Die Unglaublichen 2 - Regisseur Brad Bird über seine ersten Ideen zum Sequel

Pixars Superhelden-Familie bekommt eine Fortsetzung. Nun spricht Regisseur Brad Bird über seine ersten Ideen und warum er den Film erst jetzt machen möchte.

von Vera Tidona,
24.09.2015 14:10 Uhr

Pixars Animationshit Die Unglaublichen erhält eine Fortsetzung.Pixars Animationshit Die Unglaublichen erhält eine Fortsetzung.

Pixars Animationshit »Die Unglaublichen« erfreute vor über zehn Jahren zahlreiche Kinobesucher und spielte mehr als 631 Millionen US-Dollar weltweit ein. Nun soll die ungewöhnliche Superheldenfamilie endlich eine Fortsetzung erhalten. Wie die aussehen könnte, verrät Regisseur Brad Bird in einem Interview mit dem US-Magazin ComingSoon.

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Auf die Frage hin, warum erst jetzt ein Sequel und ob nicht die lange Zeitspanne seine Sicht auf die Charaktere verändert habe, stellt Bird klar: »Ich denke nicht, dass ich diesen Film sofort hätte machen können. Noch hätte ich es gewollt. Ich bevorzuge es, Dinge mit etwas anderem aufzulockern. Ich kenne einige Regisseure, die einen Film drehen würden und dann als nächstes sofort ein Sequel dazu machen. Solange es sich dabei nicht um Der Herr der Ringe handelt oder es von Anfang an von uns so geplant wurde, lockere ich es immer damit auf, indem ich etwas anderes mache und dann darauf zurückkomme. Abgesehen davon freue ich mich schon sehr darauf, wieder in diesem Metier zu arbeiten.«

In der Zwischenzeit war Brad Bird tatsächlich fleißig, so inszenierte er Pixars Animationsfilm Ratatouille (2007) und den Actionfilm »Mission: Impossible - Phantom Protokoll« (2011) mit Tom Cruise. Einzig sein letzter aktueller Film, Disneys »A World Beyond« (Tomorrowland) mit George Clooney, blieb hinter den Erwartungen zurück.

Für »Die Unglaublichen 2« hat er noch eine Menge an Ideen aus dem ersten Film übrig, bestätigt Bird, die jedoch nicht alle untergebracht werden konnten. »Einige passen gewiss rein, aber andere gehören eher zur Kategorie, 'Das ist großartig, aber ich müsste zwei weitere Ideen fallenlassen, die wesentlich bedeutender sind, um diese eine Idee einzubringen.' Also wurde ein ganzer Haufen an Ideen bei Die Unglaublichen weggelassen. Aber das ist keine große Sache.«

Stattdessen arbeitet er an neuen Ideen und einer alles übergreifenden Geschichte, die beide Filme miteinander vereint. In einem früheren Interview mit dem US-Magazin Collider bestätigte Bird, dass der grobe Handlungsbogen bereits fest stünde. »Ich bin zu ungefähr drei Vierteln mit dem ersten Entwurf des Drehbuchs fertig. Es arbeiten viele Leute daran mit, die bereits am ersten Film beteiligt waren, wir haben also alle eine wirklich gute Zeit.«

Dabei legt er jedoch großen Wert auf die Familie und möchte ihr künftig mehr Raum geben. »Inzwischen gibt es 400 Milliarden davon und alle zwei Wochen kommt ein neuer Superhelden-Film raus. Da will man natürlich nicht das machen, was alle anderen auch machen«, so Bird. Deswegen möchte er bei der Fortsetzung stärker die Figuren und deren Beziehungen untereinander ausarbeiten. »Wir werden dann sehen, wohin genau uns das führt. Aber vor allem haben wir Spaß.«

Ein konkreter Kinostarttermin gibt es zwar noch nicht. Jedoch stellt Bird schon jetzt einen baldigen Termin in Aussicht, schließlich gehe die Arbeit schneller voran als gedacht. »Manche Filme brauchen länger und erweisen sich als echt harte Nuss, andere entstehen ein wenig schneller. Ich mache jedenfalls so schnell ich kann - so schnell es eben mit einem kleinen Team möglich ist. Ich arbeite lieber mit kleinen Teams, da hat man alles fester im Griff.«

Der sechste Pixarfilm »Die Unglaublichen« handelt von einer nach außen hin ganz normalen Familie, die jedoch mit ihren Superkräften auch mal daneben liegen kann. Einmal den Falschen gerettet und schon hat Mr. Incredible eine Klage wegen »unerwünschter Lebensrettung« am Hals. Fortan muss er sein Dasein als Versicherungsangestellter fristen. Als er die Gelegenheit wittert, wieder aktiv zu werden, hängt nicht nur der Haussegen schief, sondern auch der Weltfrieden ist in höchster Gefahr. Zum Glück ist seine Frau Helen flexibel. Mit ihrem außergewöhnlichen Nachwuchs, dem kleinen Flitzer Flash und der scheinbar unscheinbaren Violetta, macht sie sich auf, mal eben die Welt zu retten.


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