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Warren Spector - »Wären Spiele nicht so überteuert, wäre der Gebrauchtmarkt kein Problem.«

Die Hersteller machen den Gebrauchtmarkt selbst zum Problem, findet Warren Spector. Wären Spiele günstiger, hätten viele Hersteller mehr davon, als überzogene Preise zu verlangen und gleichzeitig zu versuchen, den Second-Hand-Markt einzudämmen.

Von Sebastian Klix |

Datum: 09.06.2013 ; 17:43 Uhr


Warren Spector : Wären Spiele günstiger, würde die Spielerschaft wachsen und der Ruf nach Gebrauchtspielen wäre deutlich kleiner. Meint Warren Spector. Wären Spiele günstiger, würde die Spielerschaft wachsen und der Ruf nach Gebrauchtspielen wäre deutlich kleiner. Meint Warren Spector.

Wenn bekannte Designer gerade keinen festen Job haben, scheinen sie ihre Freiheit und Ungebundenheit gegenüber einem Unternehmen gerne damit zu verbringen, zu allem möglichen ihre Meinung kundzutun. In den letzten Monaten konnte man das etwa bei Ex-Epic Games Cliff Blezsinksi beobachten, seit einiger Zeit auch beim ehemaligen Junction Point-Oberhaupt Warren Spector, welcher sich zuletzt mit Meinungen wie »Spiele wie Jollipop Chainsaw oder Wolfenstein: New Order braucht die Welt nicht« nicht unbedingt sonderlich beliebt machte.

Nun hat er gegenüber Forbes.com ein anders, aktuell äußert hitzig diskutiertes Thema angesprochen und dabei die selbe Kernaussage getroffen, die viele Spieler den größeren Herstellern schon seit Jahren gerne (ohne viel Gehör zu finden) predigen. Es geht um das Gebrauchtspiele-»Problem«.

Und laut Spector wäre das Ganze schlicht kein »Problem«, wenn viele Spiele nicht mit überzogenen 60 Euro-Preisen auf den Markt kommen würde.

»Hey, ratet mal, was passieren würde, wenn unsere Spiele nicht so überteuert wären: Die Leute müssten keine gebrauchten Spiele mehr kaufen. Die Spielebranche redet immer davon, wie viel größer sie doch als die Film-Branche ist. Was die Einnahmen angeht mag das wohl stimme, aber großer Gott: Ich bin mir zwar nicht zu 100 Prozent sicher, aber ich würde viel Geld darauf verwetten, dass mehr Leute am Startwochenende [den Film] 'Oben' gesehen haben, als andere Call of Duty gespielt haben.«, so Spector.

»Der Grund dafür, warum unsere Spiele soviel Einnahmen generieren ist der, dass wir dumm genug sind, 60 Dollar für eine Retail-Version zu verlangen. Doch wir brauchen den Gebrauchtmarkt, weil sich viele Menschen diese Preise nicht leisten können. Sie kaufen und spielen dann einfach weniger.«

Dadurch würden sich viele Unternehmen kostenlose PR durch die Lappen gehen lassen und ihre Fan-Gemeinde unsinnigerweise kleiner halten, als sie sein könnte - etwa mit Blick auf weniger gut betuchte und/oder jüngere Menschen. Die Hersteller würden den Second-Hand-Markt dadurch vor allem durch eigenes Verschulden zum Problem machen.

»Mal ehrlich: Jedes andere Medium erlaubt den Wiederverkauf. Man kann gebrauchte Bücher kaufen. Man kann gebrauchte Filme kaufen. Man kann gebrauchte CDs kaufen. Warum zur Hölle brauchen wir also eine Extrawurst? Ich habe kein Problem mit Gebrauchtspielen. Ich habe selbst einige davon.«

Quelle: Forbes.com

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Avatar ssimme
ssimme
#1 | 09. Jun 2013, 18:50
Er hat so Recht der Mann!
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winfo_student
#2 | 09. Jun 2013, 18:54
Recht hat er aber der letzte Satz ist gefundenes Fressen für die Chefetage.

Weder iBooks noch Kindle-Inhalte können weiterverkauft werden, iTunes Einkäufe ebenso wenig und Kinobesuche schon gar nicht. Und da beschwert sich ja auch niemand von daher warum sollte man auf die Kritiker im Gaming-Bereich hören? Die 2-3% bekommt man durch DLCs und Microtransaktionen wieder rein und der gemeine Zocker interessiert sich eh nicht für so politische Themen (leider)
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Avatar mister-meister
mister-meister
#3 | 09. Jun 2013, 18:56
Ja toll. Was sie nicht sagen Herr Spector... Und nun machen sie mal wieder ein anständiges Game a' Deus Ex und nicht diesen Mickey Maus Quark...
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nImA
#4 | 09. Jun 2013, 18:57
nach ausführlicher diskussion, konnte ich den warren spector auch überzeugen.
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Avatar nachtnebel
nachtnebel
#5 | 09. Jun 2013, 18:58
Das Problem ist ganz einfach, dass Publisher erwarten dass ihre Spiele 50, 60 oder 70 Euro wert sind, egal ob sie nun Qualität oder nur Fließbandunterhaltung liefern. Himmel, viele AAA Titel bieten weniger Unterhaltungswert als so manches 10 Euro Indie Game, kein Wunder, dass der Kunde hier vorsichtig wird und lieber zu Gebrauchtspielen greift bzw. den Fehlkauf nacher auf diesem Wege entsorgt.
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Avatar Efectan
Efectan
#6 | 09. Jun 2013, 19:00
Er hat Recht. Jollipop Chainsaw braucht man wirklich nicht.

Aber Spaß beiseite:
Wenn ich 60 € für ein Spiel bezahlen soll, das villeicht 10- 15 Stunden (Shooter 5 Stunden) geht und ich dann für 15 € noch mal 4 DLCs kaufen soll, dann ist das mit nem Taschengeldeinkommen von 50 € abzüglich Schulessenskosten nicht möglich. Da bleiben ja nur noch mmoga und cracken. Ubisoft-Spiele muss ich mir sowieso cracken, wenn ich die spielen will. Uplay will nämlich auf meinem PC einfach nicht.
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Avatar woatkin
woatkin
#7 | 09. Jun 2013, 19:00
Naja.. das wäre für die Gaming-Community von Vorteil, aber nicht für die Firmen.
Es lohnt sich eher den Gebrauchtmarkt einzudämmen und weiterhin 60€ pro Spiel zu verlangen, als die Spiele billiger zu machen.
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Avatar Morrich
Morrich
#8 | 09. Jun 2013, 19:01
Recht hat er. Wer soll sich denn bitte noch zig Spiele leisten können, wenn die Dinger gut und gerne 50€ und mehr kosten?

Es wird auch immer von der Spielebranche gesagt, dass die Entwicklung von Spielen immer teurer wird. Das müsste aber eigentlich gar nicht sein.
Das Wichtigste an einem Spiel ist noch immer dessen Inhalt und nicht etwa teures Grafikgewichse, welches in der Produktion Unsummen verschlingt.
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FoK.Tank
#9 | 09. Jun 2013, 19:01
"Wären Spiele nicht so überteuert, wäre der Gebraucht(- und Schwarz)markt kein Problem."
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Avatar Petesteak
Petesteak
#10 | 09. Jun 2013, 19:02
Kann das mal bitte jemand einrahmen und an die Stirnen der Publisher tackern?
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