China vs. Online-Rollenspiele - Einschränkungen nach 3 Stunden Spielzeit

von Roland Austinat,
26.08.2005 03:46 Uhr

Über 20 Millionen Menschen in China spielen regelmäßig Online-Rollenspiele - meist in Internet-Cafes, da die Verbreitung von PCs mit Online-Zugang noch nicht so groß wie in westlichen Ländern ist. Dabei kam es immer wieder zu Zwischenfällen, etwa dem Mord an einem Spieler, der ein Online-Schwert verkauft hatte, dass ihm sein Freund und späterer Mörder geliehen hatte. Nach einem Bericht der BBC greift nun die Regierung massiv ins Geschehen ein: Nach drei Stunden soll jeder Charakter durch schlechter werdende Fähigkeiten zu einer Pause aufgefordert werden. Nach fünf Stunden Spieldauer sollen die Fähigkeiten erheblich beschnitten werden. Eine fünfstündige Pause soll die ursprünglichen Fähigkeiten wieder herstellen.

Sowohl Internet-Cafe-Betreiber als auch Hersteller wie Blizzard (World of WarCraft wird von 1,5 Millionen Chinesen gespielt) und NC Soft (Lineage 2) haben sich zur Kooperation bereit erklärt. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Interfax-China sind sie bereit, zu Gunsten einer gesunden Spielatmosphäre für Onlinerollenspiel-Fans Einnahmeneinbußen hinzunehmen. Zu den in China ebenfalls höchst populären, jedoch in unseren Breitengraden weitestgehend unbekannten Titeln mit den Worten "Legend", "Fantasy" und "Online" im Namen zählen außerdem The Legend of Mir II, The Legend of Mir 3G, Westward Journey Online, Fantasy Westward Journey Online, MU, JX Online, First Myth Online, The World of Legend und Blade Online.


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