Brian Farrell, CEO von Publisher THQ Entertainment, ist nicht gerade für markige Worte bekannt. Und dennoch hört er nicht auf zu betonen, dass seiner Meinung nach Computerspiele für einen zu hohen Preis verkauft werden.

Im Rahmen einer Wirtschaftskonferenz in New York unterstrich Farrell zum wiederholten Male, dass die Zukunft der Videospieleindustrie auch von den Verkaufspreisen der einzelnen Spiele abhängt. Sollte sich hierbei nichts ändern, so riskiere die Branche den Verlust von zahlreichen Käufern. Vor allem der hohe Verkaufspreis von Konsolenspielen in Höhe von durchschnittlich 59,99 US-Dollar ist Farrell ein Dorn im Auge.

"Es geht nicht darum zu überlegen, wie hoch man den Preis für ein Spiel ansetzt sondern vielmehr darum, wie man die meisten Spieler erreicht. So kann man das meiste Geld verdienen. Als wir MX vs. ATV für knapp 60 Dollar in den Handel gebracht haben, haben wir einige Spiele abgesetzt. Als wir dann allerdings den Preis auf marktfreundliche 39,99 $ gesenkt haben, gingen die Verkaufszahlen enorm in die Höhe. Also wieso nicht gleich zu Beginn den niedrigeren Preis ansetzen? Durch zusätzliche Download-Inhalte können Spieler darüber hinaus bei Bedarf das Spielerlebnis ausbauen... ....Wir glauben, dass genau hier der Schlüssel für unsere Zukunft liegt. Diesen Weg muss die Spieleindustrie einschlagen".

Was Farrell in diesem Zusammenhang allerdings verschweigt ist, dass THQ die Spiele zukünftig lediglich in einer Art Basisversion in den Handel bringen will. Wer neue Spielmodi, Fahrzeuge oder Waffen benötigt, kann diese anschließend über kostenpflichtige DLCs erwerben (wir berichteten).