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US-Gewaltdebatte - Senator Leland Yee: »Gamer sollten den Mund halten.«

Computer- und Videospieler sollten sich laut Kaliforniens Senator Leland Yee nicht in die aktuelle Gewaltdebatte in den USA nach dem Sandy-Hook-Massenmord einmischen. Den Spielern gehe es schließlich nur darum, ihre Gewaltlust zu befriedigen.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 28.01.2013 ; 11:06 Uhr


US-Gewaltdebatte : Black Ops 2: Geht es nur darum, Gewaltgelüste zu stillen? Black Ops 2: Geht es nur darum, Gewaltgelüste zu stillen? In den USA ist nach dem Amoklauf an der Sandy-Hook-Schule nicht nur die Debatte um strengere Waffengesetze entbrannt, auch die Medien, darunter auch Videospiele, sollen auf ihre gewaltfördernde Wirkung untersucht werden. So will es die US-Regierung, die eine entsprechende Gewalt-Studie fordert. Auch von Entwicklern selbst kommt die Forderung, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Aus Kalifornien meldete sich nun der demokratische Senator Leland Yee zum Thema Videospielgewalt. Er fordert Spieler und Spieleindustrie auf, bei dem Thema »den Mund zu halten.«. Leland Yee wörtlich: »Gamers have got to just quiet down«. Die englischsprachige Webseite sfgate.com zitiert den Senator weiter: »Gamers have no credibility in this argument. This is all about their lust for violence and the industry's lust for money. This is a billion-dollar industry. This is about their self-interest.«

Spieler hätten laut Yee beim Thema Gewalt also keine Glaubwürdigkeit, denn es gehe ausschließlich darum, die Lust an Gewalt zu stillen. Für die Industrie ginge es nur um Geld, es sei schließlich inzwischen ein Milliarden-Geschäft.

Yee war der Autor eines Gesetztes von 2005, das brutale Videospiele in Kalifornien verbieten sollte. Das Gesetztwurde allerdings vom Verfassungsgericht gekippt.

Das es Spielern vielleicht doch nicht nur um Gewalt geht, auch in den USA, verrät schon ein Blick auf die Top-10-Verkäufe im Retailmarkt 2012. Dort halten sich Spiele wie die Ego-Shooter Call of Duty: Black Ops 2 oder Halo 4 die Waage mit Sport- und Tanzspielen wie Madden NFL 12, Just Dance 4 oder FIFA 13 . In Deutschland war das meistverkaufte Spiel 2012 FIFA 13.

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Avatar Lafaellar
Lafaellar
#1 | 28. Jan 2013, 11:54
»Gamers have no credibility in this argument. This is all about their lust for violence and the industry's lust for money. This is a billion-dollar industry. This is about their self-interest.«


Er verwechselt offenbar die Spieleindustrie mit der Waffenindustrie ;)
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Avatar undergroundmax
undergroundmax
#2 | 28. Jan 2013, 11:54
Nachdem einige Leute ihm bei Twitter Feuer gegeben haben kam das :

Leland Yee ?@LelandYee

Gamers, I admittedly didnt use best words to SFchron. Meant video game industry has inherent conflict of interest in the gun violence debate

I have a lot of respect for many gamers - many are on my staff and in my family - but the industry has profited at the expense of children.
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Avatar Zurviver
Zurviver
#3 | 28. Jan 2013, 11:55
Bemerkenswert arrogante Aussage. Ich wette, er würde niemals der National Rifle Association sagen, dass sie in der Waffendebatte unglaubwürdig ist. Das würde sich ein amerikanischer Politiker niemals trauen, ohne die Gewalt des Lobby-Hammers zu spüren zu kriegen...
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Avatar Piedmon
Piedmon
#4 | 28. Jan 2013, 11:55
»NRA has no credibility in this argument. This is all about their lust for guns and the industry's lust for money. This is a billion-dollar industry. This is about their self-interest.«

