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Publisher - Dubiose Methoden gegen Raubkopierer

In Deutschland ergreifen einige Publisher fragwürdige Methoden, um Raubkopien zu unterbinden.

Von Florian Inerle |

Datum: 16.01.2012 ; 14:58 Uhr


Publisher : Wer sich Test Drive Unlmited 2 per Torrent-Dienst heruntergeladen hat, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Wer sich Test Drive Unlmited 2 per Torrent-Dienst heruntergeladen hat, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Wie die englischsprachige Spiele-Website TorrentFreak berichtet, verwenden viele internationale Publisher wie Electronic Arts und Atari bei ihrem Kampf gegen Raubkopierer in Deutschland inzwischen grenzwertige Methoden.

Die Publisher Atari, Koch Media, Techland, LucasArts, Square Enix, Codemasters, Ubisoft, Kalypso, Daedalic, dtp entertainment und Aerosoft haben »Rechtsexperten« eingestellt, die im Auftrag der Unternehmen nach IP-Adressen von Spielern suchen, die eine illegale Spiel-Version der unten aufgelisteten Spiele über einen Torrent-Stream heruntergeladen haben.

Mittels der IP-Adresse forschen diese »Rechtsexperten« nach der Adresse der Internet-Piraten und verfassen Anklagebriefe. In diesen werden die Spieler dazu aufgefordert, dem Unternehmen 800 Euro zu zahlen, ansonsten werde der Publisher gerichtliche Maßnahmen ergreifen. Vor Gericht müsse man dann seine Unschuld beweisen oder gegen die Verluste durch illegale Raubkopien argumentieren.

Was in dem Schreiben nicht erwähnt wird, ist, dass die Kosten eines verlorenen Prozesses sich auch auf eine Summe von ca. 800 Euro belaufen würden. Vor Gericht bekäme Publisher jedoch nur 3/5 der insgesamt 800 Euro, also 500 Euro zugestanden. Der Rest stünde dem Gericht und somit dem Staat zu. Wenn die von der Forderung verschreckten Raubkopierer sich also gegen das Vorgehen vor Gericht entscheiden und den Betrag sofort überweisen, verdient der Publisher zusätzliche 300 Euro pro Fall.

Die englischsprachige Spielewebsite Rockpapershotgun vermutet, dass Publisher durch diese dubiose Methode jedes Mal, wenn sie in groß angelegten Aktionen Briefe an Raubkopierer versenden, mindestens eine halbe Million Euro zusätzlich einstreichen.

Bei den folgenden Spielen suchen die »Rechtsexperten« laut TorrentFreak nach IP-Adressen. Natürlich bedeutet das nicht, dass bei allen anderen Titeln Sicherheit besteht:

ATARI:

  • Alone in the Dark

  • Test Drive Unlimited

  • Test Drive Unlimited 2

  • Techland’s Dead Island

  • Nail’d

Square Enix:

  • Deus Ex: Human Revolution

  • Batman: Arkham Asylum

  • Just Cause 2

Koch Media:

  • Kane & Lynch 2: Dog Days

  • Agrar Simulator 2011

  • Painkillers-Serie

Ubisoft:

  • Rainbow Six: Vegaos

  • Operation Flashpoint: Red River

  • DiRT 3

Kalypso:

  • Airline Tycoon 2

  • Tropico 3

  • Tropico 4

Dtp entertainment:

  • Cities XL 2012

Aerosoft:

  • City Bus Simulator

  • Airbus X

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Avatar Gamma
Gamma
#1 | 16. Jan 2012, 15:19
Ubisoft? Das überrascht mich jetzt sehr. ;)
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Avatar Apfelb4um
Apfelb4um
#2 | 16. Jan 2012, 15:20
ist schon länger bekannt. daher ziehen die meisten nur noch per direktdownload von seiten wie rapidshare, fileserve und megaupload und nicht mehr per torrent.
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Avatar Razyl
Razyl
#3 | 16. Jan 2012, 15:20
"[...] verwenden viele internationale Publisher wie Electronic Arts und Atari [...]" zu "Die Publisher Atari, Koch Media, Techland, LucasArts, Square Enix, Codemasters, Ubisoft, Kalypso, Daedalic, dtp entertainment und Aerosoft [...]" und auch in der Auflistung unten fehlt dann EA. Und auch der Artikel von Torrentfreak erwähnt kein einziges Mal EA oder Electronic Arts.

