US-Gewaltdebatte : Black Ops 2: Geht es nur darum, Gewaltgelüste zu stillen? Black Ops 2: Geht es nur darum, Gewaltgelüste zu stillen? In den USA ist nach dem Amoklauf an der Sandy-Hook-Schule nicht nur die Debatte um strengere Waffengesetze entbrannt, auch die Medien, darunter auch Videospiele, sollen auf ihre gewaltfördernde Wirkung untersucht werden. So will es die US-Regierung, die eine entsprechende Gewalt-Studie fordert. Auch von Entwicklern selbst kommt die Forderung, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Aus Kalifornien meldete sich nun der demokratische Senator Leland Yee zum Thema Videospielgewalt. Er fordert Spieler und Spieleindustrie auf, bei dem Thema »den Mund zu halten.«. Leland Yee wörtlich: »Gamers have got to just quiet down«. Die englischsprachige Webseite sfgate.com zitiert den Senator weiter: »Gamers have no credibility in this argument. This is all about their lust for violence and the industry's lust for money. This is a billion-dollar industry. This is about their self-interest.«

Spieler hätten laut Yee beim Thema Gewalt also keine Glaubwürdigkeit, denn es gehe ausschließlich darum, die Lust an Gewalt zu stillen. Für die Industrie ginge es nur um Geld, es sei schließlich inzwischen ein Milliarden-Geschäft.

Yee war der Autor eines Gesetztes von 2005, das brutale Videospiele in Kalifornien verbieten sollte. Das Gesetztwurde allerdings vom Verfassungsgericht gekippt.

Das es Spielern vielleicht doch nicht nur um Gewalt geht, auch in den USA, verrät schon ein Blick auf die Top-10-Verkäufe im Retailmarkt 2012. Dort halten sich Spiele wie die Ego-Shooter Call of Duty: Black Ops 2 oder Halo 4 die Waage mit Sport- und Tanzspielen wie Madden NFL 12, Just Dance 4 oder FIFA 13 . In Deutschland war das meistverkaufte Spiel 2012 FIFA 13.