Wolverine: Weg des Kriegers

Kinostart: 25. Juli 2013 | Heimkinostart: 30. November 2013
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Filmkritik zu Wolverine: Weg des Kriegers

Samurai-Mutant in Japan

Urlaub in Japan? Von wegen! Wolverine macht bei seinem Abstecher ins Land der Sonne Bekanntschaft mit Samurais und der Yakuza. Doch der eigentliche Gegner ist er selber.

Von Christian Merkel |

Datum: 23.07.2013


Zum Thema » X-Men Origins - Filmkritik Wolverine ohne Team » Gewinnspiel zum Wolverine-Film Gaming-Mäuse und mehr gewinnen Divinity 2 ab 2,80 € bei Amazon.de Wenn Superhelden auf der Kinoleinwand ihr Unwesen treiben, liegen hinterher ganze Städte, bevorzugt New York oder vom Big Apple inspirierte Metropolen, in Schutt und Asche. Meist hat es ein Bösewicht auf das Schicksal der Menschheit abgesehen. Und am Ende passiert dann das Wunder: Durch ein paar glückliche Zufälle ist wieder alles so, wie am Anfang war. All das kann Wolverine: Weg des Kriegers nicht bieten. Bis auf einen Ausflug in die Vergangenheit nach Nagasaki zum Atombombenabwurf 1945 muss im neuen Film von James Mangold (Walk the Line, Todeszug nach Yuma) keine Stadt um ihre Existenz fürchten. Es wird vielmehr eine Geschichte auf kleinem Raum erzählt, die sogar ein wenig Platz für Charakterentwicklung lässt - ein äußerst ungewöhnliches Vorhaben für einen teuren Sommer-Blockbuster.

Handlung

1982 durfte Wolverine das erste Mal in einer alleine nach ihm benannten Comicserie auftreten. Diese Premierengeschichte von Chris Claremont und Frank Miller dient als lose Vorlage für Wolverine: Weg des Kriegers. Mutant Logan (gespielt von Hugh Jackman, der zuletzt in Les Misérables zu sehen war) wird nach einem Streit mit Wilderern von der jungen Yukio (gespielt vom Model Rila Fukushima) gebeten, nach Japan zu kommen. Dort soll er einen ehemaligen Soldaten treffen, den er vor der Atombombenexplosion in Nagasaki rettete.

Aus dem panischen Soldaten von einst ist ein alter Industriemagnat namens Shingen Yashida (Haruhiko Yamanouchi - Ringu und The last Samurai) geworden. Wieder liegt er im Sterben und wieder hat er keine Lust darauf. Doch dieses Mal hat er einen Plan: Yashida bietet Wolverine ein ungewöhnliches Geschenk an. So soll der Mutant seine Unsterblichkeit an ihn weitergeben, damit er endlich ein normales Leben führen kann. Als Logan dankend ablehnt, bricht das Chaos aus.

Wolverine: Weg des Kriegers
Svetlana Khodchenkova zählt zu den meistbeschäftigten Schauspielerinnen Russlands. Mit ihrer Rolle als Viper feiert sie ihr Hollywood-Debüt.

Plötzlich findet sich Wolverine auf der Flucht wieder mit der Erbin von Yashidas Imperium, seiner schönen Enkelin Mariko (gespielt vom Model Tao Okamoto). Da bekommt er es nicht nur mit Samurai und der Yakuza zu tun. Er muss auch zum ersten Mal erfahren, wie es sich anfühlt, sterblich zu sein. Gleichzeitig hat Wolverine mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Unter anderem plagt ihn nach wie vor die Erinnerung an Jean Grey (Famke Janssen - Hänsel und Gretel: Hexenjäger ). Kenner der Comics können sich unterdessen auf zwei wohlbekannte Gegnern der Vorlage freuen: dem Silver Samurai und Viper.

Der sechste Film

Wolverine: Weg des Kriegers : Viper (Svetlana Khodchenkova ) glaubt, sie habe Wolverine (Hugh Jackman) schutzlos vor sich. Viper (Svetlana Khodchenkova ) glaubt, sie habe Wolverine (Hugh Jackman) schutzlos vor sich. Ohne Zweifel, die Rolle des Wolverine ist Hugh Jackman wie auf dem Leib geschneidert. Im Jahr 2000 machte ihn der erste X-Men-Film international bekannt. Die Figur lässt Jackman seitdem nicht mehr los: Der dienstälteste Superheld im Kino hat in Wolverine: Weg des Kriegers seinen sechsten Auftritt. Auch wenn Jackman mittlerweile Mitte 40 ist, sind weiterhin keine Ermüdungserscheinungen zu sehen. Er ist austrainiert wie immer und die paar Falten im Gesicht können bei der Rolle des von Selbstzweifel geplagten Kriegers nur helfen. So mag es kaum verwundern, dass seine Rolle so stark in Zentrum der Geschichte rückt, wie man es noch nie in einem Superheldenfilm gesehen hat. Noch stärker als bei X-Men Origins: Wolverine dreht sich alles nur noch um ihn. Kaum eine Kameraeinstellung kommt ohne Hugh Jackman aus, selbst wenn eigentlich gerade was komplett anderes auf der Leinwand passiert.

