Sexismus unter Videospielern : Weit über die Hälfte der Teilnehmer glaubt, dass es Sexismus in Videospielen gibt. Weit über die Hälfte der Teilnehmer glaubt, dass es Sexismus in Videospielen gibt. Laut einer Studio ist Sexismus in Videospiele-Communitys sehr präsent. In einer 20 Fragen umfassenden Umfrage mit 874 Teilnehmern sagten fast 80 Prozent, dass Sexismus beim Videospielen eine Rolle spielt. Die Studie wurde von Emily Matthew durchgeführt und auf dem Internetblog pricecharting.com veröffentlicht.

Demnach wurden 63,3 Prozent der Teilnehmerinnen schonmal in Videospielen sexistisch beleidigt. Neben vulgären Wörten wie »cunt«, »bitch«, »slut« oder »whore« bezogen sich die Angriffe auch häufig auf das Gewicht oder das Aussehen.

Bei den männlichen Spielern wurden immerhin schon 15,7 Prozent Opfer von sexistischen Drohungen, -Beleidigungen oder -Belästigungen. Die Angriffe richteten sich meist danach, dass die entsprechende Person nicht in die männliche Geschlechterrolle gepasst habe.

Als Tendenz sieht die Autorin der Studie an, dass »bei Frauen der Sexismus immer darum geht, weiblich zu sein [während] es bei Männern darum geht, nicht dem männlichen Standard zu entsprechen.«

35 Prozent der Frauen haben auch schon temporär mit dem Spielen aufgehört, weil sie Opfer von verbalen Angriffen wurden. Bei den Männern waren es nur 11,7 Prozent. Immerhin 9,7 Prozent der befragten Teilnehmerinnen haben mit einem Spiel komplett aufgehört. Bei nur 2,6 Prozent der Männer war dies der Fall.

Ein geringer Teil der Frauen (zehn Prozent) hat sich schon Vorteile durch ihr Geschlecht in Form von Items oder Hilfe bei Quests geholt. Es sei jedoch wesentlich wahrscheinlicher, dass »ein Individuum, das sich durch die Behauptung weiblich zu sein, Vorteile in Videospielen verschafft, in Wirklichkeit ein Mann ist, der nur so tut, als ob er eine Frau wäre.«