Imperium Romanum - angespielt und angetan

von Daniel Matschijewsky,
05.02.2008 15:43 Uhr

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine Kampagne, die eine zusammenhängende Geschichte erzählt, gibt es im Echtzeit-Strategiespiel Imperium Romanum nicht. Stattdessen starten Sie auf einem Missionsbaum einzelne Szenarios, die zwar nichts miteinander zu tun haben, Sie aber durch die wichtigsten Ereignisse zwischen 500 v. Chr. und 100 n. Chr. führen. Je nach dem, welchen Auftrag Sie wählen, kümmern Sie sich um teils prominente Orte wie Alexandria, Verona, Pompeji und natürlich Rom.

Trotz des fehlenden roten Fadens punkten die Missionen mit Abwechslung. Mal sollen Sie auf Sardinien in Caralis drei feindliche Barbarendörfer zerstören oder die Bürger Roms mit dem Bau eines Circus Maximus begeistern. Neben diesen Zielen gilt es in jeder Mission, eine Reihe von Nebenquests zu erfüllen. Diese kleinen Aufgaben lösen Sie aus, in dem Sie Ereigniskarten ziehen. Der Clou dabei: Sie wählen den Zeitpunkt und die Anzahl selbst. Die Ereigniskarten wiederholen sich jedoch mit der Zeit. Schon nach wenigen Spielstunden nervt es, wenn man zum fünften Mal sein Forum, das zentrale Gebäude jeder Stadt, um eine Stufe ausbauen muss. Zudem stoßen Sie gelegentlich auf unfaire Quests.

Das Städtebauen selbst läuft nach bewährter Siedler-Manier ab: Rohstoffgebäude, weiterverarbeitende Betriebe, Bedürfnis stillende Institutionen, Militärgebäude und natürlich Rom-typische Prestigebauten. Die Übersicht bleibt dabei stets erhalten. Zum einen dürfen Sie die Kamera frei drehen, schwenken, neigen und zoomen. Zum anderen weisen abgedunkelte Gebäude und ein gut gesprochener Assistent auf eventuelle Missstände hin. Allerdings hätten die Entwickler das an Die Schlacht um Mittelerde erinnernde Baumenü etwas komfortabler gestalten können. Die kleinteiligen Symbole lassen sich kaum von einander unterscheiden, und manche Gebäude wie etwa die Kräuterhütte verstecken sich in unsinnigen Baurubriken.

Einen ausführlichen Test mit Video gibt es in der kommenden GameStar-Ausgabe 04/2008, die am 27. Februar erscheint.


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