id Software : Id Software: QuakeCon 2002 Id Software: QuakeCon 2002 Nach dem finanziellen Misserfolg von Sin Episodes und dem Wechsel zu Entwickler id Software hat der ehemalige Chef von Ritual Entertainment nun offenbar von Episoden-Spielen erst einmal genug. In einem am Vortag auf der englischen Webseite Gamesindustry.biz veröffentlichten Interview spricht Steven Nix über die Probleme mit solchen Kurztiteln und die Zukunft von id Software.

Demnach wird id nicht auf den Zug aufspringen und wie beispielsweise Entwickler Valve (Half-Life 2) künftig Spiele in kleinen Häppchen veröffentlichen. »Wir müssen abwarten, ob sich dieses Model als erfolgreich erweisen wird«, sagte Nix. Das Problem mit Episoden-Inhalten sei die Schwierigkeit innerhalb kurzer Zeit wirklich etwas Innovatives auf Seiten der Spielmechanik oder der Technik zu erreichen. Nach seiner Erfahrung, würden die meisten Spieler vor allem auf grafische Innovationen und interessante neue Spielansätze Wert legen. Dies brauche aber Zeit und sei mit den kurzen Produktionsabläufen von Episoden-Formaten nicht zu machen.

»Ich denke, letzten Endes interessieren sich Spieler mehr für solche Dinge [Innovationen] als für eine gute Story«, so das ernüchternde Urteil von Nix. Der jüngste Verkaufserfolg von Epics Unreal-Engine-3-Shooter Gears of War dürfte ihn in dieser Meinung nur bestärkt haben. id Software konzentriere sich derzeit voll auf das nächste Vollpreisspiel, das bekanntermaßen nicht auf einer bereits existierenden Serie wie Doom, Quake oder Wolfenstein basieren soll. Entwickelt wird das Spiel jedoch primär für Microsofts Xbox 360-Konsole. Über weitere Plattformen sei bisher noch nicht gesprochen worden. Auf der »neuen E3« im Juli werde das Studio vertreten sein und Engine-Guru John Carmack wird dort offenbar auch über Entwicklungen sprechen.