Bigpoint : Bigpoint entlässt weltweit 120 Mitarbeiter. Bigpoint entlässt weltweit 120 Mitarbeiter. Update 24.10.: Inzwischen hat sich ein Teil der Gerüchte bestätigt: Bigpoint entlässt insgesamt 120 Mitarbeiter, davon 40 aus dem Büro in San Francisco und 80 aus dem Hauptsitz in Hamburg. Zudem tritt Heiko Hubertz von seiner Rolle als Geschäftsführer zurück. Das erklärt Hubertz im Gespräch mit der Website Gamesindustry.biz.

Als Hauptgrund für die Entlassungen gibt Hubertz an, dass die in San Francisco entstandenen Spiele nicht erfolgreich waren und neben dem umkämpften Markt auch die hohen Lebenskosten vor Ort ein Problem seien. Als Konsequenz will man in Zukunft keine Spiele mehr in den USA entwickeln.

In Hamburg sollen indes überwiegend Verwaltungsangestellte von den Entlassungen betroffen sein.

Hubertz selbst hatte die Niederlassung in San Francisco seit 2010 geleitet und wird in Zukunft nur noch als Aufsichtsratsvorsitzender fungieren. Wie der Firmengründer selbst erklärt, wollte er bereits vor eineinhalb Jahren zurücktreten, konnte aber keinen geeigneten Nachfolger finden. Daher betont Hubertz, dass sein Rücktritt nicht in direkter Verbindung mit den Entlassungen steht, sondern der Zeitpunkt schlichter Zufall ist.

In den nächsten 12 bis 18 Monaten soll das Unternehmen von erfahrenen Führungskräften wieder auf Kurs gebracht werden, die man vorausschauend bereits im vergangenen Jahr für die Reorganisation eingestellt hatte.

Hinweis: In einer früheren Version dieser Meldung suggerierte der Text, die Bigpoint-Entlassungen stünden im Zusammenhang mit einem Vorfall um einen vorgetäuschten Freizeitpark-Ausflug mit anschließender Massenentlassung der Belegschaft eines noch anonymen Unternehmens. Wir möchten uns dafür entschuldigen und richtigstellen, dass es keine Verbindung beider Vorfälle gibt.

Ursprüngliche Meldung: Was ist los bei Bigpoint? Wie derzeit mehrere branchennahe Quellen berichten, soll der Browserspiel-Gigant ( Battlestar Galactica Online , Drakensang Online , Farmerama ) zwischen 100 und 200 Stellen gestrichen haben. Außerdem soll der Firmengründer Heiko Hubertz die Firma verlassen. Bislang hat Bigpoint keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht und auch noch nicht auf unsere Anfragen an die Pressestelle reagiert.

Die Stellenstreichungen sollen hauptsächlich die durch Verluste in Höhe von 5,67 Millionen US-Dollar belastete Niederlassung in San Francisco treffen – dort arbeiten jedoch nur rund 70 Mitarbeiter. So wären neben der US-Filiale möglicherweise auch die Büros in Berlin, São Paulo, London, Paris, Malta oder sogar der Hauptsitz in Hamburg von den Entlassungen betroffen.