töten.

Pain & Gain
Bei Pain & Gain gibt es neben knalligen, Instagram-artigen Farben vor allem jede Menge Muckis zu sehen.

Doch Kershaw überlebt und hat es von nun an auf das Trio abgesehen. Nur glaubt ihm niemand und damit scheint der Plan der Jungs tatsächlich aufzugehen: Während Kershaw im Krankenhaus liegt und sich nichts mehr leisten kann, leben sie in Saus und Braus. Doch so schnell gibt der gebeutelte Geschäftsmann nicht auf: Er nimmt sich den Privatdetektiv Ed Du Bois (Ed Harris) zur Seite und dieser kommt der Gang ziemlich schnell auf die Schliche...

»Billig« im Sinne von Michael Bay

Pain & Gain : Geld spielte bei Pain & Gain keine Rolle. Geld spielte bei Pain & Gain keine Rolle. Der Special-Effects-Fan Michael Bay wollte die Geschichte rund um die Sun-Gym-Gang schon seit dem Jahr 2000 verfilmen, schob das Projekt aber immer wieder auf. Schuld daran war die Transformers-Reihe, die nicht nur viel Aufmerksamkeit, sondern auch Unmengen an Geld verschluckte. Da stand dem Blockbuster-Macher der Sinn danach, mal etwas anderes zu machen. Ein »kleiner und billiger« Film sollte es sein. »Billig«, das sind bei Michael Bay immer noch circa 26 Millionen Dollar Produktionskosten. Aber im Vergleich zu den bis zu 200 Millionen, die ein Transformers gekostet hat, zahlt man so etwas in Hollywood wohl aus der Portokasse.

Trotzdem macht Pain & Gain optisch einiges her. Das liegt zum einen an den Originalschauplätzen Miamis, an denen gedreht wurde, zum anderen aber auch an dem flotten Kameraeinsatz, der das Power-Trio gerne aus allen Perspektiven und in knalligen Farben zeigt. Special Effects gibt es zwar nicht allzu viele und ein typischer Actionfilm ist auch etwas anderes, aber atmosphärisch trifft Michael Bay ins Schwarze. Der dunkle Humor, kombiniert mit dem etwas fragwürdigen Charme der 90er-Jahre und vielen 1A Dialogen sorgt für gute Stimmung. Das tut auch der vielfältige Soundtrack, der ganz ohne Actioneffekte förmlich nach Surround Sound schreit, um so richtig zur Geltung zu kommen.

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Avatar Hirogen
Hirogen
#1 | 22. Aug 2013, 12:03
Die deutsche Synchro, nimmt dem Film jeglichen Charme!
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Avatar Kuwabara
Kuwabara
#2 | 22. Aug 2013, 12:31
Zitat von Acroneos:
...

Zur Synchro: Habe den Film auf Englisch geschaut, da ich generell keine Filme mehr auf deutsch schaue (und das aus guten Gründen).


Und das erwähnst du weil....?
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Avatar Monatskarte
Monatskarte
#3 | 22. Aug 2013, 13:38
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Nion
#4 | 22. Aug 2013, 13:38
Zitat von Acroneos:


Weil ich daurauf hinweisen möchte, dass ich nicht sagen kann, ob die dt. Synchro gut oder schlecht ist!


Hab den Film noch nicht gesehen. Daher kann ich leider auch noch nicht sagen, ob die deutsche Synchro gut oder schlecht ist.

(Sorry, konnt ich mir nicht verkneifen)
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evil_monkey
#5 | 22. Aug 2013, 15:46
die gauner werden versucht sympathisch dargestellt zu werden. in echt handelt es sich aber u.a. um entführer, folterer und mörder. zudem sind sie nicht wirklich interessant. ein dummer, ein naiver und ein anführer. und vieles wurde von der wahren geschichte verändert und sogar einiges hinzugedichtet (die sache mit dem zeh ist überflüssig und unwahr und dient nur für billige lacher).
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Hobbit Stomper
#6 | 22. Aug 2013, 16:36
English ist meine Muttersprache und ich habe den Film hier in Irland vor ein paar Monaten im Kino gesehen. Dieser Deutsche Trailer stellt den Filma ja wie eine Komoedie dar, was total falsch ist. Zwar gibts ab und zu witzige Sprueche und die eine Szene mit dem ersten Kidnapp versuch ist witzig, aber das wars auch schon. Alles andere ist brutal.

Dieser Film basiert auf einer wahren Geschichte und ist ganz und gar nicht witzig. Die Charakter von Mark Wahlberg und The Rock basieren auf realen Personen und wurden in 1997 in den USA zum Tode verurteilt.
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Avatar ElManzana
ElManzana
#7 | 22. Aug 2013, 16:36
ich freu mich so hart auf den streifen :D
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Avatar WiNNie_p00h
WiNNie_p00h
#8 | 22. Aug 2013, 18:20
Der film ist zwar ganz unterhaltsam...aber nicht wirklich gut (meine Meinung). Ich habe mich die ganze Zeit fremdgeschämt^^ the rock hat als der gläubige Vollidiot leider eine scheiß Rolle bekommen, in anderen Filmen macht es echt Spaß ihm zu zuschauen aber bei diesem Film fand ichs einfach nur schrecklich. Die einzigen lustigen szenen hat man auch schon im trailer gesehen. Wie hier schon gesagt wurde ist es keine komödie sondern ein film über Idioten die sich als Gangster versuchen und die es lieben sich selbst im spiegel zu betrachten nachdem sie gepumpt haben :D
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minuteman
#9 | 22. Aug 2013, 18:34
Also dem Trailer nach zu urteilen, kann wohl auch die englische Sprachausgabe nicht mehr viel rausreißen. Schrott bleibt Schrott, ob in englisch oder deutsch.
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Avatar evil_monkey
evil_monkey
#10 | 22. Aug 2013, 19:30
Zitat von Hobbit Stomper:


Dieser Film basiert auf einer wahren Geschichte und ist ganz und gar nicht witzig. Die Charakter von Mark Wahlberg und The Rock basieren auf realen Personen und wurden in 1997 in den USA zum Tode verurteilt.


die rolle von the rock basiert sogar auf mindestens zwei täter, die so eben gar nicht im film vorkommen (in echt waren es mehr als drei). anthony macky's charakter war in echt sogar nicht so "infantil" (und teils sympathisch), wie im film dargestellt. und gerade das versucht der film die ganze zeit über bei allen figuren. die morde werden (mehr oder weniger) wie unfälle inszeniert und dadurch wird alles verfälscht. (die hinterbliebenen der echten verstorbenen werden sich dafür wohl nicht bei bay bedanken.)

was das mit dem unterhaltungswert des films zu tun hat, ist, dass der film dadurch weder fleisch noch fisch ist und für viele zuschauer somit keine (oder eben falsche) identifikationsfigur(en) bietet und die intention bzw. das thema des films immer unklarer wird.
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