Deutscher Computerspielpreis : Der Bund der Steuerzahler Deutschland e. V. bemängelt, dass der »Hauptsponsor« beim Deutschen Computerspielpreis der Steuerzahler sei. Der Bund der Steuerzahler Deutschland e. V. bemängelt, dass der »Hauptsponsor« beim Deutschen Computerspielpreis der Steuerzahler sei.

Der Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt) spricht sich nach 2013 auch 2014 wieder dagegen aus, den Deutschen Computerspielpreis mit Steuermitteln zu unterstützen. Der Verein hat sich unter anderem der Verringerung der Bürokratie und Steuerverschwendung verschrieben und sieht offenbar andere Bereiche, bei denen die Mittel besser angelegt wären. Wie der BdSt auf seiner Website schreibt, hat sein Präsident Reiner Holznagel die Position am Mittwochabend, dem 12. November in der RTL-Fernsehshow »Mario Barth deckt auf!« erklärt.

»Steuerzuschüsse für den Computerspielpreis: Würden diese Zuschüsse gestrichen, könnten 250.000 Euro eingespart werden. Dann müsste der Steuerzahler nicht mehr als Hauptsponsor des Preises auftreten. Darüber hinaus gibt es noch mehr Einsparpotenziale.«

Der Deutsche Computerspielpreis wird seit 2009 jährlich gemeinsam vom Staat, dem GAME Bundesverband sowie dem BIU verliehen. Damit sollen vorwiegend deutsche Produktionen prämiert werden, die innovative, kulturelle oder pädagogisch wertvolle Spielkonzepte bieten.

Vor der diesjährigen Preisverleihung legten die GameStar-Redakteure André Peschke und Heiko Klinge aus Protest ihr Ehrenamt in der Jury nieder, denn der Ausrichter weigerte sich, Computerspiele als Kulturmedium ernst zu nehmen. Für 2015 sind weitreichende Änderungen an der Verleihung geplant.