News

Aktuelle Nachrichten aus der Spielebranche, Releaseverschiebungen und heiße Gerüchte im Überblick.

Valve - »Große Publisher werden wegen Crowdfunding deutlich an Relevanz verlieren.«

Nach der Meinung von Valves Gabe Newell wird die »Crowdfunding-Revolution« nachhaltigen Einfluss auf die großen, traditionellen Publisher haben und deren Relevanz deutlich senken.

Von Sebastian Klix |

Datum: 13.01.2013 ; 15:55 Uhr


Valve : Gabe Newell glaubt fest daran, dass Crowd-Finanzierung in allen möglichen Formen stark an der Bedeutung tradinioneller Publisher kratzen wird. Gabe Newell glaubt fest daran, dass Crowd-Finanzierung in allen möglichen Formen stark an der Bedeutung tradinioneller Publisher kratzen wird. Crowdfunding ist nichts Neues und gibt es schon seit einigen Jahren. Wirklich bekannt ist dieses Finanzierungsmodell aber erst so richtig seit Tim Schafers Kampagne für das Double Fine Adventure im März 2012. Den »Boom«, seit dem nun Millionen via Schwarmfinanzierung zur Verwirklichung von Spieleprojekten in Töpfe wandern, gibt es also noch nicht einmal ein Jahr. Entsprechend überschaubar ist bisher die Anzahl veröffentlichter Ergebnisse. Trotzdem sind sich nicht wenige Branchen-Angehörige sicher, dass das Crowdfunding gewaltigen und nachhaltigen Einfluss auf die Industrie hat und weiter haben wird.

Dazu gehört auch Valves Gabe Newell. Der Mitbegründer und Managing Director des Studios ist sich sicher, dass große Publisher wie Electronic Arts, Activision Blizzard und Co. massiv an Relevanz einbüßen werden. Der Wandel wird seiner Ansicht nach sogar so schnell von statten gehen, dass viele dieser Unternehmen den Anschluss verpassen und nicht in der Lage sein werden »den Übergang in die neue Welt« zu vollziehen.

»Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Communities entscheiden können, was passiert. Und eine davon ist herauszufinden, wie die Community selbst die Finanzierung von Projekten stemmen kann. Ich denke, dass das passieren wird, und zwar auch unabhängig von Kickstarter.«, so Newell gegenüber The Nerdist .

»Je früher sie ein Projekt unterstützen, desto besser wird das Endresultat. Der Unterhaltungsfaktor steigt, die Entwickler werden besser und ich denke, dass der Anteil an Kontrolle und Finanzen, der in Sachen wie Marketing und Distribution gesteckt wird, abnimmt -- und das ist meiner Meinung nach eine gute Sache.«

Via Onlinewelten.com

Diesen Artikel:   Kommentieren (73) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 8 weiter »
Avatar SirSsrakon
SirSsrakon
#1 | 13. Jan 2013, 16:34
Über Steam kann man sich zwar streiten, aber Gabe ist schon ne geile Sau. Aber zu dieser Einsicht (also, was das Crowdfunding betrifft und nicht Gabe ;) sind bzw. werden wohl alle in der Branche kommen. Aber ich frage mich wie eine Crowdfunding-Aktion zu einem AAA-Titel bei dem jetzt nicht eine Million wie bei P.E. das Ziel sind sondern halt 20 Millionen ausgehen würde. Ich persönlich würde nicht für ein neues CoD, Asassins Creed, Fifa oder whatever backen. Ich finde Crowdfunding soll kleineren Projekten vorbehalten sein. Ich sehs schon kommen:
Ganze PR-Abteilungen bei den größeren Publishern, deren Aufgabe es ist die Leute zum Backen zu bringen, weil so kann man sich ja jedes Risko bei der Entwicklung sparen. Hoffen wir dass es nicht so kommt.
rate (53)  |  rate (17)
Avatar Chrompower
Chrompower
#2 | 13. Jan 2013, 16:34
Ein weiterer Vorteil von Crowdfunding ist dass die Enwickler der Community ihr Gehör schenken können, und sich nicht an irgendwelche Vorgaben des Publishers halten müssen.
rate (64)  |  rate (5)
Avatar BlackTiger_4
BlackTiger_4
#3 | 13. Jan 2013, 16:38
Dass so etwas wie Crowdfunding einen Einfluss auf die Spieleentwickler hat und haben wird, ist mir schon klar. Die Frage ist nur: WIE wird sich das Auswirken? Da gibt es 2 Möglichkeiten:

1) Die Spieleenwtickler setzen auf Free2Play und folgen in gewisser Weise diesem Crowdfuning.
2) Die Spieleentwickler heben sich durch die Qualität (Grafik, Langzeitmotivation, Story, Abewchslungsreichtum, ...) ihrer Spiele von diesem Crowdfunding ab.