Dies ist die Chance für großes Schauspiel, die Jackmann auch aufgreift. Am Anfang von Wolverine: Weg des Kriegers sehen wir Logan als gebrochene Persönlichkeit. Der Schmerz, den er bei anderen verursacht hat, ist komplett gegen sich selbst gerichtet. Im Laufe des Abenteuers kämpft er mit seiner Unzulänglichkeit, darf emotionale Beziehungen eingehen und über sich selbst hinauswachsen. Dank eines guten Schauspielers wirkt das immer glaubhaft und nie comichaft verzerrt.

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Avatar t4ub3
t4ub3
#1 | 23. Jul 2013, 10:45
Wollte den Film eigentlich diese Woche ansehen, einer meiner Favoriten für diesen Sommer. Aber ohne 2D - ohne mich. Da muss ich wohl leider auf die DVD/BR warten -.-
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Avatar Kaimanic
Kaimanic
#2 | 23. Jul 2013, 11:03
Wolverine ist neben Deadpool einer meiner Lieblingshelden aus dem Marveluniversum. Da ist es um so schöner zu hören, dass auch der neue Film gelungen ist.
@Ndroid: Die Einen sagen so, die Anderen so. Geschmäcker sind nunmal verschieden. Als Marvelfan schaue ich ihn mir eh an. Da kann ich mir dann wenigstens selbst ein Bild davon machen.
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Spectre
#3 | 23. Jul 2013, 11:05
Zitat von Artikel:
Robert Downey Jr. dürfte kaum die Chance bekommen, am Ende seines Leben häufiger Iron Man gespielt zu haben als Hugh Jackman den Wolverine.


Laut imdb.de durfte RDJ immerhin schon 5x Tony Stark verkörpern. Und wenigstens ein Film (Avengers 2) ist in Preproduction. Jackman hat da grad mal ein Film Vorsprung. Die Chancen stehen also nicht schlecht für Iron Man.
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ndroid
#4 | 23. Jul 2013, 11:09
Ich finde die Filmkritiken hier völlig überflüssig und nichtssagend. Von internationalen Kritikern wird der Film völlig zerrissen.
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Avatar areyouinsane
areyouinsane
#5 | 23. Jul 2013, 11:24
Zitat von ndroid:
Ich finde die Filmkritiken hier völlig überflüssig und nichtssagend. Von internationalen Kritikern wird der Film völlig zerrissen.


Das sind aber auch pseudoindividuelle Hipsters.
Hier treiben sich Leute rum die Videospiele mögen, also eine völlig andere Zielgruppe, und genau für diese Zielgruppe ist der Film ansprechend.
Ein Test auf einer Seite die sich um Klassiker aus den 30er Jahren dreht, würde den Film wohl auch nicht gut bewerten.
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Avatar Darth Demon
Darth Demon
#6 | 23. Jul 2013, 11:24
Zitat von ndroid:
Ich finde die Filmkritiken hier völlig überflüssig und nichtssagend. Von internationalen Kritikern wird der Film völlig zerrissen.


Auf Kritiken kann man eh nicht allzu viel geben.
Die internationalen Kritiker haben zu Großteil auch Avatar hochgelobt.
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Avatar Hylax
Hylax
#7 | 23. Jul 2013, 11:28
Sie haben Origins in den Sand gesetzt, das werden sie auch hier wieder tun. Ein DVD Film. Mehr nicht.
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Avatar MrRight
MrRight
#8 | 23. Jul 2013, 11:50
Ja, es ist irgendwie schade, daß der Trend zu immer mehr oft die Bedeutsamkeit von Einzigartigkeit in qualitativer Gestaltung vermissen läßt. An die Helden im DC und Marvel-Lager hat man sich unlängst bereits gewöhnt, sie sind kaum noch weg zu denken. Angefangen hat dies mit der X-Men-Serie und dem Spider-Man und wir freuen uns über jede neue Fortsetzung, nur ist eine jede zugleich auch Verpflichtung zur Besinnung und zur Reifung. Das heißt, neben der Notwendigkeit in der Gestaltung alles richtig machen zu wollen, bedarf es dabei in erster Linie bei allen Akteuren einen klaren Kopf und auch genügend Zeit für die Entwicklung. Die Helden müssen ZUM Helden werden, die Geschicht sollte DC- und Marvel-gerecht sein. Das bedeutet, nicht zuviel, eins, zwei Filme pro Lager maximal, am besten abwechselnd und volle Konzentration auf die Umsetzung. Damit anschließend der Film ein wirklicher Blockbuster wird, den alle sehen wollen, um mit offenen Mündern das Kino wieder zu verlassen. Dafür geben wir unser Geld gerne, und dafür muß Hollywood und Co. seine Hausaufgaben machen, damit dies auch in weiterer Zukunft so bleibt.
Wolverine-Wege des Kriegers werde ich mir allerdings dennoch ansehen.
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Avatar buzzmcgee
buzzmcgee
#9 | 23. Jul 2013, 12:01
Zitat von ndroid:
Ich finde die Filmkritiken hier völlig überflüssig und nichtssagend. Von internationalen Kritikern wird der Film völlig zerrissen.

d.h. du sprichst dem Autor seine Meinung und Kompetenz ab, weil sie nicht der "internationalen" Kritikerlobby entspricht, und wohl noch dazu ohne eine eigene zu haben.

... Willkommen im Internet ...
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Avatar Staubsauger
Staubsauger
#10 | 23. Jul 2013, 12:07
*kicher* ... mein erster Gedanke für die Kommentare hier. Was seit Ihr doch für Nerds... ist wie in big bang theory :)

sorry, das musste raus! Daumen runter und so... mir Wurst!
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