Was sich nach dem Ende des Verbandes der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) im vergangenen Jahr angedeutet hat, wurde nun in die Tat umgesetzt. Die in Deutschland ansässigen Spiele-Publisher haben sich zu einem neuen Verband zusammengeschlossen. Der am gestrigen Mittwoch in Frankfurt gegründete Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) besteht bisher aus den Firmen Atari, Eidos, Electronic Arts, KOCH Media, Konami, Microsoft, Nintendo, Sony, Take2, THQ und Ubisoft und sieht sich als neue Interessenvertretung der Spieleindustrie in Deutschland. Der VUD hatte vorher auch unabhängige Entwickler als Mitglieder.

Der Vorstand des BIU besteht aus Stephan Brechtmann (Microsoft), Jens Uwe Intat (Electronic Arts) und Odile Limpach (Ubisoft). "Die Interessen der Industrie sollen durch den Verband gegenüber der Öffentlichkeit, politischen Institutionen und anderen Wirtschaftsverbänden wahrgenommen werden. Mit der Entwicklerszene in Deutschland möchten wir konstruktiv zusammenarbeiten", kündigt BIU-Vorstandssprecher Intat an.

In wieweit der BIU erfolgreicher als der VUD bei der Bekämpfung der Software-Piraterie, der immer noch geringen Wahrnehmung von Computer-Spielen in der breiten Öffentlichkeit und der Etablierung einer starken, deutschen Entwicklerszene ist, bleibt abzuwarten. Interessant dürfte auch werden, wie beiden noch jungen Entwicklerverbände Northstar Developers und GAME mit dem BIU zusammenarbeiten werden.