Aber mal abgesehen davon:

Miese Methode, aber wohl "branchenüblich". Solche Vorgehen gibt es meines Wissens nach ja auch in der Musik & Film-Szene. Einerseits finde ich ja durchaus gut, dass man gegen "Raubkopierer" vorgeht, andererseits sollte man dann mit fairen Mitteln spielen.
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Avatar MSSxX
MSSxX
#4 | 16. Jan 2012, 15:21
wer auch so blöd ist über nen Torrent zu laden...selbst schuld ´=)
aber erfreulich zu sehen das es sich lohnt vor gericht zu ziehen;) Ich glaube kaum dass die das dann in dem Fall tun würden ...:D lohnt sich wahrscheinlich einfach nicht:)
Mir wärs lieber wenn sie mal die one-klickhoster ins Visier nehmen..dann kommt man nicht ständig in versuchung :ugly:
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Avatar Rock Lee
Rock Lee
#5 | 16. Jan 2012, 15:21
Manche Publisher stellen sogar ihre Spiele selbst in die Torrentnetzwerke, nur um andere dann zu verklagen ;) War das nicht Zuxxez?
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Avatar Wilson
Wilson
#6 | 16. Jan 2012, 15:21
Dass der sog. Abmahnwahn mittlerweile komplett zum Geschäftsmodell geworden ist mit dem sich Rechteinhaber und windige Anwälte bereichern ist doch seit Jahren ein offenes Geheimnis.

Dass die Einforderung von nicht entstandenen Anwaltskosten (-> http://abmahnwahn-dreipage.de/ ) usw. der kriminellen Energie der "Raubkopierer" in nichts nachsteht darf trotzdem immer wieder erwähnt werden.
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Avatar achnequark
achnequark
#7 | 16. Jan 2012, 15:22
Vor Gericht muss man seine Unschluld beweisen? So ein Quark.
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Avatar Croaker
Croaker
#8 | 16. Jan 2012, 15:22
Womit man heutzutage sein Brot verdienen kann :)

Ich möchte keine Diskussion anfangen ob es richtig oder falsch ist sich ein Spiel herunterzuladen, aber 800 Euro finde ich doch ziemlich hoch angesetzt, wenn das Spiel vom Raupkopierer nicht verbreitet oder gar gegen Geld weitergegeben wurde...

Soweit ich das verstanden habe geht es ja um Leute die sich ein Spiel illegal heruntergeladen haben nicht um die ein Original Spiel mit ihren Mitteln zum laufen bringen und es ins Internet stellen.
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Avatar GhettoPeter
GhettoPeter
#9 | 16. Jan 2012, 15:23
Die Publisher sollten eher schauen, dass sie gute Spiele vertreiben um es nicht nötig zu haben, solche Maßnahmen zu ergreifen. Dürfte für diese auch wirtschaftlicher sein.

Skyrim ist da aktuell das beste Beispiel.

Irgendwann werden die es aber auch noch lernen.
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Avatar Croaker
Croaker
#10 | 16. Jan 2012, 15:25
Zitat von Razyl34:
"[...] verwenden viele internationale Publisher wie Electronic Arts und Atari [...]" zu "Die Publisher Atari, Koch Media, Techland, LucasArts, Square Enix, Codemasters, Ubisoft, Kalypso, Daedalic, dtp entertainment und Aerosoft [...]" und auch in der Auflistung unten fehlt dann EA. Und auch der Artikel von Torrentfreak erwähnt kein einziges Mal EA oder Electronic Arts.

Aber mal abgesehen davon:

Miese Methode, aber wohl "branchenüblich". Solche Vorgehen gibt es meines Wissens nach ja auch in der Musik & Film-Szene. Einerseits finde ich ja durchaus gut, dass man gegen "Raubkopierer" vorgeht, andererseits sollte man dann mit fairen Mitteln spielen.


Naja für einen der damit nichts am Hut hat klingt das alles ziemlich dubios, aber die Raupkopierer spielen ja auch nicht mit fairen Mitteln ...
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