Eidos und Square Enix - Erstes gemeinsames Projekt

Von den Besitzverhältnissen her gehören beide Firmen schon lange zusammen. Jetzt versuchen sie auch gemeinsam Spiele zu entwickeln.

von Christian Merkel,
17.11.2009 09:21 Uhr

Ende April dieses Jahres hatte Square Enix die Übernahme des britischen Spieleherstellers Eidos abgeschlossen und seit Juli ist Eidos vollständig in Square Enix integriert. Doch bislang haben beide Firmenteile organisatorisch voneinander getrennt gearbeitet. Das soll sich jetzt ändern: Wie der Square-Enix-Chef Yoichi Wada auf der Montreal International Game Summit bekannt gab, werde die komplette Square-Enix-Studiofamilie sich demnächst stärker miteinander austauschen. Ein erstes gemeinsames Projekt von Square Enix und Eidos soll im Eidos-Studio im kanadischen Montreal entstehen.

»Wir möchten in der Lage sein, ein neuen Titel zu erstellen, der von der [Square-Enix]-Gruppe als Einheit gemacht wird«, sagt Wada. Laut dem Square-Enix-Chef steckt das neue Square-Enix-Eidos-Projekt noch im Reifeprozess. Deswegen sagt er auch noch nicht, ob es sich um eine komplett neue Marke oder eine Fortsetzung handelt. Wada bestätigt aber, dass sowohl japanische als auch westliche Einflüsse das Spiel prägen werden. Dass man dabei aber nicht alles in einen Topf kippen kann, weiß auch Wada: »Man muss über die verschiedenen Kulturen auf dieser Welt Bescheid wisse. Deswegen sind unsere Produktionszentren über die gesamte Welt verteilt. Das ist auch unsere Stärke. Wir können nicht über eine weltweite Kundschaft reden, da sie nicht existiert. Ex gibt einfach kein Land namens Global.«

Deus ExDeus Ex

Das Entwicklungsstudio Eidos Montreal wurde im Februar 2007 gegründet. Obwohl das Studios noch keinen Titel veröffentlicht hat, liegt ein harter Erwartungsdruck auf ihm: Derzeit arbeiten die Entwickler an Deus Ex 3 und Thief 4. Beides sind Titel, bei denen der über lange Zeit verantwortliche Produzent Warren Spector seine Handschrift deutlich hinterlassen hat. Wenn es Eidos Montreal schafft, den unverwechselbaren Stil auf ein modernes Spiel anzuwenden, dürfte es auch kein Problem sein, japanische mit westlichen Einflüssen miteinander zu kombinieren.


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