Gewalt in Videospielen : Joe Biden (rechts) mit EA-Boss John Riccitiello (links) Joe Biden (rechts) mit EA-Boss John Riccitiello (links) Joe Biden, der Vizepräsident der USA, hat bei einem Videochat via Google Hangout für mehr Forschung zum Thema Gewalt in Medien und deren Zusammenhang mit Waffengewalt geworben. Statt einseitig einen Sündenbock zu suchen, solle entsprechende Forschung erst einmal harte Fakten schaffen. Biden sagte:

»Präsident [Obama] und ich sind der festen Überzeugung, dass man die Fakten sprechen lassen sollte, besonders im Zusammenhang mit der Unterhaltungsindustrie. Es gibt keine gesicherten Daten darüber, ob außerordentlich gewaltlastige Videospiele bei Menschen zu anti-sozialem Verhalten bis hin zum Waffeneinsatz führen. (...)

Es gibt eine Studie von der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie, die besagt, dass es zu aggressivem Verhalten führen kann, wenn Kinder drei bis sechs Stunden Videospiele am Tag konsumieren und viele Kinder tun das. [Die Akademie] hat keine Verbindung zu gewalttätigem Verhalten hergestellt, aber dazu gibt es auch noch keine Studien. Also habe ich dem Präsidenten empfohlen, dass wir signifikante Forschung dazu machen sollten. (...)

Lasst die Gesundheitsbehöre (CDC) und das Nationale Gesundheitsinstitut (NIH) hinausgehen und die Pathologie dazu erforschen, wenn es eine Pathologie gibt, die im Zusammenhang mit Waffengewalt steht. Wir sollten keine Angst vor den Fakten haben.«

Vor einigen Tagen traf sich Vizepräsident Joe Biden mit Vertretern der Unterhaltungsindustrie, darunter auch hochrangige Personen aus der Spielebranche wie EA-Chef John Riccitiello (siehe Bild), sowie Wissenschaftlern und Interessengruppen um mögliche Zusammenhänge zwischen Waffengewalt und Gewalt in Medien zu erörtern.

Die komplette Diskussion zwischen Joe Biden und den Google-Nutzern sehen Sie hier:

» Zum Google Hangout mit Joe Biden