Ich persönlich würde die zweite Variante bevorzugen.
rate (46)  |  rate (4)
Avatar Voigt
Voigt
#4 | 13. Jan 2013, 16:49
Es wird einen Einfluss haben, aber ich denke nicht, dass dieser so groß sein wird wie Gabe das beschreibt.
Zwar können kleinere Entwickler ihre Projekte ohne Publisher entwickeln, aber das geht nicht immer so gut. Entweder man braucht einen großen Namen (Tim Schafer, Entwickler von Wingcommander/Freelancer, Entwickler von Elite, Entwickler von diesem Annihilation Dingens) oder eine richtig gute Idee. Ansonsten wird auch sehr oft das Finanzierungsziel verpasst. Daher haben es ganz kleine Entwickler auch nicht so gut, weil man doch eigentlich schon Material sehen will, und nicht nur Ideen. Und bis dahin müssen die erst mal kommen.
Und die großen Entwickler kriegen auf keinen Fall soviel Geld zusammen, oder stellt euch vor, Dice will 100 Millioen US Dollar für das nächste Battlefield über Kickstarter. Ich glaub nicht, dass sie das zusammen bekommen ^^
Auch Star Citizen wird teilweise über Publisher finanziert, die Kickstarter Aktion sollte nur zeigen, hey Publisher es wird genug Leute geben die das Spiel kaufen werden, 7 Millionen bekomme ich jetzt schon von denen, da könnt ihr mir ja noch weitere 25 Millionen vorschießen.
rate (28)  |  rate (1)
Avatar Eladriel
Eladriel
#5 | 13. Jan 2013, 16:59
Der Typ ist ja echt ein Idiot....
rate (10)  |  rate (85)
Avatar Sok4R
Sok4R
#6 | 13. Jan 2013, 17:01
Also ich hab arge Zweifel, ob durch Kickstarter & Co. auf einmal alle großen Publisher in Schwierigkeiten geraten. Ich sehe es eher als Ergänzung, speziell für Genres, die gerade nicht in Mode sind, aber immernoch viele Fans haben - nur halt nicht mehr zum Mainstream gehören. Das nächste Call of Duty wird bestimmt nicht durch Crowdfunding finanziert und wird sich trotzdem blendend verkaufen. Wenn dann gehen eher kleinere Publisher drauf, THQ hat es ja schon erwischt. Aber gerade EA und Activison/Blizzard haben so eine Markenmacht, dass sie das schlicht nicht stört.
Wenn man sich nur mal anschaut, was wirklich groß finanziert wurde sind es günstige Indiespiele oder dass Entwicklerlegenden klassische Spielprinzipien im neuen Gewand auflegen. Dass aber ein Titel mal die ~20Mio einbringt, die ein aktuelles CoD kostet bezweifle ich, weil das eine andere Zielgruppe ist. Vor allem Konsoleros werden von Crowdfunding maximal von Seite sie GS gehört haben, das meisten läuft dann doch auf dem PC ab.
rate (12)  |  rate (1)
Avatar reap9r
reap9r
#7 | 13. Jan 2013, 17:05
Man sieht ja an EA, was ein Publisher alles versauen kann. Mehr Crowdfunding bitte!
rate (31)  |  rate (11)
Avatar happyPig
happyPig
#8 | 13. Jan 2013, 17:12
Abwarten.
Ich habe immer noch die Sorge das beim Crowdfunding (wenn es dann richtig boomt und selbst Beträge eines Star Citizen weit hinter sich lässt) Gewinnbeteiligung Einzug hält.
Es gibt schon einige Crowdfunding-Plattformen, die ihre Spender am Erfolg finanziel beteiligen. Das ist großer Mist und stellt eine riesige Gefahr für das Crowdfunding dar.
Mir gefällt das bisherige System, da hinter der Spende nur das Spiel und etwaige Boni stecken. Somit liegt der Fokus auf dem Spiel an sich. Das muss dem Spender gefallen und eben KEINEN großen wirtschaftlichen Gewinn abwerfen.
Denn Gewinnbeteiligung ist kaum viel anders als ein börsennotierter Publisher. Dort wird nicht in das Produkt investiert sondern in Geld.

Ich hoffe das dieses Schicksal Kickstarter und Co. erspart bleibt.
Denn dann stellt Crowdfunding wirklich eine Alternative zum Publisher dar.
rate (9)  |  rate (3)
Avatar servana
servana
#9 | 13. Jan 2013, 17:18
Naja, die meisten Dinge die bei Crowdfunding kommen sind eben nur kleine nette Spiele. Hier und da gibt es mal was großes, aber das wars auch schon.
Publisher setzen nach wie vor auf Millionen teure Projekte und das sieht man ihnen auch an. Und ich würde ein teures AAA Spiel nach wie vor einen Crowdfunding Game vorziehen. Liegt vieleicht daran das mich bis jetzt noch kein Projekt von dort so richtig überzeugen konnte.

Das ist das gleiche wie mit den Filmen, ab und an sieht man sich gerne Trash an, aber man will trotzdem weiterhin dicke Blockbuster sehen.

Zitat von Chrompower:
Ein weiterer Vorteil von Crowdfunding ist dass die Enwickler der Community ihr Gehör schenken können, und sich nicht an irgendwelche Vorgaben des Publishers halten müssen.


Oder aber sie haben keinen Druck dass das Spiel gut sein muss, weil sie das Geld ja schon haben. Ist nur die Frage ob ne " Is doch egal wie gut es wird" Einstellung anstrebenswert ist.
rate (8)  |  rate (8)
Avatar NorinRaad
NorinRaad
#10 | 13. Jan 2013, 17:20
Diese spiele müssen erstmal zeigen das sie gut sind,
sobald dieses jahr die ersten funding games erscheinen werden wir sehen was sie taugen, und da werden unter garantie gurken dabei sein, und dann kann sich das blatt auch schnell wenden wenn die leute merken das sie ihre kohlen für crap rausgehauen haben
rate (7)  |  rate (0)
1 2 3 ... 8 weiter »

PROMOTION
 
Sie sind hier: GameStar > News > Branche > Valve
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten