DDoS-Angriffe über Weihnachten - Auch Steam und Minecraft im Visier

Nach Phantom Squad ist nun mit SkidNP eine zweite DDoS-Gruppe aufgetaucht, die damit droht, neben dem PSN und Xbox Live auch die Minecraft-Server und Steam über die Weihnachtsfeiertage lahmzulegen.

von Tobias Ritter,
23.12.2015 11:30 Uhr

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Erst vergangene Woche kündigte eine offenbar neu gegründete Internet-Gruppierung an, Gamer über die Weihnachtsfeiertage von den Bildschirmen fernhalten zu wollen: Das sogenannte Phantom Squad plant, sowohl das PlayStation Network als auch Xbox Live ab Heiligabend für mindestens eine Woche lahmzulegen.

Nachdem sich PC-Spieler in Folge dieser Ankündigung noch in Schadenfreude üben konnten, geraten nun auch sie in das Visier von DDoS-Angreifern. Mittlerweile ist mit SkidNP nämlich eine zweite Gruppierung auf den Plan getreten, die es über Weihnachten zusätzlich auf die digitale Gaming- und Vertriebsplattform Steam und den beliebten Indie-Hit Minecraft abgesehen hat.

Das vermeintliche noble Ziel der selbsternannten Hacker: Die Sicherheit der Plattformen und Server zu verbessern indem die Betreiber auf eventuelle Sicherheitslücken aufmerksam gemacht werden.

Damit allerdings noch nicht genug: So ähnlich die Ziele auch sein mögen, die Phantom Squad und SkidNP hier verfolgen, so wenig gönnt man der jeweils anderen Gruppe offenbar den Erfolg. Wie die englischsprachige Webseite Neowin berichtet, hat die neue Gruppe der alten zwischenzeitlich den Krieg erklärt und als erste Amtshandlung die Phantom-Squad-Webseite gehackt. Dort hinterließen sie eine recht eindeutige Botschaft:

"Hallo Phantom Squad. [...] Ihr habt den Ruhm für diverse Angriffe geerntet, die weder von euch noch von irgendeinem eurer Mitglieder durchgeführt wurden. Wir sind darüber nicht sehr glücklich, deshalb haben wir eure Webseite vom Netz genommen. Hier unser Vorschlag: Hört auf, solange ihr noch die Möglichkeit dazu habt. Denn solltet ihr auch den Ruhm für die Weihnachts-Angriffe für euch beanspruchen, wird es das Letzte sein, was ihr macht."

Das letzte Wort dürfte damit in diesem Fall aber noch nicht gesprochen sein. Es bleibt abzuwarten, wie ernst die jeweiligen Drohungen genommen werden können. Zumindest Online-Gamer wissen spätestens über die Weihnachtsfeiertage mehr.


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