Auf der E3 2013 haben wir den für seine oftmals kontroversen Prognosen bekannten Branchenkenner Michael Pachter getroffen. Im Gespräch mit André Peschke spricht der Finanz-Analyst von Wedbush Securities über das vorläufige Ergebnis des »Konsolenkriegs« zwischen Xbox One und PlayStation 4.

Pachter spricht zwar klar Sony den Sieg über die E3-Pressekonferenzen zu, sieht aber für Microsoft noch nicht komplett schwarz. So schätzt Pachter, dass Microsoft das Ruder noch einmal herumreißen könnte, wenn man den Kunden deutlicher die Vorteile der Online-Funktionen erklärt und entweder den Preis der Xbox One senkt oder eine mit einem Handy-Vertrag vergleichbare Finanzierung der Konsole durch Breitbandanbieter ermöglicht.

Auch für Nintendo hat Pachter Prognosen. So legt er dem Unternehmen zwar eine Preissenkung der aktuell 349 Euro teuren Wii U nahe, lobt die Japaner aber für ihr hochwertiges First-Party-Portfolio mit Mario Kart 8 und Super Smash Bros. Allerdings schrecke der hohe Preis - vor allem im direkten Vergleich mit der 399 Euro teuren PlayStation 4 - potenzielle Käufer ab. Auch wenn die WiiU nicht an die Verkaufszahlen der Wii herankommen wird, rechnet Pachter im besten Fall mit insgesamt 50 Millionen verkauften WiiU-Konsolen.

Die Marktmacht der Tablet-PCs schätzt Pachter unter Hardcore-Gamern nicht besonders dramatisch ein. Auch der PC-Markt wird nicht kleiner werden, Hardcore-PC-Spieler werden sich in Zukunft aber aufgrund eines vielseitigen Spieleangebots zunehmend eine Next-Gen-Konsole anschaffen.