Silicon Knights : Wie wir bereits berichteten , hängt bei dem einst renommierten kanadischen Studio Silicon Knights (Eternal Darkness) derzeit der Haussegen schief. Mit dafür verantwortlich ist vor allem ein verlorener Gerichtsprozess gegen Epic Games, an dessen Ende Epic 4,5 Millionen Dollar zugesprochen wurden.

In den letzten Tagen erreichten Silicon Knights nun aber weitere Hiobsbotschaften. Denn in den 4,5 Millionen zu zahlenden Dollar sind noch nicht die (Anwalts-)Kosten von Epic für den Prozess inbegriffen. Diese belaufen sich allerdings auf stolze 4,7 Millionen, womit Silicon Knights insgesamt 9,2 Millionen US-Dollar an Epic entrichten muss. Es ist jedoch fraglich, ob das Studio dazu überhaupt in der Lage ist.

Als wäre das noch nicht genug, wurde Silicon Knights auch noch die Auflage aufgebrummt, den Code alle Eigenproduktionen, die mit Hilfe der Unreal Engine entwickelt wurden, zu vernichten. Davon betroffen sind die Spiele X-Men: Destiny und Too Human, welche auf Kosten von Silicon Knights aus dem Handel zurückgerufen und vernichtet werden müssen, sowie die noch nicht veröffentlichten Titel The Box/Ritualyst, The Sandman und Siren in the Maelstrom.

Grund: Die Entwickler hatten wohl Code der Unreal Engine 1:1 kopiert (inklusive Fehler und Vermerke der Epic-Programmierer), wozu man wohl nicht durch den Lizenz-Vertrag berechtigt war. Später hätte das Studio versucht, dies zu vertuschen und den Code zu säubern.

Angeblich wurden auch die letzten (vier) Mitarbeiten entlassen und Studio-Chef Denis Dyacks sieht sich allein mit den Folgen konfrontiert. Nicht vollständig ausgeschlossen werden kann übrigens eine folgende, außergerichtliche Einigung zwischen Epic Games und Silicon Knights.

Zum vollständigen Gerichtsurteil (pdf)