Google : Google Play bietet keinen ausreichenden Jugenschutz - zu dem Schluss kam die Federal Trade Comission, Google und US-Behörde einigten sich auf eine Strafzahlung von 19 Millionen Dollar. Google Play bietet keinen ausreichenden Jugenschutz - zu dem Schluss kam die Federal Trade Comission, Google und US-Behörde einigten sich auf eine Strafzahlung von 19 Millionen Dollar.

Nach Apple und Amazon ist nun auch Google fällig: Die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hat sich mit dem Medienkonzern auf eine Strafzahlung von mindestens 19 Millionen Dollar geeinigt.

Hintergrund des Rechtsstreits ist der schwache Jugendschutz bei In-App-Käufen im Android App-Store. So wirft die FTC Google unlautere Geschäftspraktiken vor, indem ein Passwort für Google Play erst im Jahr 2012 eingeführt wurde. Außerdem bietet die Passwort-Eingabe ein 30-Minuten-Fenster, in dem Kinder ohne Probleme weitere In-App-Käufe tätigen könnten.

Das habe Eltern teilweise hunderte Dollar gekostet, deren Kinder unüberlegt weiter eingekauft hätten.

Nun muss Google alle Nutzer von Android über die Strafzahlung informieren, die zwischen 2011 und 2014 zumindest einen In-App-Kauf via Google Play getätigt haben. Eltern können die entstandenen Kosten zurückverlangen.

Der Rückzahlungsprozess wird ein Jahr laufen und wird Google mindestens 19 Millionen Dollar oder mehr kosten. Sollen die Rückforderungen der klagenden Eltern nicht die 19 Millionen Marke überschreiten, muss der Restbetrag an die Federal Trade Comission bezahlt werden.

Neben Google sind auch Apple und Amazon betroffen, nur Microsoft steht mit dem Windows Phone Store noch keine Klage ins Haus. Während Apple einen ähnlichen Deal wie Google eingegangen ist und 32,5 Millionen Dollar zahlen muss, hat Amazon eine außergerichtliche Einigung ausgeschlossen und strebt einen Rechtsstreit vor Gericht an.