Wie wäre das? Angela Merkel besucht deutsche Spieleentwickler und verspricht bei der Visite gleich fette Subventionen, weil sie die Spieleindustrie als Schlüsselindustrie ansieht. Klingt unvorstellbar? Stimmt, ist es auch.

In Frankreich haben Computerspiele als nationales Kulturgut eine deutlich größere Lobby: Heute besuchten Premierminister Dominique de Villepin und Kultus(!)-Minister M. Donnedieu de Vabres den Spielehersteller Quantic Dream (Fahrenheit, The Nomad Soul). Dort haben die Regierungsvertreter wichtige Maßnahmen angekündigt, mit denen dem französischen Videospielesektor geholfen werden solle.

Quantic-Gründer David Gage präsentierte Villepin und de Vabre eine Stunde lang die Firma und zeigte die unterschiedlichen Aspekte der Entwicklung. Darauf folgte eine Podiumsdiskussion, bei der nicht über Jugendschutz geredet wurde. Es ging vielmehr darum, wie man konkurrierenden Ländern begegnet, die mit Steuererleichterungen die Spieleprogrammierung vereinfachen.