Electronic Arts - Sichert sich Rechte an Monopoly und Scrabble

EA setzt auf Casual Games.

von Denise Bergert,
13.08.2007 13:48 Uhr

Electronic Arts hat sich vom US- Spielehersteller Hasbro die exklusiven Rechte an Gesellschaftsspielen wie Monopoly und Scrabble gesichert. Der weltgrößte Verlag für elektronische Spiele werde bereits im nächsten Jahr die erste interaktive Version eines Brettspiels von Hasbro auf den Markt bringen, teilten die Unternehmen in Redwood City (US-Staat Kalifornien) mit. Die strategische Partnerschaft ist bis Ende 2013 angelegt und soll dann nach Bedarf weitere vier Jahre verlängert werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Die Allianz mit dem Traditions-Spielehersteller ist für Electronic Arts ein weiterer wichtiger Schritt, mit seinen Computer- und Videospielen neue Zielgruppen zu gewinnen. Eines der größten Wachstumsmärkte sieht die Branche derzeit in den so genannten Casual Games. In diesem Jahr wird der Umsatz mit Casual Games der Investment-Bank Pacific Crest zufolge um 35 Prozent auf 512 Millionen Dollar klettern.

»Der Spielemarkt war nie besser als heute gerüstet für eine Revolution der Art und Weise, wie Familien Spiele genießen«, sagte EA-Managerin Kathy Vrabeck. Hasbro sei für diese Veränderung der ideale Partner. Die Spiele aus dem Hause Hasbro habe nahezu jeder aus der Kindheit kennen und lieben gelernt. »Gemeinsam können EA und Hasbro die nächste Generation der Unterhaltung für eine neue Generation von Kindern und Familien gestalten.«

Vor einigen Wochen hatte EA-Chef John Riccitiello in überraschend deutlichen Worten Kritik an der derzeitigen Spieleindustrie geübt. »Wir langweilen die Leute zu Tode und bringen Spiele heraus, die immer schwerer zu spielen sind«, beschwerte sich der Manager über die eigene Branche. Der Trend zu grafisch immer aufwendiger zu programmierenden Spielen belastet die Entwickler und Verlage derzeit zunehmend, öffnet ihnen aber keine zusätzlichen Absatzmärkte. Mit Gelegenheitsspielen und Games für die Familienunterhaltung will die Branche nun diesem Trend begegnen. (dpa)


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