fixed
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Avatar wirihrsie
wirihrsie
#5 | 28. Jan 2013, 11:55
wo er recht hat, hat er recht, auch wenn es vielen sauer aufstoßen wird.
aber die gewaltentwicklung in den letzten jahren in spielen ist wirklich erschreckend.
der drang nach einem immer noch höheren detailgrad von abgetrennten körperteilen, kopfschüssen inkl. hirnrausspritz animationen in zeitlupe kommt in erster linie von gamern.
mehr als verständlich, wenn man die meinung dieser fraktion dann natürlich nicht hören will.
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Avatar Ein Pixel
Ein Pixel
#6 | 28. Jan 2013, 11:56
Spieleindustrie gehöhrt wohl nicht zu seiner Lobby
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Avatar Cr4sh
Cr4sh
#7 | 28. Jan 2013, 11:56
Hmm, da es uns ja nur darum geht, unsere Gewaltlüste zu stillen, danke ich dem Senator dafür, dass er sich gleich noch als Ziel anbietet. [/Sarkasmus]

Echt, wenn der Typ glauben würde, was er da von sich gibt, hätte er es nicht von sich gegeben.
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Avatar HandOfFate
HandOfFate
#8 | 28. Jan 2013, 11:56
Ist der noch ganz dicht? Erstens spiele ich solche Spiele wie viele andere nicht wegen der Lust am Töten, sondern das dient wie beim Film der Unterhaltungsbranche. Der Großteil der Gamer sind klar denkende Menschen. Zweitens werden diese ständig mit solchen Argumenten diffamiert, also dann bitte nicht wundern wenn diese sich verbal wehren und davon abgesehen wesentlich mehr Ahnung haben.
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Avatar acer palmatum
acer palmatum
#9 | 28. Jan 2013, 11:57
Der gute Senator sollte vielleicht hin und wieder seinen eigenen Ratschlag beherzigen, denn zumindest bezüglich "Gamern" hat er keinerlei Ahnung was er da faselt.
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Avatar Ic3Dog
Ic3Dog
#10 | 28. Jan 2013, 12:03
Ich würd jetzt als passionierter Spieler, was leider auch sehr viele in den USA gibt, diesen Herrn mal schön von der Wahlliste streichen.

Dieser Herr Politiker, zieht alle Gamer über einem Kamm und macht den gleichen Fehler wie alle Politiker die es sich leicht machen.
Erstens sind diese zu alt um mitzureden, zweitens haben die echt keine Ahnung zum Teil (das gilt jenen, die sich diese Thematik als Wahlmaterial aussuchen und hoffen so Stimmen einzukassieren), was durch miese Infos durch Möchtegern Kritiker verfasst werden oder noch besser "Anal"lysten und sonsige fragwürdige Studien.

ICH zock seit ich klein bin und hab bisher nicht mal ein Goldfisch ertränkt XD
Und da will mir eine Wildfremde Person erzählen, ich wäre krank, weil ich es nicht einsehe, Spiele die für Kids a la Mario Galaxy zu zocken, wenn es da draussen eher was gibt, was meinem Alter entspricht???

Wenn man so denkt, muss man auch Fernsehen, Filme, Radio und Musik sofort verbieten..da diese auch Gewalt beinhalten könnten...und haben nachweislich.
Sind jetzt Kinder die RAP/Hard Rock/Metall hören jetzt auch gefährdet?
Oder ganz dreist...müssen wir uns fürchten, dass Alarm für Cobra 11 irgendwann in Zukunft ins Visier gerät weil man mit Explosionen und Knarren eine falsche Botschaft sendet????????

Wir steuern einer rosigen Zukunft entgegen und ich bedanke mich jetzt schon für die versauten Stunden, in denen man hätte viel besseres zu tun gehabt, als sich über Killerphrasen von Politiker im Ausland aufzuregen.

XD es tötet nicht die Waffe, sonder der Mensch, der diese benutzt und meisst, hat es ganz andere Gründe, als diese "Killerspiele"
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