Günther Beckstein - Ministerpräsident will Spielkonsolen beschlagnahmen

Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hält die derzeitigen Jugendstrafen für wirkungslos. Gegenüber der Berliner Zeitung forderte er kreativere Strafen. Ihm schwebt da ein Fahrverbot, Handy-Verbot, Beschlagnahme von Spielkonsolen oder ein Warnschuss-Arrest vor. Das wirke, laut Beckstein, besser, als wenn die Eltern zum Beispiel eine Geldstrafe übernehmen würden.

von Christian Merkel,
13.05.2008 12:07 Uhr

Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hält die derzeitigen Jugendstrafen für wirkungslos. Gegenüber der Berliner Zeitung forderte er kreativere Strafen. Ihm schwebt da ein Fahrverbot, Handy-Verbot, Beschlagnahme von Spielkonsolen oder ein Warnschuss-Arrest vor. Das wirke, laut Beckstein, besser, als wenn die Eltern zum Beispiel eine Geldstrafe übernehmen würden. Die Schuldigen für die angebliche Verrohung in der Gesellschaft hat Beckstein übrigens auch schon gefunden: "Wir müssen die Verwüstungen, die die 68er mit ihrer antiautoritären Erziehung angerichtet haben, rückgängig machen.", sagt der Ministerpräsident. Es gehe um Leistungsbereitschaft, Pflichtbewusstsein, aber auch um Hilfsbereitschaft und Respekt etwa vor Älteren, vor Behinderten und Ausländern.

Da beschlagnahmte Konsolen sicher nicht alles regeln werden, hat Beckstein noch weitere Vorschläge in petto. So möchte er generell bei Heranwachsenden ab 18 das Erwachsenenstrafrecht anwenden. Außerdem plädiert er dafür, dass bereits identifizierte Demonstrationsgewalttäter von zukünftigen Demonstrationen ausgeschlossen werden. Notfalls solle da eine Vorbeugehaft durchgeführt werden.


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