Amoklauf - Attentäter spielte angeblich Doom 3

von Walter Reindl,
20.11.2006 14:35 Uhr

In Emsdetten, zwischen Münster und Osnabrück, ereignete sich heute früh gegen 9:30 Uhr wieder eine Tragödie an einer Schule. Ein ehemaliger Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule des Ortes betrat heute früh in einem bodenlangen schwarzen Mantel und mehreren Rohrbomben und Handfeuerwaffen die Schule. Das Gesicht hatte er mit einer schwarzen Maske verhüllt und einen Munitionsgürtel um die Hüften gelegt. Am morgigen Dienstag sollte im benachbarten Rheine ein Prozess wegen unerlaubtem Waffenbesitz gegen ihn eröffnet werden.

Die Lage vor Ort ist noch nicht ganz geklärt. Der Attentäter ist auf jeden Fall tot. Ob er von den Beamten des Sondereinsatzkommandos getötet wurde oder sich selbst gerichtet hat, ist noch nicht bekannt. Die Beamten können auch nicht zu dem Leichnam vordringen, weil der Attentäter angeblich noch mindestens drei Rohrbomben am Körper trägt, die eventuell explodieren könnten.

Bislang ist von acht verletzten Personen die Rede. Bereits vor der Schule soll der Täter mit Schusswaffen und Bomben hantiert haben. Einer Lehrerin, die ihn nach dem Eindringen ins Schulhaus ansprach, schoss er mit einer Gaspistole ins Gesicht. Dem herbeieilenden Hausmeister schoss er mit einer anderen Schusswaffe in den Bauch. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und schwebt in Lebensgefahr.

Mitschüler, die den Täter kannten, klassifizieren ihn als Einzelgänger, der den ganzen Tag mit Computerspielen verbracht habe. Laut Recherchen von Spiegel-Online hat er auch "seine ehemalige Schule bereits vor Jahren als Szenario für ein populäres Ballerspiel am Computer nachgebaut."

Quelle: Spiegel Online

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