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Gewalt in Videospielen - US-Vizepräsident: »Keine Angst vor den Fakten haben«

In eine Google-Hangout-Videochat warb Joe Biden für mehr Forschung bezüglich eines Zusammenhangs zwischen Gewalt in Medien und Waffengewalt und plädierte für Akzeptanz möglicher Ergebnisse.

Von Daniel Feith |

Datum: 25.01.2013 ; 09:35 Uhr


Gewalt in Videospielen : Joe Biden (rechts) mit EA-Boss John Riccitiello (links) Joe Biden (rechts) mit EA-Boss John Riccitiello (links) Joe Biden, der Vizepräsident der USA, hat bei einem Videochat via Google Hangout für mehr Forschung zum Thema Gewalt in Medien und deren Zusammenhang mit Waffengewalt geworben. Statt einseitig einen Sündenbock zu suchen, solle entsprechende Forschung erst einmal harte Fakten schaffen. Biden sagte:

»Präsident [Obama] und ich sind der festen Überzeugung, dass man die Fakten sprechen lassen sollte, besonders im Zusammenhang mit der Unterhaltungsindustrie. Es gibt keine gesicherten Daten darüber, ob außerordentlich gewaltlastige Videospiele bei Menschen zu anti-sozialem Verhalten bis hin zum Waffeneinsatz führen. (...)

Es gibt eine Studie von der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie, die besagt, dass es zu aggressivem Verhalten führen kann, wenn Kinder drei bis sechs Stunden Videospiele am Tag konsumieren und viele Kinder tun das. [Die Akademie] hat keine Verbindung zu gewalttätigem Verhalten hergestellt, aber dazu gibt es auch noch keine Studien. Also habe ich dem Präsidenten empfohlen, dass wir signifikante Forschung dazu machen sollten. (...)

Lasst die Gesundheitsbehöre (CDC) und das Nationale Gesundheitsinstitut (NIH) hinausgehen und die Pathologie dazu erforschen, wenn es eine Pathologie gibt, die im Zusammenhang mit Waffengewalt steht. Wir sollten keine Angst vor den Fakten haben.«

Vor einigen Tagen traf sich Vizepräsident Joe Biden mit Vertretern der Unterhaltungsindustrie, darunter auch hochrangige Personen aus der Spielebranche wie EA-Chef John Riccitiello (siehe Bild), sowie Wissenschaftlern und Interessengruppen um mögliche Zusammenhänge zwischen Waffengewalt und Gewalt in Medien zu erörtern.

Die komplette Diskussion zwischen Joe Biden und den Google-Nutzern sehen Sie hier:

» Zum Google Hangout mit Joe Biden

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Avatar BattlefieldBro
BattlefieldBro
#1 | 25. Jan 2013, 09:57
Es ist zwar irgendwie ganz schön bescheuert das zu lesen, aber ich finde auch gut, dass es endlich mal auf den Tisch kommt und ENDGÜLTIG beendet wird mit einer finanzierten Studie. Wenn diese Studie nun herausbringt, dass Videospiele nicht das Problem sind, dann haben wir endlich RUHE! xD
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Avatar Eidgenosse11
Eidgenosse11
#2 | 25. Jan 2013, 10:00
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar BlithE
BlithE
#3 | 25. Jan 2013, 10:02
Wenn die Studie sauber durchgeführt wurde und eindeutig belegen kann, dass es da einen Zusammenhang gibt, dann werden das viele wohl auch so akzeptieren.

Die Frage ist aber eben, wird die Studie wirklich sauber durchgeführt, oder steht schon von vornherein fest, was raus kommen soll? Sind die Ergebnisse eindeutig, oder sind die Zusammenhänge nur "möglich", aber nicht eindeutig? Bin gespannt, was raus kommt.
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Avatar Raet
Raet
#4 | 25. Jan 2013, 10:06
Nach der Meinung die "Bowling for Colombine" hinterlassen hat würde ich diese Studie gerne aus Kanada bekommen; inzwischen kann sich aber auch viel geändert haben.
Spieleindustrie vs. Waffenlobby - hoffe das der "Gewinner" dabei nicht schon jetzt seinen Fuß in der amerikanischen Verfassung hat.
Lasse mich gerne positiv überraschen und würde mich über einen sachlichen Ausgang freuen.
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Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#5 | 25. Jan 2013, 10:08
Schon sehr ekelhaft, wie die NRA es geschafft hat, die Diskussion von Waffen auf Videospiele zu verlagern. Und dieser Vizepräsident macht auch noch mit, anstatt den Ablenkversuch zu entlarven und stattdessen eine Studie zum Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und durch Schusswaffen verursachten Toden zu fordern?
*würg*
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Avatar Makalvian
Makalvian
#6 | 25. Jan 2013, 10:09
Wieso ist jetzt auf einmal wieder nur von Videospielen die Rede ?

Bei den ersten Atrikeln zu der Debatte, hieß es wenigstens noch Gewalt in Medien generell...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sonst gezeigte Gewalt im Amerkanischen Fernsehprogramm, keinen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes haben kann.
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Avatar TheCockroach
TheCockroach
#7 | 25. Jan 2013, 10:14
Ich wüsste nicht was diese Studie ans Licht bringen könnte was nicht schon unzählige andere Studien getan haben und was wir all nicht schon wissen. Aber sollen die mal ruhig machen. Schaden kann es nicht oder großartig was ändern wird das Ergebnis auch nicht.
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Avatar Ein Pixel
Ein Pixel
#8 | 25. Jan 2013, 10:16
Ja, bitte!

Eine großangelegte Studie zu diesem Thema wäre echt was feines. Dann würden vieleicht mal die ganzen Politiker aufhören dumme Parollen gegen Spiele zu kloppen ohne auch nur ein "Killerspiel" gehen zu haben...

Auch wenn solch eine Studie gegen die Spiele (Unterhaltungsmedien allgemein) ausfallen sollte, wäre sie mir noch immer lieber, als Dummes geschwätz unwissender Politiker ohne jegliche Grundlage.

... Zudem hätte ich endlich Klarheit, ob ich nun ein potentieller Amokläufer im Tiefschlaf bin... oder eben nicht...

Edit @Eidgenosse11:

Auch wenn ich Amerikas Politik nicht beführworte, ist es ein Unterscheid, ob die Zivilbevölkrung sich hochrüstet oder eine Armee Nachschub bestellt.
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Avatar mootality
mootality
#9 | 25. Jan 2013, 10:16
In den USA (Mittlerer Westen) hab ich im Vormittagsprogramm im Fernsehen bei einer Truthahnjagd beiwohnen dürfen. Die Kamera lies nichts aus. Zwei Jahre später kam CSI ins Fernsehen und mich wunderte nichts mehr.

Gewalt wird dort nicht nur geduldet, sie wird Celebriert und als Quotenfüller genutzt.

Bin gespannt WER konkret WAS genau WIELANG erforschen will/wird.
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Avatar Dryz
Dryz
#10 | 25. Jan 2013, 10:20
Ich glaube das es schwer ist bei so etwas eine korrekte und eindeutige Studie zu erzielen. Da jeder Mensch Gewalt anders wahrnimmt. Sehe ich zumindest so.
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