Electronic Arts - Gibeau: »Ich glaube noch immer an Singleplayer-Spiele«

Frank Gibeau relativiert seine Aussagen über den Wert von Einzelspieler-Titeln. Nicht Deathmatch um jeden Preis sei gefragt sondern Zukunftssicherheit.

von Maximilian Walter,
06.09.2012 12:50 Uhr

Frank Gibeau fühlt sich missverstanden.Frank Gibeau fühlt sich missverstanden.

Erst gestern (5. September 2012) berichteten wir von einem Interview mit EA Labels-Chef Frank Gibeau, in dem er verkündete, keine reinen Singleplayer-Titel durchzuwinken. Im Interview mit der englischsprachigen Website kotaku.com ruderte er jetzt ein wenig zurück.

»Man kann schon ein tiefgehendes Einzelspieler-Spiel haben aber es muss Inhalte bieten, die über das hinaus gehen, was auf dem Datenträger zu finden ist. Das heißt aber nicht, dass Mirror's Edge einen Deathmatch-Modus haben muss. (...)

Was ich damit sagen will, ist, wenn ein Spiel entwickelt wird, dann muss es eine Erfahrung bieten, die die Leute zusammen bringt. Ein Spiel, in dem man kooperativ handeln kann, in dem man gegeneinander antritt und sozial agiert. Alles was wir machen und alles was uns die Auswertung unserer Daten sagt, deutet darauf hin, dass wir damit auf dem besten Weg sind unser Geschäft anzugehen und uns von der Konkurrenz abzuheben,« so Gibeau.

Für ihn sichert der soziale Aspekt eines Spiel das Überleben des Titels. Der Service, der über den Einzelspieler-Modus hinaus geht, sei wichtig. »Ich glaube immer noch mit voller Leidenschaft an die Singleplayer-Titel und ich denke, wir sollten sie herstellen. Was ich jedoch mit meinem Kommentar sagen wollte ist, dass sich unsere Firma weg vom 'Veröffentlichen und vergessen'-Aspekt hin zu einem digitalen Geschäft mit Service-Charakter entwickeln muss.«

Das sollte aber nicht als Todesurteil für Einzelspieler-Titel verstanden werden. Es ginge immer noch darum, Geschichten zu erzählen. Denn diese seien es, die gute Spiele von den schlechten Spielen unterscheiden.


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