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Eidos Montreal - Ex-Chef: »Square Enix muss lernen, wie man Spiele verkauft«

Stephane D'Astous, bis vor kurzem Boss von Eidos Montreal, sagt nach seinem Weggang, die Kommunikation mit Square Enix sei katastrophal gewesen.

Von Daniel Feith |

Datum: 24.07.2013 ; 11:07 Uhr


Eidos Montreal : Stephane D'Astous, Ex-Chef von Eidos Montreal Stephane D'Astous, Ex-Chef von Eidos Montreal Vor kurzem gab Stephane D'Astous, Chef des Entwicklerstudios Eidos Montreal ( Deus Ex: Human Revolution , Thief ) bekannt, dass er das Unternehmen verlassen werde. In einem Interview mit der US-amerikanischen Webseite Polygon, erhebt D'Astous nun schwere Vorwürfe gegenüber seinem ehemaligen Arbeitgeber Square Enix, dem Mutterkonzern von Eidos Montreal.

»Unser letztes Geschäftsjahr war offensichtlich kein besonders tolles. Ich glaube, dass einige wichtige Entscheider [bei Square Enix Europa] fast in Panik gerieten und es sehr schwer war, herauszufinden, was wir ändern mussten. Es hat sehr lange gedauert, bis Informationen aus dem Hauptquartier zu hören waren. Leider waren die Entscheider bei den Studios nicht in den strategischen Plan involviert. (...)

Wir haben drei Triple-A-Titel auf den Markt gebracht ( Hitman: Absolution , Tomb Raider , Sleeping Dogs ) und trotz des guten Line-Ups und einigen großartigen Testberichten haben wir unsere finanziellen Ziele nicht erreicht. Das hat einige Leute ziemlich erschüttert. Als die Geschäftsergebnisse bekannt wurden, waren wir alle sehr überrascht. (...)

Square Enix muss lernen wie man Spiele verkauft.«

D'Astous sagt, Square Enix habe einen Plan für die Zukunft entwickelt, ohne die Studiochefs mit einzubeziehen. Diese seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Strippenzieher hinter der neuen strategischen Ausrichtung sei Phil Rogers, CEO von Square Enix Europa. D'Astous selbst habe monatelang versucht, Square zum Einlenken zu bewegen, sogar mit seinem Weggang gedroht.

»Ich habe seit März wirklich versucht, meine Sorgen zu kommunizieren, meine Ratschläge, meine Empfehlungen. Es war sehr angespannt. (...) Square Enix sitzt ganz schön in der Klemme, weil Kompromisse gemacht wurden, Investitionen die man besser nicht gemacht hätte und Dinge in die sich nicht investiert haben, aber dies besser getan hätten.«

Square Enix hat bereits einige Umstruktierungen beim Personal vorgenommen und den Strategie-Masterplan für die nahe Zukunft bei einer Konferenz vorgestellt.

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Fremdwort
#1 | 24. Jul 2013, 11:51
Weil Eidos weis wie es geht.... Hahaha
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Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#2 | 24. Jul 2013, 11:59
Zitat von :
»Square Enix muss lernen, wie man Spiele verkauft«

Square Enix muss vor allem lernen seine überzogenen Erwartungen zu zügeln.
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Überflieger
#3 | 24. Jul 2013, 12:04
Das neue Final Fantasy MMO wird Square Enix sicher den nächsten Tritt geben...
Wobei man ihnen anrechnen muss, das nicht jeder Entwickler einen MMO Flop nochmal komplett aufpoliert.
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Avatar nebu2k
nebu2k
#4 | 24. Jul 2013, 12:07
Wenn sich ein Spiel wie Tomb Raider ca. 4 Mio mal verkäuft und man dann immernoch Minus hat, dann stimmt einfach die gesamte Planung nicht. Ich meine was hat man erwartet? 6 Mio Einheiten, das ist schon echt derb.

Als man damals mit Tomb Raider 2 so erfolgreich war, lag das zum großen Teil daran, dass es im Genre kaum vergleichbare Spiele gab. Heute haben wir aber einen Markt voll von Action Adventures und ein Uncharted hat die Messlatte doch sehr hoch gesetzt, Tomb Raider ist eben nicht mehr die Referenz auf diesem Gebiet.

Eidos Interactives weiss schon wie das Geschäft läuft. Vorallem in den 90ern waren die sehr erfolgreich.
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Avatar facebraeker
facebraeker
#5 | 24. Jul 2013, 12:09
Ich versteh iwie nicht warum sie
FF14 wiederbeleben. Jetzt kommt es doch besonders auf die PR-Abteilung an.
Ich mein es hat schon einmal versagt, dass bleibt den Menschen haften
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Avatar FatGaymer
FatGaymer
#6 | 24. Jul 2013, 12:11
Square Enix muss sich auf die Stärken vom (damaligen) Squaresoft besinnen und mit dem einen teil geniale Rollenspiele entwickeln auch mit rundenbasierenden Kämpfen mit Anspruch und auf der anderen Seite mit Eidos die westliche Actionsparte bedienen mit guten innovativen Spielen..dann noch ein wenig bessere Kommunikation zwischen den Bossen, Studios etc und alle( auch die Spieler) wären zufrieden....
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Avatar Sn@keEater
Sn@keEater
#7 | 24. Jul 2013, 12:11
Zitat von Agent.Smith:

Square Enix muss vor allem lernen seine überzogenen Erwartungen zu zügeln.


Genau so ist es. Die sehen TR als Flop ab obwohl das über 3 Millionen mal verkauft wurde.

Dafuq?
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Avatar McStruggle
McStruggle
#8 | 24. Jul 2013, 12:18
Zitat von FatGaymer:
Square Enix muss sich auf die Stärken vom (damaligen) Squaresoft besinnen und mit dem einen teil geniale Rollenspiele entwickeln auch mit rundenbasierenden Kämpfen mit Anspruch und auf der anderen Seite mit Eidos die westliche Actionsparte bedienen mit guten innovativen Spielen..dann noch ein wenig bessere Kommunikation zwischen den Bossen, Studios etc und alle( auch die Spieler) wären zufrieden....


Ich für meinen Teil bin zufrieden. Hitman und besonders Sleeping Dogs und Tomb Raider haben mich sehr positiv überrascht. Das sind fantastische Spiele. Es ist tatsächlich der Mix aus Größenwahn und wenig gelungener Außendarstellung seitens Square Enix, die für Probleme sorgen, nicht die Titel.
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Avatar Soebe
Soebe
#9 | 24. Jul 2013, 12:24
War Human Revolution eigentlich ein solcher Ladenhüter dass man das auf Steam für 2,80 verkauft hat?
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Avatar Lafaellar
Lafaellar
#10 | 24. Jul 2013, 12:27
Ich verstehe auch nicht warum es die ganzen Titel von Square Enix ständig im Sonderangebot bei Steam und ähnlichen Konsorten gibt und dann gleich so rabiat runtergesetzt.
Ich meine, knapp 3€ für Human Revolution? Kommt, das Spiel ist doch echt mehr wert.

Das Marketingkonzept von Human Revolution hat mir damals übrigens sehr gefallen mit den ganzen "Realvideos".

Vielleicht mal ein Praktikum in der Marketingabteilung von Blizzard machen ;)
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