Bananenkönig - Browserspiel des Tages - Alles Banane oder was?

Jeden zweiten Wochentag um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dieses Mal nehmen wir das Strategiespiel Bananenkönig unter die Lupe.

von Gerald Meyer,
05.11.2008 17:00 Uhr

Jeden zweiten Wochentag um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele. Dieses Mal dreht sich alles um das Strategiespiel Bananenkönig.

Die Schattengewächse der deutschen Browserspielgeschichte werden zunehmend kurioser und infantiler. Dazu gehört nun neben Wurzelimperium oder Wauis nun auch Bananenkönig.

Oh, Banana Joe...

Auf der Statusseite finden Sie Ihre Übersicht. Wichtig ist hierbei, nicht zu übersehen, dass die Kenntnisse des Charakters durch erarbeitetes Grundkapital verbessert werden können. Je höher Ihre Stufe (davon gibt es zwanzig), um so schneller läuft die Uhr bis zum Ertrag. Ihre Grundzeit von Anbau bis zur Ernte beträgt zehn Minuten – allerdings dürfen Sie nur sechsmal, Premium-User achtmal am Tag Ihren Affen quälen bzw. darf der sich vergnüglich die Eier schaukeln. Wichtigstes Ressort ist Ihre Plantage, die durch einen kleinen Dreckhaufen verkörpert wird, das irgendwie kotartig aussieht. Sie können auch noch mehrere solcher Haufen verrichten, allerdings nur je aufgestiegenem Level einen. Auf dem Marktplatz erhalten Sie für Ihre Stauden Dollars, mit denen Sie neue Bananenpflänzchen kaufen und aussäen. Je mehr Felder Sie bewirtschaften, um so größer wird Ihr Ertrag, so dass Sie sich eigentlich schon nach kurzer Zeit mühelos durch erhandeltes Cash maßlos aufleveln oder – unter dem Stichpunkt Sabotage – Wächter anheuern, um Ihre Plantage zu schützen, die allerdings mit knapp 500 Dollar zu Buche schlagen.

Was bei anderen Browserkonsorten die „Arbeitsfunktion“ ist, wird hier als Schatzsuche verkauft. Je länger Sie suchen (bis zu 12 Stunden), um so wahrscheinlicher ist auch ein größerer Goldfund.
Schließlich ist es Ihnen ab Level 3 erlaubt, eine Hacienda gründen, die erst einmal 10 Mitgliedern Platz bietet und ausgebaut werden sollte. Sie werden aber somit auch für andere Mitspieler angreifbar bzw. können selbst angreifen. Hierzu sollte die besagte Wächtermannschaft gründlichst gerüstet sein.

Fazit: Bananenkönig ist so simpel, wie es sich anhört. Bananenpflänzchen kaufen, anbauen, Bananen verkaufen, und derselbe Kreislauf beginnt von vorn. Alles was über dem täglichen Budget liegt, dient dazu, äffisches Gebaren zu maximieren oder Link den Butler anzuheuern, um Planet der Affen zu spielen. Da frage ich mich: wer hat dem Affen den Zucker geklaut? Und wenn ja, waren da irgendwelche komischen Tropfen drauf? Nun, das wird ein Geheimnis bleiben, es sei denn, es gibt in der Zukunft Bananenmusik und jemand schreibt ein Buch mit dem Titel „Nichts als die haarige Wahrheit“. Oder nicht lieber doch ein politisches Hoch auf die „Die gelbe Gefahr 2“?

Name:

Bananenkönig

Website:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Strategie

Präsentation:

+++

Zugänglichkeit:

++++

Spielspaß:

++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

gering

Lästerfaktor:

++++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon . Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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