District 9-Regisseur - ...hält nichts von Spielen zu Filmen

Neill Bloomkamp ist der Meinung, dass Film-Versoftungen selten funktionieren. Das gleiche gilt seiner Meinung nach für Verfilmungen von Spielen.

von Daniel Raumer,
08.01.2010 13:48 Uhr

Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp ist der Meinung, dass die Verbindung von Videospielen und Filmen nicht funktioniert. In einem Interview mit der amerikanischen Tageszeitung LA Times sprach der »District 9«-Regisseur unter anderem darüber, ob er sich ein Spiel zu seinem Film vorstellen könne.

»Die Idee eines 'District 9'-Videospiels bereitet mir leichte Kopfschmerzen, da Spiele zu Filmen selten funktionieren. Und Filme, die auf Spielen basieren, funktionieren gar nicht -- Ich weiß nicht, warum das so ist.« Bloomkamp betont im weiteren Verlauf des Gesprächs, dass die Idee zwar grundsätzlich reizvoll sei, aber nicht aus reinem Profitgedanken umgesetzt werden solle. Auch stellt er klar, dass er nicht grundsätzlich gegen Videospiele sei, im Gegenteil, er möge sie sogar sehr gern. Ein »District 9«-Spiel schließt er dann aber kategorisch aus.

HaloHalo

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Neill Bloomkamp eigentlich den Halo-Film drehen wollte, der die bekannte Shooter-Reihe auf die Leinwand bringen sollte. Aus diesem Grund hat er sogar bereits den siebenminütigen Kurzfilm »Halo: Landfall« fertig gestellt, der einen Eindruck gibt, wie ein möglicher Halo-Film aussehen könnte. Im Moment liegt die Produktion anscheinend auf Eis, denn auch Peter Jackson ist inzwischen als Producer wieder ausgestiegen.

Bloomkamp gelang mit »District 9« einer der Überraschungshits des vergangnen Jahres. Obwohl der Film über einen Alien-Slum in Südafrika im Vergleich zu Hollywood-Produktionen nur mit einem sehr kleinen Budget aufwarten konnte, wurde der Spielfilm von Publikum und Kritikern gleichermaßen gut aufgenommen.

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